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Umbaumaßnahme in der Wohnung


05.06.2007 02:38 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Elmar Dolscius



Im Januar hat eine Baufirma eine Türvergrößerung vor geneommen. Im Kostenvoranschlag waren 2 Tage vorgegeben. Im Nach hinein hatten wir uns entschieden die größe noch zu ändern(größer) bei den Baumaßnahmen wurden nur 2 Stunden länger gebraucht. Im Zuge der arbeiten bekam ich einen Anruf des Handwerkers ob der Durchgang nicht noch größer sein könnte es wäre für ihn einfacher und ginge schneller da der Sturtz direkt unter die Decke gelegt wird. Wir gaben ihm die Erlaubnis. Bei diesen abbruch maßnamen denke ich hat er außer einer Folie und Bretter nicht weiter unter gelegt uns uns da bei das Parkett im Wohnzimmer sark zerkratzt. auf der anderen Seite im Flur sind Fliesen und auch hier hat er 2 zerbrochen. das Parkett ist noch keine 4 Jahre alt und für die Fliesen bekomme ich keine Ersatz mehr. Ich habe beim Bauleiter reklamiert er hat sich das angeschaut war auch mit einem Tischler da und es wurde fest gestellt das sie es nicht auswecheln können. für die Fliesen meinte er könnte er so änliche einbauen. Ich habe gesagt wenn er uns einen vernünftigen Preis macht kann man über alles reden da rauf hin hatte ich erst mal die Rechnung verlangt. Nun hat er fast die doppelten Stunden aufgeschrieben und meint uns 250 Euro zu erlassen. das wäre es denn. Da mit bin ich nicht einverstanden gewesen und habe ihm gesagt er solle seine Versicherung anrufen und den Schaden über die Versicherung regeln. Nun arten wir schon seid Anfang April auf eine Antwort. Nach dem ich den zweiten Brief geschrieben habe und ihmgesagt habe nach einer Woche wen ich da nicht höre werde ich eine Anwalt einschalten. bekoemmen wir von einer Versicherung einen Brief sie können nicht tätig werden da sie noch auf Unterlagen vom Bauleiter warten. Wie sollen wir uns hier weiter verhalten.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne beantworte ich Ihre Frage summarisch auf der Basis der mitgeteilten Informationen.

Ihren Schilderungen zufolge haben Sie zwei Probleme. Zum einen wurde der Kostenvoranschlag nach Ihrer Aussage erheblich überschritten, zum anderen wurden bei den Umbauarbeiten Ihr Parkett und Ihre Fließen beschädigt.

Hinsichtlich der Überschreitung des Kostenvoranschlages gibt es in der Rechtsprechung zwei Ansichten. Vereinfacht ausgedrückt wird nach der einen Meinung eine Überschreitung des KV um 15-20% noch für zulässig angesehen, was darüber hinaus geht, muss der Kunde nicht zahlen. Die andere Meinung läuft darauf hinaus, dass der Kunde auch bei einer erheblichen Überschreitung die Kosten voll tragen muss.
Mit anderen Worten, es besteht ein erhebliches Prozessrisiko, möchte man gegen eine Überschreitung eines KV (in Ihrem Fall um das Doppelte) gerichtlich vorgehen.

Sie sollten daher vorher zunächst genau prüfen, ob die behaupteten Arbeitsstunden auch wirklich angefallen sind. Wenn der Handwerker nach seiner Aussage nur unwesentlich länger braucht (zumal er ja die "einfache" Version des Durchbruchs gewählt hat, dann stellt sich die Frage, ob die berechneten Stunden tatsächlich in dieser Höhe angefallen sind. Die Höhe der Stundenzahl muss der Handwerker beweisen.

Sind die Stunden nicht in der behaupteten Höhe angefallen, reduzieren sich automatisch die Kosten. Sind tatsächlich Stunden in der angeführten Höhe angefallen, müssten Sie sich überlegen, ob Sie das Risiko eines Prozesses auf sich nehmen. Um hier eine abschließende Antwort geben zu können, wäre jedoch zuvor eine Einsicht in alle relevanten Unterlagen nötig.


Was nun die Beschädigungen angeht, so lassen Ihre Schilderungen vermuten, dass Sie ohne anwaltliche Hilfe nicht weiter kommen werden. Es gibt zwei Möglichkeiten für Sie. Sofern Sie die Rechnung noch nicht bezahlt haben, verweigern Sie die Zahlung bis die erforderlichen Unterlagen bei der Versicherung eingegangen sind. es ist recht wahrscheinlich, dass der Bauleiter dann handeln wird.

Wenn Sie schon bezahlt haben, werden Sie um die Einschaltung eines Kollegen kaum herum kommen, da scheinbar auf Ihre eigenen Forderungen nicht reagiert wird. Tatsache ist, dass Sie einen Schadensersatzanspruch gegen den Bauleiter bzw. den Handwerker haben. Um die Art bzw. Höhe des Anspruches zu bestimmen, bedarf es auch einer Überprüfung aller relevanten Fakten. Sofern diese Überprüfung dann vorgenommen wurde, müsste der Kollege den Anspruch gegen den Bauleiter zunächst außergerichtlich und dann notfalls mit gerichtlicher Hilfe durchsetzen.

Ich würde daher an Ihrer Stelle eine letzte Frist von maximal einer Woche setzen und mitteilen, dass Sie sich nach Ablauf der Frist an einen Anwalt wenden werden. Dies müssten Sie dann auch tun, wenn die Frist erfolglos abläuft. Anders werden Sie Ihren Anspruch sonst nicht mehr durchsetzen können.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit meiner Antwort eine erste rechtliche Orientierung geben und wünsche Ihnen viel Erfolg in der Angelegenheit.

Mit freundlichen Grüßen

Elmar Dolscius
Rechtsanwalt
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