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Umgangsrecht, Vater verharmlost die Vorfälle


09.10.2007 20:31 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Guten Tag,

meine Frage zielt auf das Umgangsrecht. Meine Freundin hat eine 2-jährige Tochter von einem anderen Mann, mit dem Sie nicht verheiratet war; er hat sie während der Schwangerschaft verlassen. Schon während der Schwangerschaft und auch danach war er ihr und dem Kind gegenüber sehr nachlässig in jedweder Form von Unterstützung. Aber zum Thema Unterhalt und vor allem bezgl. des Umgangsrechts verklagt er meine Freundin immer wieder, weil er das Kind möglichst viel sehen will. Zur Zeit darf er die Tochter alle 2 Wochen für vier Stunden sehen, worauf er auch stets besteht, auch wenn er sich nicht immer an die festegelegten Termine hält.
Nun war es in der letzten Zeit so, dass die Kleine ständig mit Blessuren (auch größere Hautabschürfungen) aus den Treffen zurückkam: er sagte dann immer, sie sei halt hingefallen, was Kindern eben so passiert (er hat sie wohl einfach nicht richtig beaufsichtigt). Letzte Woche ist sie wohl in einen Teich gefallen und er hatte gegen die Abmachung keine zweite Garnitur mitgenommen, obwohl die Kleine eh erkältet war. Er hat sie uns bereits nach zwei Stunden frierend und klitschnass wiedergebracht; nicht auszudenken, wenn wir nicht dagewesen wären. Die Tochter ist seit zwei Tagen nicht zu einer Nachtruhe fähig, weil sie offensichtlich dieses Erlebnis stark verarbeitet. Wir machen uns ernsthaft Sorgen, was als nächstes passiert. Womöglich läuft sie vor ein Auto und er sagt halt einfach wieder sorry…

Meine Frage ist: wie bekommen wir das in den Griff? Der Vater verharmlost die Vorfälle. Wir würden gerne wieder auf begleitenden Umgang wechseln, bis das Kind etwas älter ist. Kann man das Einklagen? Die letzte Regelung wurde in einem Vergleich geschlossen. Kann man das einfach selber bestimmen? Kann der Vater während der Besuchszeit machen, was er will? Was hilft uns sofort?
Vielen Dank für Ihre Einschätzung und eine konkrete Vorgehensweise.
09.10.2007 | 20:53

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Frage, die ich anhand des geschilderten Sachverhalts wie folgt beantworte:

1. Nach Ihrer Schilderung sollten Sie sich schnellstmöglich mit dem zuständigen Jugendamt in Verbindung setzen und zwar am besten so, dass sich auch der Sachbearbeiter selbst ein Bild von vorhandenen Verletzungen machen kann, soweit noch sichtbar.

2. Außerdem empfiehlt es sich unbedingt, das Kind möglichst schnell beim Arzt vorzustellen, wenn Sie nach der Rückkehr Verletzungen feststellen. Anhand der Art der Verletzungen ist häufig feststellbar, ob diese tatsächlich auf Hinfallen zurückzuführen sind (was bei einer 2-Jährigen ja vorkommen mag, aber doch nicht dauernd) oder auf etwas anderes.

Ein gerichtlicher Vergleich kann abgeändert werden. Hierzu müsste Ihre Freundin beim Familiengericht einen Antrag dahingehend stellen, dass der Vergleich so abgeändert wird, dass bis auf weiteres nur noch begleiteter Umgang stattfindet. Dieser Antrag muss allerdings begründet werden und es sollten auch Nachweise vorhanden sein, die belegen, dass es gute Gründe für den Antrag gibt, denn solche Anträge werden leider ab und an aus reiner Schikane gestellt. Deshalb wäre die ärztliche Untersuchung lt. Punkt 2. dringend empfehlenswert. Außerdem brauchen Sie für den Antrag die Unterstützung des Jugendamtes, das von Amts wegen beigezogen wird, deshalb Punkt 1.

Die „Soforthilfe“ wird am besten über das Jugendamt funktionieren, denn rein rechtlich können Sie sich nicht einfach über einen gerichtlichen Vergleich hinweg setzen und so ein begleiteter Umgang will ja auch organisiert werden. Wenn Sie dem Vater das Kind einfach vorenthalten, müssen Sie mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen rechnen, das ist also kein geschickter Weg. Deshalb lieber selbst die Initiative ergreifen und versuchen, über Jugendamt und Gericht eine offizielle Änderung zu erreichen.

Ich hoffe, Ihnen damit eine erste Orientierung gegeben zu haben und verweise bei Bedarf auf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen
Gabriele Koch
Rechtsanwältin


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