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Um mein Erbe betrogen?

19.06.2014 09:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sebastian Scharrer, LL.M., Dipl.-Jur.


Meine ADOPTIV-Mutter (Witwe) wurde 1970 von der Strassenbahn überfahren und starb. Ich - Einzelkind-war 15 Jahre alt und noch nicht volljährig, daher erhielt mein Onkel (Bruder meiner Mutter) im Jahr 1970 als mein Vormund das Erbe meiner Mutter, ungefähr 5000 DM. Und ausserdem erhielt mein Onkel - wegen den tödlichen Unfall seiner Schwester (meiner Mutter) 40.000 DM von einer Unfallversicherung.
Mein Onkel und seine Ehefrau (meine Tante) -kinderlos-. erklärten mir, dass sie ein gemeinschaftliches Testament hinterlegt hätten bei einem Gericht ausserhalb Ihrer Stadt in der sie wohnten, in einem Dorf neben der Stadt. In dem Testament sei bestimmt worden, so sagte mir mein kriegsversehrter kränklicher Onkel (Bruder meiner verstorbenen Mutter); dass ich falls er vor seiner Frau- meiner Tante- sterben würde, ich zunächst kein Geld erhalten würde, also nicht das rechtmässige Viertel ausgezahlt bekäme,als einziger Neffe, die Tante bekäme zunächst ALLES Geld und später, wenn die Tante "ihr Leben gelebt hat", welche 30 jahre älter als ich ist, vor mir sterben sollte, dann bekäme ich das Geld welches übrig geblieben ist.
Mein Onkel hat das Testament 1982 bei einem Gericht ausserhalb des Wohnortes hinterlegt und verstarb 1987 !!
Mein Onkel wollte nicht, dass das Geld, falls er und seine Frau verstorben sind, nicht an den Bruder seiner Ehefrau geht, weil ja das meiste Geld von meiner verstorbenen Mutter stammt und ich solle daher später das Geld nach dem Tode meiner Tante erhalten.
Meine Tante ist inzwischen 88 Jahre alt geworden und seit 15 Jahren versuchen ihr Bruder aus Rostock und dessen Frau, dass mir zustehende Erbe zu erschleichen indem sie ständig auf meine Tante einwirkten, dass sie das Testament ändern möge und den Bruder als Erbe einzusetzen. Letztes Jahr als meine Tante 87 wurde, da wurde sie schwach und gab dem Drängen Ihres Bruders nach, ein neues Testament beim Nachlassgericht der Stadt zu hinterlegen um ihn und seine Frau als Erben einzusetzen. Der Bruder meiner Tante hatte mit 68 Jahren Krebs bekommen und dies meiner Tante verheimlicht, er drängte besonders stark dass Sie ein neues Testament bei Gericht hinterlegen solle.
Über mich redete er ständig schlecht bei meiner Tante, dass ich angeblich das Geld auf den Kopf hauen würde und es nicht verdiene zu erben.
Meine Tante ging zum Amtsgericht und hinterlegte ein neues Testament, worin sie Ihren Bruder als alleinigen Erbe eingesetzt hat undfalls der vor ihr sterben würde, dann soll des Bruders Frau erben und falls diese sterben würde, soll deren einziger Sohn erben.
Als die Notarin beim Amtsgericht meine zu der Zeit 87jährige Tante fragte, ob ihr verstorbener Ehemann ein Testament hinterlassen habe, da log meine Tante und sagte:
"Weiß nichts davon". Obwohl sie selber im Jahr 1982 ihre Unterschrift ja unter das gemeinschaftliche (Berliner Testament) gesetzt hatte.
Meine Tante war eigentlich nie dafür, dass mein Onkel (Bruder meiner verstorbenen Mutter) mir das Geld vererben wollte, dass wusste mein Onkel, er wusste aber auch dass das meiste Geld von meiner verstorbenen Mutter stammt und nicht in die Hände des Bruders seiner Ehefrau gelangen solle; deswegen bestand er auf dieses gemeinschaftliche Testament.
Meine Tante hat mich nie als Neffen akzeptiert, sie meinte immer, ich sei als Adoptivkind kein richtiger Neffe und sie verstünde garnicht warum ihre Schwägerin und dessen früh verstorbener Mann "so dumm" gewesen seien mich adoptiert haben als damals 1 jähriges Kind.
Meine Tante sagte öfter, Sie hätte Ihren verstorbenen Mann (mein Onkel) nie geliebt, ihn nur geheiratet um finanziell abgesichert zu sein, er war Postbeamter.
Meine Tante hat leider einen sehr schlechten Charakter, sie erwähnte das Sie Adolf Hitler geliebt hätte als junge Frau und sein Buch "Mein Kampf" gelesen hätte. Also mehr brauche ich dazu nicht zu sagen.
Meine Tante berichtete mir bei meinem letzten Besuch, dass sie kürzlich ein Testament beim Amtsgericht hinterlegt habe. Inzwischen ist Ihr Bruder an Krebs verstorben, drei Monate nachdem meine Tante das Testament wunschgemäss ihres Bruders hinterlegt hat.
Als ich meiner Tante sagte, dass sie doch zusammen mit meinem Onkel 1982 ein gemeinschalftliches Tetsament hinterlegt hätte, meinte meine Tante zu mir: "Das hast Du wohl geträumt, ich war mit meinem Mann nie bei einem Notar oder Gericht und habe nie ein Testament zusammen mit meinem Mann hinterlegt. Wenn mein Mann das gesagt hat, hat er dich angelogen."

