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Umgangsrecht einklagbar ohne Bindung zu Kind und entgegen Kindeswillen?

24.01.2018 02:41 |
Preis: 25,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich benötige einen fachlichen Rat bezüglich Umgangsrecht, da ich mich von meiner Anwältin leider schlecht beraten bzw vertreten fühle und ausschließen möchte, dass ich mit meiner Intuition falsch liege.

Ich habe nach 9,5 Jahren von mir aus den Kontakt zu meinem Sohn und seinem leiblichen Vater hergestellt. Ich war in der Schwangerschaft und das erste Lebensjahr mit meinem Sohn allein. Mein Sohn wurde sodann 7,5 Jahre von seinem sozialen Vater und mir gemeinsam groß gezogen und betreut. Vor ca. 1 Jahr habe ich mich von meinem Partner getrennt. Mein Sohn hat weiterhin regelmäßig Kontakt zu seinem sozialem Vater und dessen Familie.

Meine Frage:
Hat der leibliche Vater das Recht den Umgang einzuklagen, auch wenn mein Sohn (10 Jahre) keinen weiteren Kontakt wünscht?
Mein Sohn sagt, er möchte, dass alles so bleibt wie es ist und er hat ihn ja nun kennen gelernt (3x getroffen - davon leider 1x dort genächtigt). " .. Er hat bereits einen Vater und seine Brüder."
Ich bin der Meinung, dass es dem Kindeswohl nicht dienlich ist, wenn man ihn zu Kontakten zwingt, zumal keinerlei Bindung besteht. Trotz Trennung besteht eine stabile familiäre Beziehung zu seinem sozialen Vater.

Auch wurde bei meinem Sohn in früheren Jahren ADS vermutet..bzw. hat er in der Schule arge Konzentrationsprobleme und ich arbeite sehr eng mit seiner Lehrerin und der Sozialpädagogin zusammen. Ich habe Angst, dass ein "gezwungener" Umgang ihm seelische Probleme bereiten würde und dies u. a. auch seine schulischen Leistungen zusätzlich beeinträchtigt.

Als mein Sohn bei seinem leiblichen Vater genächtigt hatte, hat dieser sich leider nicht an unsere Absprache gehalten und hat meinen Sohn diesbezüglich in einen Loyalitätskonflikt gebracht, indem er ihm sagte, Mama möchte das nicht und er solle mir das nicht erzählen.

Lieben Dank vorab für Ihre Antwort.

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Sehr geehrte Ratsuchende,


die Erfahrung mit Umgangsrechtsverfahrfen zeigen, dass der Vater sein Umgangsrecht voraussichtlich gerichtlich durchsetzen kann.

Das Umgangsrecht ist geprägt von dem Recht des nichtbetreuenden Elternteil am Kontakt zu Kind, aber auch umgekehrt vom Recht des Kindes Kontakt zum anderen Elternteil zu pflegen.

Sie haben im Grunde für Ihr Kind schon richtig gehandelt, als Sie den Kontakt zum Vater hergestellt haben.


Dass der Sohn jetzt nach den ersten Versuchen keinen Kontakt mehr will, wird nicht zu einem Ausschluss des Umgangsrechts führen, weil das KInd in dem Alter nicht darüber entscheiden kann. Natürlich ist der Wille zu berücksichtigen, aber eben nicht entscheidend.


Für eine Gefährdung des Kindeswohl wird auch die mögliche Belastung nicht ausreichen. Auch nicht das Argument, dass keine Bindung besteht. Diese Bindung wird durch einen regelmäßigen Umgang auch erst einmal aufgebaut werden müssen.


Auch nicht ausreichend wird es sein, dass der Vater sich natürlich absprachewidrig verhalten hat. Selbstverständlich ist dieses nicht hinzunehmen und muss dem Vater auch verdeutlicht werden. Da der Umgangskontakt aber auch erst am Anfang steht, wird auch dieses vermutlich nicht für einen Ausschluss ausreichen.


Insgesamt wird ein Antrag des Vaters durchaus erfolgsversprechend sein.


Ich kann Ihre Argumente natürlich verstehen und auch nachvollziehen.


Bevor Sie es auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen, können Sie zumindest unter Zuhilfenahme des Jugendamtes nach einer Lösung suchen.die insbeosndere auch dem Sohn gerecht wird. Von Übernachtungen sollte vorerst abgesehen werden. Es wird jetzt in erster Linie eine Bindung aufgebaut werden müssen.


Ich vermute, dass Ihre Anwältin eine ähnliche Auffassung vertritt. Unter Zugrundelegung der rechtlichen Voraussetzung und der umfangreichen Rechtsprechung kann auch ich Ihnen derzeit keine andere Antwort geben.



MIt freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

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