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Umgangsrecht bei Corona

| 16. März 2020 13:57 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Hallo,

ich habe folgendes Anliegen.
Meine Tochter ( 3 Jahre alt) ist regelmäßig alle 2 bzw. 3 Wochen über das Wochenende bei Ihrem Vater.
Sowohl der Kindsvater wie auch seine neue Partnerin arbeiten im Rettungsdienst.
Beide schränken sich , auf Nachfrage, auch nicht im öffentlichen Leben derzeit ein.
Auf Grund der Kita Schließungen muss ich meine Tochter nun von den Großeltern (chronisch Krank und beide Risiko Patienten) betreuen lassen, da ich niemand anderen für die Betreuung habe und natürlich selbst nicht auf mein Gehalt verzichten kann.
Nun meine Frage, ist es mir möglich den Umgang auf Grund des erhöhten Risikos (durch Beruf und soziales Verhalten) derzeit zu verwehren um sowohl meine Tochter wie natürlich auch die Großeltern welches ein hohes Risiko haben, zu schützen?

Auf Nachfrage und Bitten um Verständnis beim Kindsvater, ist es leider nicht zu einem übereinkommen gekommen.

Mit freundlichen Grüßen

16. März 2020 | 14:48

Antwort

von


(366)
Rossmarkt 194
86899 Landsberg
Tel: 08191/3020
Web: http://www.kanzlei-am-rossmarkt.de
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Sehr geehrter Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Ihre Frage betrifft sicherlich eine (hoffentlich einmalige und kurzfristige) Ausnahmesituation!
Es keinen Präzedenzfall, er wäre ggf. in Anlehnung der Unzumutbarkeit der Überlassung eines
Kindes an einen drogen- oder alkoholabhängigen Vater zu lösen.

Die Elterliche Sorge und das Umgangsrecht sind dem Kindeswohl untergeordnet,
die Wünsche und Vorstellungen der Eltern müssen daher manchmal zurücktreten.

Gem. § 1626 Abs. II BGB sind die Bedürfnisse des Kindes zu berücksichtigten, wobei im Sinne des Kindeswohls gem. § 1626 Abs. III S. 1 BGB der Umgang ein Recht und eine Pflicht beider Elternteile beinhaltet und der tatsächliche Umgang dem Wohl des Kindes in der Regel gut entspricht.

Neben dem Alter des Kindes, was sich auf das Umgangsrecht auswirken kann, sind Ausnahmen denkbar, die z.B. mit einer Gefährdung des Kindes begründet werden können.

Ihre Pflicht ist es, Ihr Kind vor (vermeidbaren) gefährlichen Krankheiten zu schützen.

Das berücksichtigen die §§ 1666 und 1666a BGB aufgrund derer durch das Familiengericht Maßnahmen bei einer Gefährdung des Kindeswohls getroffen werden können, allerdings verhältnismäßig. Aufgrund besonderer Umstände ist die elterliche Sorge, insbesondere der Teilbereich Umgangsrecht einzuschränken.

Soweit eine öffentliche Empfehlung besteht, soziale Kontakte vorerst zu minimieren und Sie Ihr Kind nicht Personen überlassen wollen, die die Empfehlungen des Robert Koch Instituts ignorieren oder sogar auch noch in einem gesundheitlich gefährdeten Bereich arbeiten, wie es beim Kindsvater offenbar der Fall ist, kann die Aufrechterhaltung des bisherigen persönlichen Kontakts das Kindeswohl gefährden.

Somit dürfen Sie diesen unterbrechen, bis eine Entwarnung bekanntgegeben ist. Dazu benötigen Sie derzeit keine richterliche Verfügung, ein vernünftiges Gespräch mit dem Kindsvate sollte reichen.

Sie dürfen den Kontakt aber nicht vollständig unterbinden, sondern sollten persönliche Kontakte Ihres Kindes zum Kindsvater über Handy (Telefon) oder WhatsApp, Skype auch während der Pandemie sogar fördern. Sie können diese zeitlich vorgeben und überwachen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Helge Müller-Roden
Fachanwalt für Arbeitsrecht

Bewertung des Fragestellers 16. März 2020 | 16:05

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 16. März 2020
5/5,0

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ANTWORT VON

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