Das ist natürlich übel, weil ich 1987 , vor 27 Jahren eigentlich ein Anrecht auf ein Viertel des Geldes habe,welches meine Tante von ihrem Mann erbte und ich aber meinen Anspruch darauf absichtlich nicht geltend gemacht hatte, weil mein Onkel mir in Gegenwart meiner Tante damals erklärte, dass ich nach seinem Tod zunächst nichts erhalten würde, die Tante Alles bekäme und ich dafür später nach dem Tode meiner Tante, das Geld was dann übrigbleiben würde erhalten solle.
Darauf hatte ich mich eingestellt.

Meine Fragen an Sie Herr Rechtsanwalt:

1. Jetzt ist eine andere Situation, mir wurde von meiner Tante gesagt, dass ich belogen worden sei, falls mein Onkel mir gesagt hätte, es sei ein Testament vorhanden.
Ich meine das die Tante lügt, kann aber nicht nachprüfen, ob ein gemeinschaftliches Testament existiert solange meine Tante lebt ...oder gibts da eine Möglichkeit zu Lebzeiten meiner Tante zu prüfen ob die damals mit dem Onkel ein gemeinschalftliches Testament irgendwo hinterlegt haben?

2. Hat meine Tante Erbbetrug begangen, indem Sie gegenüber der Notarin leugnete dass es ein anderes Testament gibt ? (Dieses Testment scheint man beim Amtsgericht der Stadt wo die Tante wohnt nicht gefunden zu haben, weil es in einer Kleinstadt neben der Hauptstadt bei einem Nachlassgericht liegen soll, so hatte es mir damals mein Onkel und auch meine inzwischen verstorbene Grossmutter mitgeteilt.

3. Ist das neuverfasste Testament meiner Tante ungültig, wenn ein gemeinschaftliches Testament auftaucht nach dem Tode meiner Tante ? Sie dürfte doch gebunden sein ans gemeinschaftliche Testament, weil sie das Erbe meine Onkel angenommen hatte im Jahr 1987, nur wenn sie es nicht angenommen hätte, kann sie anderes später verfügen, so meine ich es irgendwo gelesen zu haben...ist dem so?

4. Mein Onkel ist 27 Jahre tot, ich möchte wissen, ob ich innerhalb von 30 Jahren nach seinem Tod als sein einziger Neffe ein VIERTEL des seinerzeit an meine Tante vererbten Geldes einklagen kann, von meiner Tante ?
Weil eine andere Situation entstanden ist und entweder die Tante sich nicht ans gemeinschalftliche (Berliner) -Testament hält, indem sie ein neues Tetsament jetzt hinterlegt hat bei Gericht, oder mein Onkel mich damals angelogen hat um seiner Ehefrau nach seinem Tod gänzlich ALLES Geld zukommen zu lassen ohne das ich ein VIERTEL erhalte und er deswegen gelogen haben könnte.
Ich persönlich glaube aber nicht das er mich damals angelogen hat, weil auch seine Mutter noch auf dem Sterbebett zu mir meinte: "Ich kann in Ruhe sterben, weil ich weiß, dass dafür gesorgt ist, dass du das Geld später erben wirst (u.a. auch ihre Ersparnisse die an die Tante gegangen sind nach dem Tod meiner Grossmutter)

Ich fühle mich betrogen ...nicht nur um das gesamte Erbe, falls die 88jährige Tante einmal vor mir sterben sollte, sondern auch weil die Tante mir erzählt hat, dass mein Onkel angeblich gelogen hätte. Mir stand damals ein VIERTEL des Geldes zu als mein Onkel starb und ich habe es nur deswegen nicht gefordert, weil mir erzählt wurde, es existiere ein gemeinschaftl. Testament indem stünde, dass ich nach dem Tod meines Onkel zunächst ersteinmal NICHTS bekommen soll, weil ich dafür später nach dem Tode meiner Tante das "was übrig bleibt" erben soll.

