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Überweisungsbetrug / Empfänger = Täter ?


| 13.07.2006 01:10 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin im Bereich "Mobilfunk" selbständig. Mein Unternehmen umfasst einen Versandhandel welcher seinen Absatz zu 95% über das Auktionshaus "eBay" realisiert.

Am 05.06.2006 habe ich über dieses Auktionshaus eine Bestellung von einem Kunden aus Hannover erhalten,welcher erst an diesem Tag seine Mitgliedschaft bei eBay aufgenommen hat.
Als Lieferanschrift hat der Kunde eine abweichende Adresse angegeben,jedoch ebenfalls in Hannover. Am 12.06.2006 erhielt ich von diesem Kunden eine eMail mit dem Hinweis das er die Überweisung per Vorkasse i.H.v. 807,50 EUR auf mein Geschäftskonto veranlasst hat...
Wenige Tage danach (am 14.06.06)wurde der Betrag auf meinem Konto gebucht,wobei allerdings als Auftragsgeber-Konto ein komplett anderer Name aufgeführt ist,nämlich " Ute J. " .

Durch meine Bank wurde ich am 16.06.06 telefonisch informiert,das Frau " Ute J." die Überweisung zurückruft da angeblich die Überweisung gefälscht wurde bzw. nicht von Ihr Beauftragt wurde. Meine Bank hat den Betrag bei mir storniert und an Frau J. zurückgebucht, mit der darauffolgenden Information das diese Frau gegen mich Strafanzeige wegen Überweisungsbetrug erstattet.

Heute am 12.07.06 habe ich von der Polizeidirektion eine Vorladung wegen der Rechtsverletzung "Betrug" erhalten.Zu dem Ladungstermin sollen meine Kontoauszüge ab 30.05. migebracht werden. Weiterhin wird in dieser Vorladung ebenfalls erwähnt, das im direkten Anschluß an die Vernehmung eine erkennungsdienstliche Behandlung gem.§ 81b /2.Alt. StPO in einem anderen Polizeirevier erfolgt...

MEINE FRAGEN :

1.) Muss ich diese erkennungsdienstliche Behandlung gem.§ 81b /2.Alt. StPO durchführen, bzw.kann ich gegen diese mit Hilfe eines Anwaltes eine Unterlassung oder Ähnliches erwirken ? Ich bin in diesem Fall selbst Opfer und soll nun auch noch Fingerabdrücke und Fotos usw. erstellen lassen ?

2.) Weshalb ist bei Überweisungsbetrug eine solche Maßnahme erforderlich ??? Eine Handschriftsprüfung würde ich ja noch verstehen...

3.) kann ich mich gegen diesen Vorwurf im Allgemeinen Wehren ?

Ich danke schon jetzt für eine fachliche Antwort !
Mit freundlichen Grüßen,

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Sehr geehrter Fragesteller,

wenn Sie gegen die Anordnung nichts unternehmen, sind Sie zum Erscheinen und zur Duldung der erkennungsdienstlichen Behandlung verpflichtet.

Gegen eine erkennungsdienstliche Behandlung nach § 81b 2. Alt StPO können Sie Widerspruch einlegen. Wenn nicht die sofortige Vollziehung angeordnet wurde, hätte der Widerspruch aufschiebende Wirkung, d.h. bereits durch die Widerspruchseinlegung würden Sie zunächst von der Verpflichtung zum Erscheinen bei der Polizei befreit werden.
Wird der Widerspruch zurückgewiesen, wäre eine Anfechtungsklage beim Verwaltungsgericht der richtige Rechtsbehelf.

Wie Sie bereits an diesen wenigen Sätzen erkennen konnten, ist wegen des komplizierten Verfahrens die Hinzuziehung eines Rechtsanwalts zu empfehlen.

Die Erforderlichkeit einer solchen Maßnahme bei Überweisungsbetrug kann sich aus der Begehungsweise der Tat ergeben, die weder Ihnen noch mir bekannt ist. Es kann durchaus sein, dass die Täter auch persönlichen Kontakt zu den Opfern aufgenommen haben.

Da in Ihrem Fall die einzige Verknüpfung zu der Tat der Erhalt des überwiesenen Geldbetrages darstellt, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer Einstellung des Verfahrens zu rechnen. Eine glaubhafte Schilderung des Sachverhalt bei der Polizei aus Ihrer Sicht sollte dazu bereits genügen.

Mit freundlichen Grüßen

Kamil Gwozdz
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 13.07.2006 | 03:24

Sehr geehrter Rechtsanwalt Gwozdz,
vielen Dank für die schnelle und hilfreiche Beantwortung meiner Frage !
Gestatten Sie mir bitte eine kurze Nachfrage :

Für die erkennungsdienstliche Behandlung nach § 81b 2. Alt StPO wurde nicht die sofortige Vollziehung angeordnet. Der Termin ist erst auf den 28.07.2006 angesetzt. D.h. ich kann gegen diese Anordnung vorerst durch meinen Rechtsanwalt bei der zuständigen Polizeidirektion schriftlich Widerspruch einlegen ?


Mit freundlichen Grüßen,





Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.07.2006 | 14:15

Richtig. Den Widerspruch können Sie auch selbst einlegen, aus den o. g. Gründen ist die Hinzuziehung eines Anwalts aber sinnvoll.

Bewertung des Fragestellers |


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