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Umgangskosten und Besuchsrecht

| 11.09.2018 10:47 |
Preis: 51,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Ich, Österreicher, besuche mein 3-jähriges Kind in Deutschland 1-2x monatlich. Ich komme mit den Reisekosten und 2 Nächten in einer günstigen Unterkunft auf ca 400€ pro Besuch. Außerdem zahle ich Unterhalt, der, wie mir scheint zu hoch berechnet wurde. Ich habe ein durchschnittliches Einkommen und kann mir das nicht mehr leisten.

Wo kann ich in Österreich eine Berechnung veranlassen, die auch in Deutschland akzeptiert wird?

Da mein Kind auch 1Woche bei mir war und es sich wohl gefühlt hat, würde ich es zeitweise gerne holen. Wie sieht das gesetzlich aus?

Bin ich verpflichtet, das Kind zu besuchen, oder könnte ich es auch holen?
Es würde mir sogar günstiger kommen, wenn ich es hole.

Wie viele Stunden bzw Tage steht mir das Kind bei einem Wochenendbesuch zu?

Wie viele Wochenenden im Monat?

Wieviele Wochen Urlaub?

Da es noch kein Schulkind ist und ich vorgegebene freie Tage habe, kann ich auf Urlaubstermine bzw verlängerte Wochenenden bestehen?

Kann ich die Wochenenden zusammen legen?

Wie viele Termine kann ich mir aussuchen und darauf bestehen?

Ich habe 50% Sorgerecht.
Freundliche Grüße
11.09.2018 | 11:49

Antwort

von


(1784)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
E-Mail:
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Sehr geehrte Ratsuchende,


da das Kind in Deutschland lebt, erfolgt die Unterhaltsberechnung nach deutschem Recht, so dass Sie jederzeit in Deutschland eine Neuberechnung einfordern können, gerade wenn so hohe Umgangskosten anfallen.


Im Rahmen des Umgangsrechts haben Sie auch das Recht das Kind zu sich zu nehmen. Nach Ihrer Sachverhaltsdarstelung hat das Kind sich auch schon über einen längeren Zeitraum bei Ihnen aufgehalten und sich wohl gefühlt, so dass nichts dagegen spricht, wenn sich das Kind bei Ihnen aufhält.

Es ist auch der Normalfall, dass das Kind vom umgangsberechtigten Elternteil geholt wird.


Eine gesetzliche Regelung über die Anzahl der Umgangstage und -wochen gibt es nicht. Es wird von Fall zu Fall zum Wohle des Kindes beurteilt, wie der Umgang ausgestaltet wird, wobei hier aber auch die räumliche Entfernung zu berücksichtigen ist.


Im Regelfall findet der Umgang alle 14 Tage von Freitag bis Sonntag statt, wobei die Uhrzeiten sich am Tagesablauf des Kindes orientieren.


Von den Ferienzeiten stehen in der Regel 50% für den Umgang zur Verfügung. Die Feiertage, insbesondere Weihnachten und Ostern sind gesondert zu klären.


Da das Kind noch nicht in die Schule geht, könnte der Umgang flexibler festgelegt werden. Das gilt auch für die Zusammenlegung von Wochenenden.


Sie können natürlich einen erweiterten Umgang geltend machen. Wenn dieser aber nicht durch eine Einigung zu Stande kommt, müssen Sie diesen gerichtlich geltend machen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg


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DANKE!


ANTWORT VON

(1784)

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