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Umgangsrecht, Sorgerecht beim einjährigem Kind

10.03.2011 13:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Hallo,


ich bin mit meinem Ehemann seit fast 6 Jahren verheiratet. Wir haben sehr viele Höhen und Tiefen gehabt. Vorallem wegen seiner Mutter, die sich ständig in unsere Angelegenheiten einmischt, mein Mann beeinflusst und uns versucht zu trennen... Sie ist eine sehr gute Schauspielerin, vor anderen Leuten tut sie so als würde sie ein Engel sein, mich sehr lieben usw. Aber hintenrum dann halt Lügen verbreiten, mich und mein Mann schlecht machen usw. Sie kann auch gut ohnmächtig werden vorspielen... Hat mich mal sogar vor 4 Leuten aus ihrer Wohnung geworfen, weil ich ihr das erste mal nach 5 Jahren auf ihre dummen Sprüche geantwortet habe. Am anfang unserer Ehe war mein Mann meistens auf meiner Seite, aber es hat mir sehr gestresst, dass er sich immer von ihr hat beeinflussen lassen. Viele Streitereien haben wir hinter uns. Ich wollte mich schon vor Jahren trennen, aber immer wieder weinte er vor mir und bettelte und versprach, dass alles gut wird, dass er sich ändern wird usw. Dazu muss ich sagen, dass er sehr harte Worte von sich gibt, wenn er sauer ist und auch mit Sachen um sich wirft und gegen Wände und Schränke tritt. Ich so blöd wie ich bin, habe ihm immer wieder eine Chance gegeben, weil ich ihn einfach liebte. Er hat mir dann eingeredet, dass wir glücklicher wären, wenn wir ein Kind hätten. Ich war da immer zurückhaltend, weil ich wusste nicht, wie es mit uns weiter geht, aber irgendwann kam in mir auch das Verlangen nach einem Kind, ich liebte ihn, vertraute ihm und gab ihm wieder eine Chance. Während der Schwangerschaft wurde es dann ganz schlimm, hatte viel Stress mit ihm, aber ich habe meiner Frauenärztin immer gesagt, dass ich kein Stress habe, als sie mich gefragt hat. Wieder ein Fehler von mir. Meine Tochter wurde dann ein Frühchen und kam drei Monate zu früh. Ihr geht es Gott sei Dank gut und entwickelt sich ganz normal. Ich habe mich von Anfang an immer sehr um sie gekümmert, ich liebe sie mehr als mein Leben !!! Ich habe viel gelitten, viel geweint als sie dann so früh kam und im Kh zwei Monate bleiben musste. Während dieser Zeit hatte ich wieder Stress mit meinem Mann. Statt dass wir uns gegenseitig trösten uns Mut machen, streitet er sich mit mir, weil ich mein Handy im Auto vergessen habe, wo aktuelle Fotos von unserer Tochter war, die er seiner Mutter zeigen wollte und hat mich dann neben ihr zur Schnecke gemacht und behauptet ich hätte es mit Absicht gemacht. Später im Auto, wir wollten ein Bett für unsere Tochter angucken in einem Möbelhaus, auf dem Weg haben wir weiter gestritten und er hat mir gedroht, dass er sich von mir trennen wird und mir meine Tochter wegnehmen wird und niemals zeigen wird. Das tat mir in der Seele weh, dass er sowas aussprechen musste, obwohl er wusste wie ich litt wegen ihr... Ich wollte mit ihm reden, aber er stieg aus dem Auto aus und knallte mir die Tür vors Gesicht, ich wurde dann sauer, stieg aus und wollte gehen. Ich hatte ein Kaiserschnitt und konnte da noch nicht richtig laufen wegen den Schmerzen, er kam auf mich zu, packte mich und schuppste mich, ich schrie auf sagte "Lass los". Dann rief ich mein Vater an und erzählte ihm alles, er ging dann weg. Ich hatte kein Geld bei mir, konnte nicht mal in ein Bus einsteigen, um nach Hause zu gehen. Er fuhr weg. Ich musste locker 6,7 km nach Hause mit meiner Wunde laufen. Da schreibt er mir noch per SMS aufm Weg "Ich fahre zu meiner Tochter ins Kh, komm du nicht". Ich bin trotzdem hingegangen, er ist gar nicht dort gewesen... Immer dieses hin und her mit ihm halt. Dann kam meine Tochter mit einem Gewicht von 1900 g nach Hause. Ich musste ihr alle drei Std Medis geben. Habe alles für ihr Wohl getan, hab sie ihm Winter 2009/2010 wo der Schnee hoch war immer alleine zum Kinderarzt gefahren. Ich habe alles bis heute allein gemacht. Er hat nicht einmal ihre Windeln gewechselt geschweige denn mal ihre Milch gemacht. Nix. Wir haben eine Shisha Cocktail Bar, er ist jeden Tag dort von ca. 16,17 Uhr bis morgens 5,6 Uhr, am Wochenende manchmal länger. Deshalb schläft er nur, wenn er Zuhause ist. Wenn er wach ist, spielt er 10 Min. mit unserer Tochter (das macht er auch erst seit 2,3 Wochen). Seine ganzen Familienangehörige haben meine Tochter nur einmal kurz nach ihrer Geburt gesehen, ansonsten haben die auch kein Interesse an ihr. Meine Tochter ist jetzt fast 15 Monate alt und meine Schwiegermutter hat sie auch nur 3 mal gesehen. Meine Schwiegermutter kommt auch nur damit es vor ihrem Sohn so aussieht als hätte sie Interesse an ihr und heult ihm wohl ständig vor sie wolle sie öfter sehen usw. Mein Mann will die Kleine auch zu ihr nach Hause bringen, aber das will ich auf gar keinen Fall, weil ich der Frau nicht traue. Als sie von meiner Schwangerschaft hörte, hat sie sich gar nicht gefreut, habe sogar erfahren von ihrem Freundeskreis, dass sie darum gebeten hat, dass ich das Kind verliere, es niemals in die Arme nehmen kann usw. Ich habe sie darauf nach der Geburt meiner Tochter angesprochen, sie hat es nicht bestätigt, aber auch nicht geleugnet. Sie selber hat mir sogar gedroht, dass sie mir auch das Kind wegnehmen könnte, wenn sie wollte. Daraufhin hab ich mit ihr den Kontakt auch abgebrochen. Ihre eigene Tochter 32 Jahre alt, sitzt im Rollstuhl seit ihrer Geburt kann sie nicht laufen, lebt bei meiner Schwiegermutter, und sie wird von ihr auch geschlagen, das hat mir ihre Tochter selber gesagt und auch ihr Cousin. Sie selber leugnet das natürlich.


