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Überweisungsbetrug aus wirtschaftlicher Not

11.06.2009 18:07 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin Kämpf


Hallo, habe als Fam.Vater mit 2 Kindern mit kleinem Einzeleinkommen über Konto eines Nachbarn Rechnungen bezahlt. Kontoauszüge lagen wegen def. Briefkasten auf der Straße, daraufhin habe ich Rechnungen, (Gas,Wasser,Strom, Tel.etc.) über das Konto des Nachbarn bezahlt mit fiktiver Unterschrift. Schaden ca. 3000,-Euro. Sparkasse hat Vorfälle der Polizei gemeldet, habe darauf die Hälfte des Schadens (ca.1600 Euro) per Einzahlung sofort ausgeglichen, versuchte mich beim Nachbar zu entschuldigen, was nicht geklappt hat. Sparkasse meinte, Nachbar wolle keine Anzeige machen. Die Bank hat mich aber zur Selbstanzeige genötigt, sodaß der Vorfall der lokalen Polizei bekannt ist. Schlimmerweise wurden bei der Polizei direkt ED Maßnahmen gemacht, also Bilder und Fingerabdrücke,was mich noch mehr beunruhigt. Was kommt auf mich zu???

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese beantworte ich unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltschilderung sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Vorab weise ich der guten Ordnung halber darauf hin, dass eine abschließende Einschätzung der von Ihnen zu erwartenden Strafe ohne Kenntnis der Ermittlungsakte nicht möglich ist.

Durch Ihr Verhalten machten Sie sich pro Zahlungsvorgang je eines Betruges tateinheitlich mit Urkundenfälschung schuldig.
Gemäß § 263 StGB (Strafgesetzbuch) ist für einen Betrug ein Strafrahmen eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe vorgesehen. Der Strafrahmen für die Urkundenfälschung (§ 267 StGB) sieht ebenfalls fünf Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe vor.

Bezüglich der von Ihnen zu erwartenden Strafe sind viele verschiedene Faktoren relevant. So kommt es unter anderem darauf an, wie viele einzelne Vorgänge stattfanden, in welcher Höhe Sie den Schaden wiedergutmachten und ob Sie geständig sind.
Angesichts der von Ihnen geschilderten Schadenshöhe halte ich eine Geldstrafe, die noch unter der Eintragungsgrenze in das Führungszeugnis von 90 Tagessätzen liegt, für möglich. Dabei berechnet sich die Höhe des einzelnen Tagessatzes nach Ihrem monatlichen Netto abzüglich etwaiger Unterhaltsleistungen (Ehegattin, Kinder u.a.) geteilt durch 30.

Ich empfehle Ihnen, einen im Strafrecht tätigen Rechtsanwalt mit Ihrer Strafverteidigung zu beauftragen und über diesen zunächst Akteneinsicht in die Ermittlungsakte zu nehmen. Im Anschluss hieran kann gegebenenfalls schriftlich zur Sache Stellung genommen werden.
Des Weiteren wird es sicherlich ratsam sein, dass Sie den gesamten Schaden zurückzahlen.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick ermöglicht zu haben und stehe für Ergänzungen im Rahmen der kostenlosen Nachfragefunktion sowie ggf. für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Kämpf
Rechtsanwalt

Fon 089/ 22843355
Fax 089/ 22843356

info@kanzlei-kaempf.net
Rechtsanwalt München Inkasso - Strafverteidiger München

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