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Umbau Gaststätte mit Wohnhaus im Aussenbereich zu Wohnungen


24.06.2007 02:42 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle



Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen Aufgabe des gastronomischen Betriebes im Aussenbereich (NRW) möchten wir das gesamte Gebäude einschliesslich Wohnung und Fremdenzimmer zu Mietwohnungen umbauen.

Soweit ich weiss dürfen wir neben unserer Familie noch 3 zusätzliche Wohneinheiten einrichten. 2 zusätzliche Einheiten bestehen bereits. Nehmen wir also an, durch den Umbau käme eine weitere Wohneinheit dazu.

Wäre ein Bauantrag für den Umbau der Gaststätte und der alten Wohnräume/Fremdenzimmer zu einer neuen Wohneinheit durchzubekommen (z. B aufgrund von Bestandsschutz)?

Wenn ja, wie könnte man vorgehen, wenn man unter Berücksichtigung des Bestandsschutzes oder anderer Rechte einen Antrag für 4 Wohnungen aus dem Umbau stellen möchte? Ein landwirtschaftlicher Betrieb in der Umgebung konnte beispielsweise auch eine Scheune zu 8 Wohnungen umbauen.

Ich würde mich sehr über Ihren Rat freuen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


das Bauen im Außenbereich richtet sich nach §35 BauGB.


Es dürfen bis zu 3 neue "angemessen" Wohneinheiten geschaffen werden. In der Regel gelten dabei pro Einheit ca 100-130qm als angemessen.

Hier könnten Sie nun ansetzen, wenn durch die Schaffung der vierten Einheit nicht die Gesamtgröße überschritten wird.

Möglich wäre es ggfs. auch, bei einer Wohneinheit seine sogenannte Einliegerwohnung zu schaffen, so dass diese (dann größere) Wohnung trotzdem nur als eine Wohnung zählt. Auch diese Möglichkeit wird von den Behörden teilweise hingenommen.


Argumentieren sollten Sie dabei mit der zweckmäßigen Verwendung erhaltenswerter Bausubstanz, so dass die Genehmigung dann tatsächlich zu erhalten ist. Gerade dieses ist nach dem Runderlass zum Bauen im Außengereich des Ministeriums für Bauen und Verkehr Nr. 36 vom 19.12.10.2006 der Ansatzpunkt.

Hier sollte im Vorfeld dann das Gespräch mit der Behörde geführt werden, wobei ich davon ausgehe, dass der betreuende Architekt die entsprecehnden Kontakte hat, sich also auch auf den Gesprächspartner einstellen kann.

Denn die Genehmigungen sind allesammt Einzelfallentscheidungen und unterliegen dem Ermessensspielraum, so dass dann vernünftige Gespräche eher zum Ziel führen, als der Hinweis auf eine Gesetzeslage.

Auf Rechte anderer können Sie sich dabei aber nicht berufen, da diese Möglichkeite im Baurecht und gerade bei Bauen im Außenbereich keine Möglichkeit darstellt. Dieses könnte also mit angesprochen werden, ohne dass Sie aber daraus Rechte ableiten können.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


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