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Umgangsrecht: Mein Partner scheut jede Auseinandersetzung mit der Kindesmutter


02.11.2005 14:48 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Mein Lebensgefährte hat eine 8-jährige nichteheliche Tochter, die bei ihrer Mutter lebt. Die Mutter hat das Sorgerecht.
Mein Partner darf seine Tochter nur in sehr unregelmäßigen Abständen sehen, die völlig von der Willkür der Mutter und von dem "Wohlverhalten" meines Partners abhängen. Es ist auch schon vorgekommen, daß mein Partner wie vereinbart das Kind abholen wollte und dann wieder weggeschickt wurde, weil es mal wieder nicht "passte" (immerhin 200 km Entfernung).
Wenn das Kind dann endlich mal bei seinem Vater sein darf, verlangt die Mutter beständig telefonischen Kontakt. Das führt dazu, daß das Mädchen ein Handy (das des Vaters) mit sich führen muß und dann an einem Tag ca. 20mal angerufen wird und schildern muß, was es gerade macht und daß es die Mutter liebt.
Mein Partner scheut jede Auseinandersetzung mit der Kindesmutter, weil diese ganz deutlich macht, daß er sein Kind dann gar nicht mehr sehen darf. Und er leidet natürlich sehr unter dieser Situation.
Wie ist die Rechtslage und wie kann ich behutsam helfen?
Ich bin selbst Mutter von 3 Kindern (inzwischen erwachsen).
Danke für eine Antwort.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

§ 1626 Abs. 3 BGB stellt klar, dass zum Kindeswohl der Umgang mit beiden Elternteilen gehört. Hierbei macht das Gesetz keinen Unterschied zwischen geschiedenen Eltern und Eltern, die nie miteinander verheiratet waren.

Es gibt keine festen Regeln, bei größeren Kindern wird ein 14-tägiges Umgangsrecht von Freitagabend bis Sonntagabend allgemein als Minimum angesehen.

Das Umgangsrecht kann gerichtlich erzwungen werden. Es kommt die Festsetzung von Zwangsgeld und notfalls auch die gerichtliche Gestattung der Gewaltanwendung in Betracht (§ 33 FGG).

Im Hinblick auf die nach einer summarischen Prüfung offenbar bestehenden Rechte Ihres Partners kann ich nur dringend raten, einen Kollegen vor Ort aufzusuchen und die Ansprüche (bitte entschuldigen Sie dieses Wort) nochmals genau zu prüfen und zu verfolgen.

Evtl. könnt vorher ein Mediation oder eine Vermittlung des Jugendamtes gesucht werden. Aber auch hierbei rate ich zur anwaltlichen Vertretung.

Ob es „behutsame“ Lösungen gibt kann ich nicht beurteilen, ich habe jedoch Zweifel. Die Erfahrung zeigt aber immer wieder, dass unter entsprechendem Anfangsdruck durchaus vernünftige Ergebnisse erzielt werden können.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Für evtl. Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 02.11.2005 | 16:16

Danke für Ihre schnelle Antwort.
Ich habe jedoch noch eine Zusatzfrage: Halten Sie es für rechtens, daß das 8-jährige Mädchen beständig per Handy Kontakt zu seiner Mutter halten muß ( ca. 20 Anrufe pro Tag!). Die Mutter verlangt, daß das Handy keinesfalls ausgeschaltet sein darf, damit sie ihr Kind jederzeit kontaktieren kann.
Danke auch für die Beantwortungdieser Frage.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 02.11.2005 | 16:34

In dieser Taktik sehe ich eine gezielte Störung des notwendigen und berechtigten Umgang mit dem Vater. Eine Lösung der Situation muss auch diesen Punkt umfassen - mE in der Gestalt, dass die Kontrollanrufe unterbleiben.

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