6. Kann ich nachprüfen lassen bei Gericht, ob ein gemeinschalft.Testament meines Onkel und meiner Tante damals hinterlegt wurde in der mir genannten Kleinstadt, also nicht jetziger Wohnort meiner Tante ?

Ich muss wissen, ob ich innerhalb von 30 Jahren bevor es verjährt, dann ein VIERTEL dessen was meine Tante 1987 von meinem Onkel erbte, nun fordern kann, bei dieser neu entstandenen Situation ?

Vielen Dank für eine hilfreiche Antwort !






-- Einsatz geändert am 19.06.2014 09:16:18

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1. Jetzt ist eine andere Situation, mir wurde von meiner Tante gesagt, dass ich belogen worden sei, falls mein Onkel mir gesagt hätte, es sei ein Testament vorhanden.
Ich meine das die Tante lügt, kann aber nicht nachprüfen, ob ein gemeinschaftliches Testament existiert solange meine Tante lebt ...oder gibts da eine Möglichkeit zu Lebzeiten meiner Tante zu prüfen ob die damals mit dem Onkel ein gemeinschalftliches Testament irgendwo hinterlegt haben? Da Ihr Onkel bereits verstorben ist, muss sich das Testament beim zuständigen Nachlassgericht befinden. Das Nachlassgericht versendet grundsätzlich das Testament an alle erwähnte Personen. Daher könnte sich eine Abschrift des Testaments in Ihren Unterlagen befinden. Ggf. sollten Sie beim Nachlassgericht nachfragen.

2. Hat meine Tante Erbbetrug begangen, indem Sie gegenüber der Notarin leugnete dass es ein anderes Testament gibt ? (Dieses Testment scheint man beim Amtsgericht der Stadt wo die Tante wohnt nicht gefunden zu haben, weil es in einer Kleinstadt neben der Hauptstadt bei einem Nachlassgericht liegen soll, so hatte es mir damals mein Onkel und auch meine inzwischen verstorbene Grossmutter mitgeteilt. Ein Erbbetrug ist nicht möglich. Allerdings ist das neue Testament dann unwirksam, wenn Ihre Tante aufgrund des alten Testaments nicht mehr über Ihren Nachlass frei entscheiden konnte. Sie sollten daher versuchen, an das eröffnete gemeinschaftliche Testament zu gelangen.

3. Ist das neuverfasste Testament meiner Tante ungültig, wenn ein gemeinschaftliches Testament auftaucht nach dem Tode meiner Tante ? Sie dürfte doch gebunden sein ans gemeinschaftliche Testament, weil sie das Erbe meine Onkel angenommen hatte im Jahr 1987, nur wenn sie es nicht angenommen hätte, kann sie anderes später verfügen, so meine ich es irgendwo gelesen zu haben...ist dem so? Gemäß § 2271 Abs. 2 BGB kann nach dem Tod eines Ehepartners das Testament nicht geändert werden, wenn wechselseitige Verfügungen gegeben sind. Dies ist eine Frage des gemeinschaftlichen Testaments. Daher müssen Sie versuchen, dieses zu erhalten.


4. Mein Onkel ist 27 Jahre tot, ich möchte wissen, ob ich innerhalb von 30 Jahren nach seinem Tod als sein einziger Neffe ein VIERTEL des seinerzeit an meine Tante vererbten Geldes einklagen kann, von meiner Tante ? Der Pflichtteilsanspruch ist verjährt. Sollte Ihre Tante daher die Einrede der Verjährung erheben, werden Sie den Rechtsstreit verlieren.

6. Kann ich nachprüfen lassen bei Gericht, ob ein gemeinschalft.Testament meines Onkel und meiner Tante damals hinterlegt wurde in der mir genannten Kleinstadt, also nicht jetziger Wohnort meiner Tante ? Da Sie Pflichtteilsberechtigter sind und im gemeinschaftlichen Testament erwähnt wurden, können Sie beim zuständigen Nachlassgericht um Einsicht bitten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 19.06.2014 | 17:25

A) Ist es rechtlich nicht so, dass ich in ein gemeinschaftl. Testament erst dann Einblick erhalte, wenn BEIDE Ehepartner verstorben sind und nicht vorher ?

