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Umgangs und Sorgerechts, Mutter nicht Redebereit

04.11.2012 16:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Sehr geehrte Anwälte,
leider kann ich nicht mehr als 25€ bieten aufgrund das ich noch in der Ausbildung bin.

Der Fall sieht so aus (Kurzform)
Die alleinig Sorgeberechtigte Kindsmutter ist mit dem Kind (*18.12.2011) am 06.02.2012 aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen.
Bis dahin habe ich mich hauptsächlich ums Kind gekümmert.
Direkt schrieb ich das Jugendamt an, was leider erfolglos blieb.
Erst nachdem das Jugendamt von meiner Anwältin angeschrieben wurde, tätig zu werden hatte das Jugendamt zum 12.06.2012 eine Umgangsvereinbarung von Wöchentlich 2std Begleiteten Umgang mit uns beschlossen, aufgrund dass die KM in der zwischenzeit mir das Kind entfremdet hat.
Am 29.08.2012 wurde -Aufgrund dass ich von der begleitenden Pädagogin in höchsten tönen gelobt wurde und es keine beanstandungen gab- die Vereinbarung auf jeden Donnerstag 16-19Uhr erweitert, jedoch mit der Klausel das wir (die Eltern) diese Vereinbarung mit der Zeit Selbstständig erweitern.
Soweit zur vorgeschichte.

Am 1.11.2012 einigten wir (die Eltern) uns Telefonisch auf einmalig 14/15-19Uhr da ich aufgrund Feiertages Frei hatte. Kurz nach der Einigung rief die Mutter erneut an und sagte sie hätte sich soeben für 17Uhr verabredet und müsse dann das Kind wieder haben. Ich sagte ihr "Dann musst du die Verabredung verschieben, Umgang geht vor und 17Uhr wäre so oder so meine Zeit gewesen". Sie drohte erst dann das Kind einfach erst an einem anderen Tag in der nächsten Woche zu bringen, brachte das Kind dann aber doch zur verabredeten Zeit. Bei der Übergabe um 14:30 verlangte die Mutter dann, dass ich das Kind um 17Uhr zurückbringen solle, was ich jedoch ablehnte.
Um den frieden zu wahren bot ich ihr dann Telefonisch an, dass wir uns um 17Uhr treffen können und über einen Ausgleich der restlichen 2 Stunden reden können, aber im falle einer nicht einigung den Umgang erst um 19Uhr beenden werde.
Beim Treffen um 17Uhr wollte die Mutter nicht reden sondern nur das Kind an sich nehmen weswegen ich wieder ging, da der Umgang noch andauerte.

Die Mutter rannte mir dann schreiend hinterher "Gib mir mein Kind", wodrauf ich sagte "Wie vereinbart um 19Uhr". Anschließend versuchten Passanten zu schlichten, indem Sie der Mutter sagten "Wenn die Umgangsvereinbarung 19Uhr sagt, hat er das Recht diesen auch Wahrzunehmen" jedoch erfolglos.
Anschließend kam die Mutter der Kindsmutter (Nachfolgend Oma bezeichnet) hinzu und forderte mich ebendfalls das Kind rauszugeben, was ich jedoch auch ablehnte.
Die Oma des Kindes versuchte dann mir das Kind -welches sich auf meinem Arm befand- abzunehmen, indem sie mit kraft am Kind zog, worauf ich ihr energisch und etwas lauter sagte "Lassen Sie das Kind in Ruhe, sie tun ihm weh!"

Anschließend rief die Oma die Polizei hinzu, welche mir auch Recht gab und darauf hinweiste, dass diese gar nicht zuständig sei. Die netten herren von der Polizei bemühten sich dennoch eine gütliche Einigung herbeizuführen und wir einigten uns auf meinem Vorschlag "Das Kind geht erstmal zurück zur Mutter, die fehlenden 2 Stunden werden jedoch am Wochenende nachgeholt". Die Oma drohte mir noch mit Konsequenzen. Jedoch war aufgrund der Einigung die Sache für mich erledigt.