Ich möchte mich von meinem Mann trennen. Ich vertraue ihm null. Wir haben kein Respekt mehr voreinander. Er sucht nach Gründen mich fertig zu machen. Dabei baut er selber immer *******. Er hat von meinen Eltern 20.000 Euro bekommen, damit er ein Modeschmuckladen öffnen kann, das dann pleite ging. Dann hat er den Wagen, den mir mein Vater damals für 1500 Euro gekauft hat nach unserer Ehe verkauft. Dann hat er meine Versicherung bei der Bausparkasse aufgelöst und über 6000 angespartest für seine Schulden ausgegeben. Er hatte ein Taxiunternehmen, hat es aufgegeben. Er hat überall Schulden. Ich habe ihm alles gegeben, meine Eltern haben ihm alles gegeben. Ich habe ihn so viel unterstützt und nie etwas gesagt als er pleite gemacht hat, obwohl ich vorher geraten hatte, dass diese Investition nicht gut ist. Er hat sogar meine Bankkarte und hat das ganze Mutterschaftsgeld sowie Kindergeld bis auf den letzten Cent ausgegeben und zum Schluss habe ich ihn sogar all mein Gold gegeben, dass ich von unserer Hochzeit von meinen Verwandten geschenkt gekriegt hatte im Wert von 20.000 Euro. Das hab ich für ihn alles gemacht, aber habe nie ein Stück Liebe und Respekt bekommen und habe nun die Schnauze voll. Wenn es um sein Cafe oder seine Familie geht, macht er alles, aber wenn es um unsere Tochter und um mich, unsere Wohnung geht, bewegt er kein Finger. Alles wird entweder verspätet nach mehrmaligem Ansprechen oder auch gar nicht gemacht.


Meine Frage ist nun, welche Rechte habe ich, wenn ich mich von ihm trenne ? Ich würde zu meinen Eltern ziehen, könnte er mir da Stress deswegen machen ? Welchen Umgangsrecht hat er ? Er arbeitet sehr lange (16,17 Uhr bis ca. 6 Uhr und sonst schläft er). Vorallem habe ich Angst wegen meiner Schwiegermutter, er wird sie zu ihr bringen und das möchte ich nicht. Ich vertraue ihr noch weniger als meinem Mann. Und mein Mann kann noch nicht mal ihre Windeln wechseln, weiß nicht wann sie hunger hat, kann ihre Milch nicht machen, sie nicht anziehen oder schlafen legen, oder sich sonst irgendwie um sie kümmern. Ist es möglich, dass er betreuten Umgang kriegt ? Könnte ich auch das Sorgerecht kriegen ? (Bitte nicht falsch verstehen, ich hätte gerne das geteilte Sorgerecht, aber mein Mann ist sehr rachsüchtig, mal ist er lieb und verspricht was aber wenn er dann mal auf irgendwas sauer ist oder schlecht drauf oder beeinflusst wird, dann hält er sich an nix und will nur mir eine reinwürgen. Deswegen wärs mir lieber, dass ich das alleinige Sorgerecht hätte. Umgangsrechtlich könnte er sie ja sehen. Und wie regel ich das mit meiner Schwiegermutter ? Wie lange kann er meine Tochter sehen ? Von mir aus könnte er sie jeden Tag sehen, aber nicht bei seiner Mutter. Er könnte jeden Tag zu mir kommen, das würde mir nix ausmachen. Würde sogar für ihn leichter sein, weil er dann mit ihr nur spielen könnte und nix mit Windeln wechseln usw. zu tun hätte.