B) Da mir mein Onkel damals sagte: "Wenn ich sterbe bekommst Du zuerst nichts, sondern meine Frau (die Tante) ALLES und später nach dem Tod meiner Frau, erhälst Du das Geld was übrig bleibt"

Wenn nun aber eine Klausel im gemeinschaftl. Testament bestand, dass die Ehefrau (Tante) nach dem Tode ihres Mannes das Testament ändern darf, was die Tante ja jetzt getan hat, egal ob rechtens oder nicht,
ist denn dadurch nicht ein neuer Umstand entstanden, der die Verjährungsfrist auf Pflichtteilanspruch wieder aufhebt, ich bin ja dann benachteiligt, weil ich mein Pflichtteil nicht beanspruchen durfte damals, nach dem Tod meines Onkels, weil ja verfügt wurde dass ich zunächst nichts erhalten sollte und ich garnicht mein Pflichtteil (VIERTEL) deswegen beansprucht hatte, im Jahr 1987.
Wenn ich zum Beispeil gestern erst erfahren hätte, dass mein Onkel vor 27 Jahren verstorben ist, dann wäre die Rechtslage (Verjährung) doch so, dass ich bis 30 Jahre nach seinem Tod Ansprüche erheben kann und da ein neuer Umstand eingetreten ist, weil die Tante kürzlich ein neues Testament hinterlegt hat, habe ich somit erst jetzt erfahren, dass ich nichts erhalte und somit bin ich benachteiligt. Ich konnte doch nicht das Pflichtteil fordern damals, weil es anders verfügt wurde im gemeinschaftl.Testament (nach Aussage meines verstorbenen Onkels damals) ...ich zunächst nichts, später erst nach dem Tod der Ehefrau (Tante) übriggebliebenes erben soll)
Der Knackpunkt ist also dieser neue Umstand, der dem ähnelt, als wenn ich jetzt erst vom Tod meines Onkels erfahren habe nach 27 Jahren und dann ja auch 30 Jahre Zeit hätte meinen Pflichtteil zu beanspruchen. Es existiert ein neues Testament, falls die Tante nach einer Klausel im damaligen erstellten gemeinschaftl. Testament berechtigt wäre eine Änderung im Nahhinein vorzunehmen, dann bin ich doch benachteiligt, weil ich vorher überhaupt kein Pflichtteil hätte beanspruchen dürfen (war ja nicht vorgesehen im gemeinschaftl. Testament)
Es besteht eine 30jährige Verjährung auf den Pflichtteilanspruch, wenn ich erst heute erfahren hätte das mein Onkel vor 27 Jahren verstorben ist...das habe ich zwar nicht heute erfahren sondern damals, aber ich habe jetzt erst erfahren von einer Änderung des Testaments einseitig von meiner Tante und wenn die berechtigt war zu einer Änderung (wegen vielleicht vorhandener Klausel) dann ist das doch ein neuer Umstand der eingetreten ist und mich benachteiligt um mein Pflichtteil, welches ich ja vorher nie rechtlich beanspruchen durfte, weil im gemeinschaftl. testament stehen soll, laut verstorbenen Onkel zu mir:"Wenn ich sterbe, erhälst du zunächst nichts auch kein Pflichtteil, sondern die Tante ALLES und du später nach dem Tod der Tante den Rest der übrigbleibt"

Deshalb die FRAGE: Wird also durch diesen neuen Umstand, dass die Tante vielleicht sogar rechtens ein neues Testament hinterlegt hat, mein Pflichtteilsanspruch nicht neu aktiviert nach 27 Jahren und ich noch drei Jahre Zeit habe bis 30 Jahre Verjährung abgelaufen sind nach dem Tod des Onkels, denn vorher durfte ich doch garnicht ein Pflichtteil einfordern, weil nicht so vorgesehen war ?

Und meines Wissens darf ich doch nicht in ein gemeinschaftliches Testament Einblick erhalten, solange noch ein Ehepartner lebt oder kann ich da trotzdem Einblick erhalten ?

Danke für die Antworten.



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.06.2014 | 18:32

A) Ist es rechtlich nicht so, dass ich in ein gemeinschaftl. Testament erst dann Einblick erhalte, wenn BEIDE Ehepartner verstorben sind und nicht vorher? Nein. Die Eröffnung des Testaments erfolgt bereits beim ersten Sterbefall, soweit hierin es um Regelung für diesen Sterbefall getroffen wurden. Bei einen typischen Berliner Testament ist daher das gesamte Testament zu eröffnen.

B.) Der Pflichtteilsanspruch ist unabhängig davon, ob eine Regelung hierzu getroffen wurde oder nicht. Da Sie kein Abkömmling von Ihrem Onkel sind, § 2303 BGB, sind Sie auch nicht pflichtteilsberechtigt. Nur hinsichtlich Ihrer Großmutter wären Sie pflichtteilsberechtigt gewesen. Daher spielt eine mögliche Verjährung hier keine Rolle.

Da Sie das gemeinschaftliche Testament nicht kennen, empfehle ich Ihnen dringend, sich beim Nachlassgericht zu informieren und das Testament in Abschrift zu fordern.

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