Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Üble Nachrede durch den Nachbarn

15.09.2010 14:17 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


ich habe mit dem mann von meiner bekannten im internet geschrieben! ich habe aber gemerkt das meine bekannte über seinen account mit mir geschrieben hat,dies habe ich an der schreibweiße gemerkt!also habe ich so geschrieben als hätte ich sexellen kontakt mit ihrem mann gehabt,um sie zu ärgern mehr oder weniger da ich ja wusste das sie mit seinem account schreibt!es stimmt aber gar nicht das ich sexuellen kontakt mit ihm hatte!habe ich ja nur so geschrieben um sie zu ärgern!jetzt erzählt sie das überall rum,obwohl ich ihr im nachhinein gesagt habe das es nicht so war und ihr mann sagt auch nein!sie hängt fallsche passagen an die texte die ich geschrieben habe um es so aussehen zu lassen ,also hätte ich mit an ihrem mann ran gemacht.und zeigt diese überall herrum! ihr mann hat mir gedroht das er mich umbringt,obwohl ich alles zurückgenommen habe,und sie droht mir auch das sie zu mir kommt!was kann ich tun???

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

unter Zugrundelegung Ihrer Sachverhaltsangaben möchte ich Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Gemäß § 186 StGB macht sich wegen Übler Nachrede strafbar, wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wenn nicht die Tatsache erweislich wahr ist.

Das Verhalten Ihrer Bekannten könnte Ihrer Sachverhaltsschilderung nach diesen strafrechtlichen Tatbestand grundsätzlich erfüllen. Es stünde Ihnen demnach frei, eine entsprechende Strafanzeige/einen entsprechenden Strafantrag bei der zuständigen Polizeidienststelle oder Staatsanwaltschaft zu stellen. Diese würde dann die weitere Ermittlung des Sachverhalts übernehmen.

Es ist jedoch darauf hinzuweisen, dass die Delikte der §§ 185 ff. StGB unter die Vorschrift des § 374 Abs. 1 Nr. 2 StPO fallen. D.h. Sie werden aller Wahrscheinlichkeit nach durch die zuständige Staatsanwaltschaft auf den Privatklageweg verwiesen. Das Strafverfahren müsste in diesem Fall von Ihnen persönlich betrieben werden und Sie müssten entsprechend für die anfallenden Kosten aufkommen.

Weiter stünde Ihnen die Möglichkeit zur Verfügung, Ihre Bekannte im Wege der einweiligen Verfügung auf dem Zivilrechtsweg dazu zu verpflichten, die von Ihnen genannten ehrenrührigen Tatsachenbehauptungen zukünftig zu unterlassen. Ich empfehle Ihnen hierzu, sich an einen Kollegen vor Ort zu wenden und mit diesem die Angelegenheit ausführlich zu besprechen.

Zunächst sollten Sie jedoch nochmals versuchen, Ihre Bekannte (möglichst schriftlich) dazu aufzufordern, die von ihr aufgestellten Behauptungen zukünftig zu unterlassen. Die oben geschilderten Folgen könnten Sie hierbei bereits androhen.

---

Abschließend möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick gegeben zu haben und stehe Ihnen gerne weiterführend, insbesondere im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion, zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

Nachfrage vom Fragesteller 15.09.2010 | 16:34

hätte ich den überhaupt chancen mit der klage durchzukommen?da ich ja keine beweise habe das, das was meine bekannte behaupt nicht wahr ist?sie hingegen hat die mitsschnitte von dem text,an den sie falsche passagen anhängt!also für mich wär es eigentlich unmöglich das gegenteil zu beweisen!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 15.09.2010 | 17:08

Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Das Tatbestandsmerkmal der Unwahrheit in § 186 StGB enthält keine formelle Beweislastregel. Die materielle Wahrheit ist von dem Strafgericht von Amts wegen zu erforschen. Der Beweis der Unwahrheit ist nicht erforderlich, da ein Zweifels-Grundsatz insoweit nicht gilt; verbleibende Zweifel gehen zu Lasten des Täters. Der Wahrheitsbeweis gilt erst dann als geführt, wenn der Tatsachenkern der Äußerung erwiesen ist.

Es ist mihtin nicht an Ihnen, das Gegenteil, also die Unwahrheit zu beweisen. Vielmehr muss vor Gericht die Wahrheit nachgewiesen werden, um eine Strafbarkeit entfallen zu lassen.

Mit freundlichen Grüßen

Kristin Pietrzyk
Rechtsanwältin

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70649 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Wunderbar ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr ausführliche und klare Antwort und das noch fast vor Mitternacht ! Vielen Dank ! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
herzlichen Dank ...
FRAGESTELLER