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Üble Nachrede per Email: Absenderermittlung möglich per Strafanzeige?

11.01.2014 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Es wurde eine Email unter meinem Namen abgeschickt, die, so vermute ich, den Tatbestand der Verleumdung oder üblen Nachrede erfüllt. In dieser Email äußere angeblich "ich" mich extrem beleidigend über Dritte, und unterstelle weiterhin einer Person eine Straftat. Wenn die Empfänger glauben, dass die Email von mir ist, sinke ich extrem in ihrem Ansehen.
Mir geht es darum, den wahren Absender der Email zu ermitteln. Der Provider ist erkennbar, die Daten des Absenderanschlusses aber nicht.
(1) Würde eine Strafanzeige bewirken, dass der Absender ermittelt werden müsste, oder würden die Ermittlungen eingestellt werden?
(2) Wie lange bewahrt der Provider (Alice/Hansenet/Telefonica) überhaupt die Zuordnung von IP und Anschluss auf?
(3) Soll ich die Anzeige - wenn es nach (1) und (2) erfolgversprechend erscheint - gegen Unbekannt stellen, oder gegen eine Person, die ich konkret verdächtige?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


(1) Würde eine Strafanzeige bewirken, dass der Absender ermittelt werden müsste, oder würden die Ermittlungen eingestellt werden?

Die Ermittlungstätigkeit obliegt der Staatsanwaltschaft, die die Ermittlungen über die Polizei ausführt. Grundsätzlich wird hierbei ermittelt, bis eine Einstellung erfolgt. Eine Einstellung erfolgt dann, wenn keine Straftat gegeben ist, der Täter nicht ermittelt werden kann oder ein öffentliches Strafverfolgungsinsteresse nicht besteht. Da bis zur Einstellungen Ermittlungen angestellt werden, bietet es sich hier tatsächlich an, eine Strafanzeige zu stellen.

(2) Wie lange bewahrt der Provider (Alice/Hansenet/Telefonica) überhaupt die Zuordnung von IP und Anschluss auf?
Die IP-Adressen dürfen nur solange aufbewahrt werden, wie dies für die Provider notwendig ist. Die Notwendigkeit der Speicherung kann sich zweck Abrechnungen, aber auch aus technischen Vorgängen ergeben. Hierbei erfolgt eine Speicherung i.d.R. nur sieben Tage. (vgl. § 97 TKG ). Eine Vorratsdatenspeicherung ist im übrigen gesetzlich nicht vorgesehen.

(3) Soll ich die Anzeige - wenn es nach (1) und (2) erfolgversprechend erscheint - gegen Unbekannt stellen, oder gegen eine Person, die ich konkret verdächtige?

Solange Sie nicht zu 100 % wissen, wer diese Tat begangen hat, sollten Sie die Anzeige gegen Unbekannt stellen. Bei der Anzeige können Sie selbstverständlich Ihren Verdacht äußern. Eine wahrheitsgemäße Aussage ist hierbei selbstverständlich.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Diplom - Jurist, LL.M. Sebastian Scharrer, Rechtsanwalt

Rückfrage vom Fragesteller 11.01.2014 | 12:34

Die Tat ist zwei Wochen her, die 7-Tage-Speicherfrist also abgelaufen. Macht eine Anzeige unter diesen Umständen überhaupt Sinn?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 11.01.2014 | 12:39

Ja, Sie sollten sich allerdings beeilen. Sind die Daten für die Abrechnung notwendig, können diese bis zur Rechnungsstellung gespeichert werden. Daher könnten die Daten noch gespeichert sein.


Ich hoffe, meine Antwort hat Ihnen weitergeholfen. Diese Beantwortung Ihrer Frage kann nicht eine individuelle Beratung ersetzten. Selbstverständlich können Sie sich für weitere Fragen, Beratungen und Vertretungen unter Anrechnung der Gebühr für diese Frage deutschlandweit an mich wenden.

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