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Umgangsrecht. Wie ist die Dauer und Häufigkeit?


| 13.02.2007 13:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe folgendes Problem:
Im November 05 wurde ich während einer Kurzbeziehung (2 Wochen) schwanger.Die Beziehung scheiterte an seinem krankhaften Verhalten ( besitzergreifend, eifersüchtig,labil, drohte andauernd damit sich umzubringen...)Der KV terrorisierte mich nach der Trennung weiter mit Anrufen, ließ mich dann aber in Ruhe. Habe später erfahren das er zu der Zeit eine neue Beziehung eingegangen ist. Nun ist mein Kind sechs Monate und ich bin während der Schwangerschaft eine neue Beziehung eingegangen. Mein neuer Partner hat die Vaterrolle vollends übernommen ( war bei der Geburt dabei und wohnen zusammen). Jetzt hat sich der KV gemeldet und besteht auf sein Umgangsrecht. Wie ich in Erfahrung gebracht habe hat seine Partnerin zwei Tage vorher Schluß gemacht. Nun meine Fragen:

1. Hat er Umgangsrecht, wenn ja besteht die Möglichkeit das wir ( mein Partner und ich) dabei sind oder müssen wir unser Kind mit ihm allein lassen?
Er war und ist immernoch ziemlich labil. Und dadurch habe ich kein Vertrauen zu ihm in jeglicher Hinsicht.

2. Was ist in dem Fall die Richtlinie hinsichtlich der Dauer und der Häufigkeit des Umgangs?
Muss ich mein Kind bei ihm übernachten lassen? Es ist ja erst sechs Monate und kennt ihn noch nicht einmal.

3. Besteht die Möglichkeit ihm den Umgang zu verwähren?
Ich glaube nicht das er wirklich Interesse am Kind hat und er wird bei der nächsten neuen Beziehung den Kontakt wieder einstellen.

Ich hoffe das sie mir weiterhelfen können.
Vielen Dank

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Sehr geehrte Fragestellerin,

unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes und Ihrer Informationen möchte ich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich hat das Kind ein Anrecht auf Umgang mit jedem Elternteil. Dies ergibt sich aus § 1684 BGB. Demnach ist auch jeder Elternteil berechtigt und verpflichtet zum Umgang mit dem Kind.

Ferner haben die Eltern alles zu Unterlassen, was das Verhältnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeinträchtigt.

Eine standardmäßige Umgangregelung sieht so aus, dass in Ihrem Fall der "Vater" ein Umgangsrecht von einem Wochenende, alle 2 Wochen hätte, sowie einen Nachmittag die Woche. (Dies ist von der Häufigkeit her jedoch variabel und kann auch erheblich eingeschränkt werden.)

Soviel zum Grundsatz.

Ein weiterer Grundsatz ist jedoch auch, dass das Kindeswohl immer an erster Stelle steht.

Nach Ihrer Schilderung habe ich erhebliche Zweifel, dass ein Umgang mit dem Vater vorliegend dem Kindeswohl entsprechen wird. Zu beachten ist zunächst einmal, dass Sie gemäß § 1626a Abs. 2 BGB, da Sie mit dem Vater, bei Geburt des Kindes, nicht verheiratet waren, alleine das Sorgerecht besitzen. Sorgerecht ist jedoch nicht gleich Umgangsrecht.

Jedoch müsste der Vater, wenn er auf einen Umgang besteht, diesen, wenn Sie damit nicht einverstanden sind, zunächst gerichtlich klären lassen. Im Rahmen eines solchen Verfahrens würde natürlich auch die persönliche Eignung des Vaters zum Umgang mit dem Kind eine große Rolle spielen. Möglicherweise würde Ihm dann sogar der Umgang mit dem Kind untersagt. Solange der Vater aber keinen entsprechenden Antrag bei Gericht stellt, geschieht gar nichts.

In der Regel wird sich auch, bevor man ein gerichtliches Verfahren anstrebt, dass zuständige Jugendamt um eine einvernehmliche Regelung mit den Eltern bemühen.

Sofern die persönliche Einschätzung des Vaters dazu anlass gibt, ist es auch möglich, dass dieser lediglich eingeschränktes, z.B. unter Aufsicht eines Mitarbeiters des Jugendamtes, Umgangsrecht erhält.

Da sie Ihren jetzigen Lebensgefährten ansprechen, der, wie Sie sagen, quasi die Vaterrolle übernommen hat, wäre noch zu erwägen, ob der eigentliche Vater überhaupt beim Standesamt als Vater des Kindes gemeldet wurde. Anderenfalls bestünde ggf. die Möglichkeit eine Vaterschaftsanerkennung Ihres jetzigen Partners.

Sollten Sie diesbezüglich noch weitere Fragen haben, können Sie über die Onlineanfrage mit mir in Kontakt treten.

Bei Unklarheiten oder Nachfragen bezüglich Ihrer vorliegenden Anfrage können Sie auch gerne eine für Sie kostenlose Nachfrage stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Oliver Keller

Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.02.2007 | 14:42

Vielen Dank.
Wer müßte die Kosten tragen, wenn der KV sein Umgangsrecht per Gerichtsverfahren einklagen würde.

Ergänzung vom Anwalt 13.02.2007 | 15:26

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Nachfrage kann man so pauschal nicht beantworten. Wer in einem Verfahren bezgl. des Umgangsrechts die Kosten zu tragen oder zu erstatten hat, hängt vom Ausgang des Verfahrens ab. Das Gericht trifft die Kostenentscheidung nach billigem Ermessen.

D.h., nur als Beispiel, sollte sich herausstellen, dass Ihre Einwände und Vorbehalte gegen den KV vollkommen unbegründet sind und wird eine entsprechende Umgangsregelung gerichtlich festgelegt, dann werden Sie wohl auch die Kosten zu erstatten haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt Keller
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