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Üble Nachrede


| 21.08.2006 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas M. Boukai



Sehr geehrte Damen und Herren!

Der Pächter der Tischlerei meiner Eltern befindet sich mitten in einem "Trennungskrieg" mit seiner Ehefrau. Die Ehefrau schickte im Juli zwei uns unbekannte Personen auf unser eingefriedetes Grundstück (auf dem sich auch die Tischlerei befindet, in der der Pächter z.Zt. übernachtet). Als die beiden Personen das durch ein Hof- und Gartentor verschlossene Grundstück mittels einem Schlüssel für den Schlüsselkontakt zur Toröffnung wieder verlassen wollten, bin ich hinter her gegangen und bat darum, mir den Schlüssel auszuhändigen, da sie nicht Pächter sind und somit auch nicht im Besitz des Schlüssels sein dürften. Ich habe die beiden Personen freundlich angesprochen, niemanden berührt und auch das sich außerhalb des Grundstücks befindende Auto nicht angefasst. Im Gegenteil, ich habe noch gefragt, ob ich beim Verladen des abgeholten Kinderrads behilflich sein könnte.

Nun behauptet die Ehefrau des Pächters ihm gegenüber, ich hätte eine der beiden Personen mit einem Messer bedroht. Die Ehefrau des Pächters war übrigens nicht dabei, als ich die Herausgabe des Schlüssels forderte. (Die Personen übergaben mir einen Schlüssel, der jedoch nicht zu unserem Hoftor passte, ein paar Tage später kam es im Beisein von meiner Mutter, einer der vorher anwesenden Personen, der Ehefrau des Pächters und mir zur Übergabe des richtigen Schlüssels. Hier gab mir die schon vorher beteiligte Person noch die Hand zur Begrüßung).

Offensichtlich hat die Ehefrau des Pächters diese Lügengeschichte schon weiter erzählt. Ich bin nicht gewillt, dieses so einfach hinzunehmen. Ich bin BR-Vorsitzende einer relativ großen Firma, sollte so etwas in der Firma bekannt werden, hätte das sicherlich unangenehme Folgen für mich. Was kann ich tun, um diese üble Nachrede zu unterbinden? Wie muss ich genau vorgehen?

Mit freundlichen Grüßen

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Sehr geehrte(r) Fragensteller(in).

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Die Ehefrau des Pächters hat sich eines Beleidigungsdeliktes strafbar gemacht. In Frage kommen hier die Verleumdung und die üble Nachrede, §§ 186, 187 StGB.
Sie können zunächst einmal die fragliche Person zur Rede stellen. Tun Sie dies unter Zuziehung von Zeugen um weiteren Unwahrheiten vorzubeugen.
Dann (oder direkt) wäre natürlich noch Strafantrag zu stellen. Dies können Sie bei der nächsten Polizeiinspektion erledigen.
Sollte Ihnen Schaden durch die rechtswidrige Handlung der besagten Person entstanden sein, so ist Ihnen diese schadenersatzpflichtig.

Ich hoffe Ihre Fragen zufrieden stellend beantwortet zu haben.
Bei Unklarheiten nutzen Sie bitte die kostenfreie Nachfragefunktion.

Bitte beachten Sie, dass die Antwort auf Ihren Angaben beruht und sich die rechtliche Beurteilung des Sachverhaltes nur bei Kenntnis aller Details der Sache vollumfänglich und sicher treffen lässt.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 22.08.2006 | 17:54

Sehr geehrter Herr Boukai,

heute war ich bei der Polizei und wollte in obiger Angelegenheit einen Strafantrag stellen. Die Beamten lehnten dieses mit dem Hinweis ab, es sei ja noch gar nichts passiert und der Kreis der Menschen, die bereits von der Frau des Pächters fälschlich informiert wurden, sei zu klein. Ich solle abwarten, bis ich von mehreren Menschen darauf angesprochen werde. Muss ich jetzt wirklich abwarten, bis dieses Lügengeschichte der Frau D. größere Kreise gezogen hat und mein Ruf (sowie das Ansehen meiner Familie) völlig ruiniert ist?

Mit freundlichen Grüßen

Frau S.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.08.2006 | 22:40

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in).

Sie müssen nicht abwarten bis der Schaden noch größer wird.
Für die Alternative des Verbreitens i.S.der §§ 186, 187 StGB genügt bereits die Mitteilung an eine Person. Gleiches gilt für die Behauptung. Lediglich Äußerungen im Familienkreis (beleidigungsfreier Raum) sind soweit geschützt als mit einem Hinausdringen der Behauptung aus dem Familienkreis nicht gerechnet werden muss.

Versuchen Sie Ihr Glück bei einem anderen Beamten. Sie können sich aber auch an die zuständige Staatsanwaltschaft wenden.

Mit freundlichen Grüßen,

Andreas M. Boukai
- Rechtsanwalt -

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