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Uhrenverkauf


| 05.09.2007 15:20 |
Preis: ***,00 € |

Kaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Mauritz



Guten Tag,
da mein Anwalt heute und morgen geschlossen hat bräuchte ich dringend eine kurze Rechtsauskunft. Ich habe vor 5 Monaten eine Erbschaft angetreten in der sich nachweislich aus dem Nachlass auch 2 Luxusuhren befanden. Eine Cartier und eine Omega Speemaster beide mit Rechnung und Papieren. Die Uhr habe ich über Findling vor 4 Tagen veräußert und heute wurde ich von dem Käufer informiert daß sich in der Omega nicht das sollmäßige Werk befinden würde sondern ein Japanisches Uhrwerk. Er drängt auf Wandlung dieses Geschäftes und droht mit klage und Meldung direkt bei Omega wenn ich ihm die gezahlte Summe für die Speedmaster nicht zurück erstatte. Deshalb meine dringende Bitte bin ich verpflichtet die Uhr wieder zurück zu nehmen und den Kaufpreis zu erstatten. Da ich selbst in treuem glauben gehandelt habe, und von der Echtheit der Uhr ausgegangen bin.

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich anhand der vorliegenden Informationen wie folgt beantworten:

Wichtig zu wissen wäre zunächst, ob Sie im Rahmen des Verkaufs die Gewährleistung ausgeschlossen bzw. keine Garantie übernommen haben, was bei einem Verkauf unter Privatleuten grds. möglich ist. Sollte dies der Fall sein, könnte der Käufer seine Gewährleistungsrechte (hierzu gehört auch das Recht, den Kauf rückgängig zu machen) nur dann ausüben, wenn Sie den (behaupteten) Mangel arglistig verschwiegen hätten. Hierfür wäre der Käufer beweispflichtig. Ein solcher Beweis dürfte jedoch nicht erfolgreich zu führen sein, da Sie insbesondere über die Originalrechnung/-Papiere verfügen und daher wohl auf die Echtheit vertrauen durften. Eine Verpflichtung zur Rücknahme der Uhr bzw. Erstattung des Kaufpreises wäre daher zu verneinen.

Haben Sie die Gewährleistungsrechte nicht ausgeschlossen, kann der Käufer diese grds. in vollem Umfang ausüben (sofern der behauptete Mangel denn tatsächlich vorliegt). Er ist dann allerdings, bevor er die Rückgängigmachung des Kaufvertrages verlangen kann, darauf angewiesen, Ihnen eine Frist zu setzen und Ihnen innerhalb dieser die Gelegenheit zu geben, den Mangel zu beseitigen (eine andere Frage ist dann, ob Ihnen eine Nachbesserung überhaupt unzumutbar ist, bspw. weil eine Reparatur der Uhr bzw. das Einsetzen des sollmäßigen Laufwerks nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten möglich ist).
Insofern wäre Ihnen zu raten, dem Käufer zunächst eine Nachbesserung anzubieten und sich die Uhr zurücksenden zu lassen. Auf diesem Weg können Sie überprüfen lassen, ob der behauptete Mangel wirklich besteht.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen hilfreichen ersten Überblick verschaffen. Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 06.09.2007 | 11:37

Hallo Herr Mauritz,
gestern ging noch eine andere Meinung eines Kollegen bei mir ein die wie folgt lautet :
Aber allgemein gesprochen, wenn eine Uhr Verkauft wird ohne Hinweis darauf,dass nicht das Originalwerk vorhanden ist, und es stellt sich heraus, dass hier tatsächlich ein anderes/ minderwertiges Werk enthalten ist, hat der
Käufer sicher das Recht, den Kauf rückabzuwickeln.

Mit freundlichen Grüßen

Sören Siebert
Rechtsanwalt

meine antwort darauf :
Wie soll ich jemanden darauf hinweisen daß ein anderes Uhrwerk sich in dem Objekt befindet wenn ich es selbst nicht weiß. Die Uhr war aus einer Erbschaft von meinem 75jährigen Onkel und die Uhren befanden sich in Original Boxen und zu jeder Uhr war eine Rechnung vorhanden. Es ist mit Sicherheit nicht meine Pflicht die Uhren auf Mängel zu einem Konzessionär zu bringen. Da ich alle nötigen Unterlagen zu dem Modell besaß. Und erst bei Gehäuseöffnung kam die Erkentniss daß sich nicht das standard Werk darin befand.

Mein Text in der Anzeige lautete :

verkaufe aus Nachlass eine Omega Speedmaster incl. Box und Papiere. Die Uhr ist von 2004 und hat kaum Tragespuren.

Für Ihre Hilfe bedanke ich mich schon im voraus.

Mit freundlichen Grüßen


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.09.2007 | 13:27

Sehr geehrter Fragesteller,

der Käufer hätte "sicher" dann das Recht, den Kauf rückabzuwickeln, wenn die verkaufte Uhr aufgrund ihres minderwertigen Laufwerks eine völlig andere Sache darstellte, als die Uhr, die eigentlich verkauft werden sollte (Bsp.: man will einen BMW verkaufen und verkauft tatsächlich einen Golf. Beides sind unstreitig PKW, dennoch hätte der Verkäufer hier seine Pflichten unzweifelhaft nicht erfüllt). Ob dies hier tatsächlich so ist, entzieht sich nach derzeitigem Informartionsstand meiner Kenntnis, da ich nicht beurteilen kann, inwieweit das vorhandene Laufwerk von dem Soll-Laufwerk wirklich abweicht.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Mauritz
Rechtsanwalt

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