Tut mir leid, es ist lang geworden... Ich würde mich auf hilfreiche Antworten freuen !!!!!!!!!

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen aufgrund des geschilderten Sachverhalts und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Meine Frage ist nun, welche Rechte habe ich, wenn ich mich von ihm trenne ?

Grundsätzlich steht Ihnen während der Trennung Trennungsunterhalt nach § 1361 BGB zu. Sie können danach von Ihrem Mann einen nach den Lebensverhältnissen und den Erwerbs- und Vermögensverhältnissen der Ehegatten angemessenen Unterhalt verlangen. Hierzu besteht ein Auskunftsanspruch gegen Ihren Mann nach § 1605 BGB analog. Sie sollten Ihren Mann möglichst bald nach der Trennung zur Auskunft über seine Einkünfte und sein Vermögen auffordern, da Unterhalt für die Vergangenheit erst ab dessen Geltendmachung verlangt werden kann, § 1613 I BGB.

Des Weiteren steht Ihrem Kind selbstverständlich Kindesunterhalt zu.


Ich würde zu meinen Eltern ziehen, könnte er mir da Stress deswegen machen ?

Zunächst gehe ich davon aus, dass Sie beide das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht für Ihre Tochter haben. In diesem Fall muss Ihr Mann einem Umzug grundsätzlich zustimmen. Sie können bei Gericht jedoch einen Antrag, ggf. im Wege einer einstweiligen Anordnung, auf Übertragung des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechts auf Sie stellen. Das Gericht hat dem Antrag stattzugeben, wenn die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf Sie dem Kindeswohl am besten entspricht. Hierbei werden in jedem Falle die Bindungen des Kindes, seine Bezugspersonen und auch die Frage, wer das Kind am besten versorgen und erziehen kann, berücksichtigt. Bitte beachten Sie aber, dass auch Ihr Mann einen entsprechenden Antrag stellen könnte.

Welchen Umgangsrecht hat er ?

Als Vater des Kindes hat Ihr Mann natürlich ein Umgangsrecht mit dem Kind. Nach § 1626 III BGB sind beide Eltern sogar zum Umgang verpflichtet. Das Kind hat ebenfalls ein Recht auf Umgang mit beiden Elternteilen nach § 1684 BGB.

Die Umgangsregelung muss jedoch dem Kindeswohl dienen, was dann nicht gegeben ist, wenn der Vater kein Interesse am Umgang hat oder dem Kind während des Umgangs Schaden zugefügt wird. Allerdings kann das Umgangsrecht erst dann versagt werden, wenn das Kindeswohl gefährdet ist. Die Ausgestaltung des Umgangsrechts hängt auch vom Alter des Kindes ab. Bei sehr kleinen Kindern wird man den Umgang nur für einige Stunden, dafür umso häufiger befürworten, damit das Kind seine Bindung zum Vater nicht verliert. Ob der Umgang dann begleitet zu erfolgen hat oder nicht, hängt vom konkreten Einzelfall ab. Grundsätzlich werden Sie Ihrem Mann nicht verbieten können, das Kind mit zu seiner Mutter zu nehmen, solange Sie beide das Aufenthaltsbestimmungsrecht haben.

Ich empfehle Ihnen, den Sachverhalt einem Kollegen vor Ort vorzutragen, der auf das Familienrecht spezialisiert ist und das weitere Vorgehen prüfen zu lassen.


Ich hoffe, dass ich Ihnen zunächst weiterhelfen konnte.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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Nachfrage vom Fragesteller 10.03.2011 | 13:54

Danke für Ihre schnelle Antwort !!!


Das heißt, wenn ich das Aufenthaltsbestimmungsrecht habe, kann er meine Tochter nicht zu seiner Mutter bringen ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.03.2011 | 16:39

Vielen Dank für Ihre Nachfrage.

Nein, das haben Sie missverstanden. Während der Umgangskontakte kann Ihr Mann bestimmen, wer noch Kontakt zu Ihrer Tochter hat. Er kann Ihre Tochter also auch zu den Großeltern bringen. Im Übrigen steht den Großeltern u.U. auch ein eigenes Umgangsrecht zu Ihrem Kind zu. Dies sollten Sie bedenken.

Mit freundlichen Grüßen

Marion Deinzer
Rechtsanwältin

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