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Umgangs und Sorgerecht

| 19. November 2021 20:19 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Nach einer erfundenen Verhandlung im e.A. wegen möglicher Kindeswohlgefährdung habe ich an meinen 3 und 5 Jahre alten Kindern als Vater kein Interesse mehr und möchte diese aus Angst vor beliebigen Unterstellungen auch nicht mehr sehen. Unter der Prämisse, dass ich der Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts (Verhandlung 2 Tage zuvor ohne Ergebnis) endlich zustimme wurde die Kindeswohlgefährdung ohne weitere Erörterung sofort eingestellt und die Übertragung des ABR gleichzeitig besiegelt. Diese Methode des Gerichts möchte ich so stehen lassen. Ich bin so geschockt über JA und die Richterin, dass ich meine Kinder nun auf allen Ebenen ablehne und mich für diese nicht mehr interessieren kann. Eine Entlassung aus der Sorgeverantwortung wurde von der Richterin allerdings abgelehnt, obwohl zur Mutter seit zwei Jahren keine Kommunikation aufgebaut werden konnte. Der Richterin reicht für eine gute Kommunikation ein Übergabebuch der Mutter.
Gibt es spezielle Möglichkeiten, die mich von der Sorge- und Umgangspflicht fernhalten? Ich hatte leider keinen Anwalt auf der nichtöffentlichen Verhandlung und bin von der Art und Weise einer gesetzlichen Richterin so entsetzt, dass ich mich von meinen Kindern aus ständiger Angst vor der Möglichkeit einer willkürlichen Verleumdung für immer fernhalten möchte. Brauche ich ein ärztliches Attest oder reicht es wenn ich mich einfach nicht mehr melde? Meine Umgänge waren bislang unter der Woche geregelt, weil ich am Wochenende oft arbeiten muss. Habe die Kinder einmal pro Woche von der Kita abgeholt und am nächsten Tag zur Kita gebracht. Auf die Frage wie ich den Umgangsbeschluss und die Bindung nach einem Fortzug (30 km) Aufrecht erhalten soll, sagte die Richterin, dass Umgang hier nicht das Thema sei. Die Richterin möchte mich meinem Eindruck nach aus persönlicher Motivation entfremden. Dieser Motivation kann ich nicht Stand halten und möchte weiteren Schaden von meinen Kindern so früh wie möglich abwenden und daher keinen positiven Kontakt mehr pflegen. Danke bei der Antwort auch für das Verständnis, dass diese Frage wirklich notwendig ist.

19. November 2021 | 22:21

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Grundsätzlich können Sie natürlich, unabhängig von der Umgangsregelung durch das Gericht, frei entscheiden diese nicht wahrzunehmen und einfach keinen Umgang zu haben. Sie müssen aber damit rechnen, dass der gerichtlich geregelte Umgang gegenüber Ihnen für das Kindeswohl zwangsweise umgesetzt wird.

Sie bleiben aus § 1684 Abs. 1 BGB aber zum Umgang verpflichtet. Sie Kommentarliteratur sagt hierzu:

"Besuchsbefugnisse sind abgespaltene Teilbestandteile der elterlichen Sorge; sie sind unverzichtbar. Entsprechende Erklärungen eines Elternteils oder sonstige Selbstbeschränkungen sind daher wirkungslos. Auch wenn durch Nichtausübung des Umgangs faktisch ein Verzicht erfolgt, hindert dies den Umgangsberechtigten nicht jederzeit wieder von seinem Umgangsrecht Gebrauch zu machen. Der Wunsch eines Elternteils den anderen aus seinem Leben zu streichen, ist stets unbeachtlich, wenn Interessen des Kindes weitere Besuche bei ihm erfordern." (vgl. MüKoBGB/Hennemann, 8. Aufl. 2020, BGB § 1684 Rn. 18).

Um Sie mit unmittelbarem Zwang dazu zu bringen, sich mit dem Kind auseinander zu setzen, muss das Kindeswohl überwiegen.

Ist zum Beispiel die Kindesmutter nicht an Umgang gelegen, so können Sie davon ausgehen dass niemand den Umgang Ihnen gegenüber vollstrecken wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 22. November 2021 | 11:04

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Meine Frage ist im öffentlichen Forum fehl am Platz, deswegen hat mir persönlich die Antwort leider nicht weitergeholfen. Insgesamt spiegelt die Antwort aber das praktizierte Recht wieder und ist als gute Rechtsauskunft nachvollziehbar.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 22. November 2021
4,4/5,0

Meine Frage ist im öffentlichen Forum fehl am Platz, deswegen hat mir persönlich die Antwort leider nicht weitergeholfen. Insgesamt spiegelt die Antwort aber das praktizierte Recht wieder und ist als gute Rechtsauskunft nachvollziehbar.


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