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Üble Nachrede durch einen Artikel im Internet


| 08.03.2006 14:24 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Ich fühle mich von einem Artikel, der online verfügbar ist, geschädigt. Der Artikel verunglimpft einen als Buch veröffentlichten Text von mir in unsachlicher und ungerechtfertiger Weise (z.B. durch Behauptungen und aus dem Kontext gerissenes Zitieren). Ich habe zweimal in größeren Abständen den Verfasser des Artikels aufgefordert, den Artikel von der Website zu entfernen oder zu verändern. Das hat nicht zum Ziel geführt. Welche rechtlichen Mittel habe ich nun, um mich zu wehren? Wie sind die Chancen? Würden Sie anraten zu handeln?

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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrte Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Grundlage Ihrer Angaben möchte ich Ihr Anliegen wie folgt beantworten:

1.

Ich muß zunächst anmerken, daß eine sichere, insbesondere strafrechtliche Beurteilung Ihres Anliegens auf Grundlage Ihres recht knappen Sachverhaltsberichts kaum möglich ist.
Deswegen kann ich Ihnen nur anraten, im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion hier ergänzende Informationen mitzuteilen.

2.

In der Sache selbst ist strafrechtlich bei der –siehe Ziffer 1- nur bedingt möglichen Einschätzung zunächst davon auszugehen, daß die von Ihnen mitgeteilten „Behauptungen“ und „das aus dem Kontext gerissenes Zitieren“ Ihrer Veröffentlichung nur in sehr engem Umfang die Voraussetzungen des von Ihnen zur Prüfung gestellten § 186 StGB, also der üblen Nachrede, aber auch des Beleidigungstatbestandes von § 185 StGB, erfüllt.

a) Voraussetzung für letzteren ist auf jeden Fall der rechtswidrige Angriff auf Ihre Ehre durch vorsätzliche Kundgabe der Mißachtung oder Nichtachtung Ihrer Person (ständ. Rechtspr. seit BGHSt 9, 17). Inhalt der zur Rede stehenden Äußerung muß als Mißachtung oder Nichtachtung Ihrer Person unter Berücksichtigung der gesamten Begleitumstände (OLG Köln NStZ 81, 183) gewesen sein, wobei nicht Ihre Einschätzung, sondern die des sog. „verständigen Dritten“ (BGHSt 19, 237) entscheidend ist.

b) Hinsichtlich der üblen Nachrede, also § 186 StGB, käme es insbesondere darauf an, ob die in Rede stehenden Tatsachen Sie verächtlich machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet sind.

c) Dies vorangestellt, habe ich hinsichtlich der ersten von Ihnen beschriebenen Tathandlung, des „aus dem Kontext gerissenen Zitierens“ –zumindestens mit Ihrem knappen Bericht- deutliche Zweifel hinsichtlich einer Strafbarkeit nach §§ 185 f. StGB. Was die nicht näher bezeichneten „Behauptungen“ betrifft, kann ich nur meine Anregung wiederholen, im Rahmen der Nachfragefunktion ergänzende Mitteilungen zu machen – falls Sie dies teilweise nicht öffentlich tun wollen, selbstverständlich auch durch direktes Mail an mich, ich antworte dann wieder über dieses Forum. Wichtig wäre auf jeden Fall, den in Bezug genommenen Link einsehen zu können

3.

Rechtliche Mittel, Ihre Intereressen zu verteidigen, haben Sie übrigens –falls es Ihnen nicht bekannt sein sollte- auch außerhalb der von Ihnen in der Überschrift strafrechtlichen aufgeworfenen Problematik. Hilfreicher als strafrechtliche Bemühungen könnte das von Ihnen bereits kurz angedeutete Entfernen des Artikels von der Website sein. Ein halbwegs sicheres Urteil hinsichtlich der Erfolgschancen ist hier aber –nochmals- aber ohne detaillierte Kenntnisse nicht möglich.


Ich hoffe zunächst, Ihnen mit dieser Antwort erst einmal weitergeholfen zu haben. Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion von „Frag einen Anwalt“ wie gesagt gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Thomas Schimpf
- Rechtsanwalt -


E-Mail: ra.schimpf@gmx.de
www.anwalt.de/rechtsanwalt_schimpf
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