Jedoch erhielt ich am 2.11. direkt einen Anruf vom Jugendamt, dass die Mutter meldung gemacht hat, dass ich mich geweigert hätte das Kind rauszugeben und 17Uhr vereinbart war (bei der Polizei sagte die Mutter selbst 19Uhr!) und es so nicht gehen würde.

Ich hatte am 1.11. den Anruf aufgrund vorangegangener vorfälle im wissen der Mutter aufgezeichnet sodass ich die Telefonische Einigung von 15-19Uhr Nachweisen kann.

Ferner kam eine erweiterung der Umgangsvereinbarung nie zustande, weil die Kindsmutter mit keiner änderung einverstanden ist.
2 Tage die Woche sind ihr zuviel, ein Wochenendtag kommt nicht in Frage weil Sie an Wochenenden manchmal wegfahren will, ohne sich erst mit mir einigen zu müssen.
In der Woche bin ich bis 16Uhr in der Ausbildung, sodass es an einen Wochentag eher für mich unmöglich ist.

Meine fragen sind jetzt wie folgt:
Habe ich am 1.11. einen Fehler gemacht oder war ich im recht?
Habe ich oder die Mutter konsequenzen zu fürchten?
Und was könnte ich aufgrund dieses verhaltens der Mutter und Oma erreichen?

Ich sehe keine möglichkeiten mehr, mich mit der Mutter zu einigen, da diese nur ihren Willen durchsetzen möchte und zu kompromissen nicht bereit ist.
Deswegen würde ich es bevorzugen wenn das Kind zu mir zurückgeführt wird oder in eine Pflegefamilie kommt, damit dieser ewige Streit ein ende findet.
04.11.2012 | 16:54

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich unter Berücksichtung Ihres Einsatzes wie folgt Stellung:


1.

Ob Sie am 01. November im Recht gewesen sind, ist letztlich völlig unmaßgeblich. Versuchen Sie einmal, sich in die Situation des Kindes zu versetzen. Dann werden Sie feststellen, daß Sie als Eltern, also Sie und die Mutter, vor dem Kind ein klägliches Bild abgegeben haben.

Rein rechtlich gesehen sind Sie im Recht gewesen. Vereinbart war ein Umgang bis 19 Uhr. Daran hat sich die Mutter zu halten.

Allerdings wird es dem Kindeswohl nicht entsprechen, wenn sich die Eltern in einer Weise um das Kind "kloppen", wie Sie es beschrieben haben.


2.

Aus der Sachverhaltsschilderung wird aber auch deutlich, daß bisher Vieles falsch gemacht worden ist.

Ziel war es, eine Umgangsregelung in beiderseitigem Einvernehmen nach Absprache zu treffen. Das setzt grundsätzlich voraus, daß die Eltern miteinander sprechen können und auch bereit sind, sich zu verständigen. Das ist hier jedoch nicht der Fall. Nach Ihrer Schilderung hat es eher den Anschein, als würde die Mutter die Gewährung des Umgangs des Kindes mit dem Vater als Akt des persönlichen Entgegenkommens sehen. Hier übersieht die Mutter, daß Ihnen ein Umgangsrecht zusteht.

Vor diesem Hintergrund rate ich Ihnen dringend, eine gerichtliche Regelung des Umgangs mit dem Kind herbeizuführen. Hierzu sollten Sie einen Rechtsanwalt vor Ort aufsuchen, damit dieser einen Antrag auf eine gerichtliche Umgangsregelung stellt.

Nach den beschriebenen Geschehnissen erscheint es unumgänglich, eine klare Regelung mit festgesetzten Zeiten zu schaffen.


3.

Konsequenzen sind derzeit wohl nicht zu fürchten. Und gegen die Oma einen "Nebenkriegsschauplatz" zu eröffnen, ist wohl eher kontraproduktiv.

Hier sind beide Elternteile gefordert, das Wohl des Kindes in den Vordergrund zu stellen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Gerhard Raab, Rechtsanwalt


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