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Ueberweisung von geerbten Kapital von Ausland nach Deutschland

| 28.08.2019 16:36 |
Preis: 42,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Diplom Kaufmann Peter Fricke


Nach dem Tod meines Vaters vor 3-4 Jahren fiel sein Nachlass anhand der geltenden Quoten an unsere Mutter und uns Kindern (x3). Dieses Jahr haben wir aber herausgefunden, dass mein Vater eine Lebensversicherung im Ausland (in einer britischen Kanalinsel) in hohe von ungefaehr 100K EUR abgeschlossen hatte - in dem Vertrag war kein Bezugsberechtigter angegeben. Da uns die Existenz dieser Lebensversicherung bis jetzt nicht bekannt war, wurde dieses Kapital urpsruenglich nicht in dem Nachlass mit-eingerechnet. Wir sind jetzt mit dem Versicherer im Kontakt um die Summen (4x @25K EUR) auf deutsche Konten zu ueberweisen.

Nach meinem Verstaendniss sollte die Ueberweisung an die Bundesbank gemeldet werden. Offen bleiben aber folgende Punkte auf denen ich gerne eine Antwort haette:

1. Sollte die Transaktion auch dem Finanzamt gemeldet werden?
2. Wenn so ist: sollte in diesem Fall die Summe der Erbmasse hinzugefuegt werden und Korrekturen zur Erbmasse nachgereicht werden?
3. Wenn ja, durch welchen Prozess erfolgt die Korrektur?
4. Wenn Frage 1= ja, welche Risiken entstehen wenn die Transaktion der Bundesbank aber nicht dem Finanzamt gemeldet wird?

Danke im Voraus!

Sehr geehrter Ratsuchender,

die Meldung wird so oder so dem Finanzamt zu machen sein, da Sie auf jeden Fall zur Abgabe einer Erbschaftssteuererklärung verpflichtet sind, selbst wenn Sie absehbar unter die Freibeträge aus dem ErbStG fallen.

Damit erfährt das Finanzam auch von diesem Vermögen und wird prüfen ( können ) ob dieses Geld auch ordnungsgemäß versteuert worden ist. Die Erben trifft hier auch die Nachversteuerung, soweit eine solche fällig sein wird. Das wird das Finanzamt Ihnen aber mitteilen, so daß es bei der Abgabe der Erbschaftssteuererklärung verbleibt.

Die Mitteilungspflichten bezüglich grenzüberschreitender Transaktionen werden nicht im Wege von Kontrollmitteilungen an das Finanzamt weiter geleitet. Die Kenntnis dieser beiden Behörden entsteht insoweit gesondert durch Ihre ( freiwillige ) Meldung.

Die Erbmasse nach § 1922 BGB ( das ist die Gesamtrechtsnachfolge auf den Todesfall ) ist automatisch um dieses nachträglich bekannt gewordene Vermögen bereichert. Einer formellen Zufügung insoweit bedarf es nicht, immerhin bleibt es hier bei einer Auseinandersetzung aller beteiligten Erben unter sich. Wie damit verfahren wird, werden nur die Erben zu entscheiden haben.

Wenn keine Meldung dem Finanzamt getätigt wird, ist dies eine Ordnungswidrigkeit wegen einer Nichtabgabe einer Steuererklärung. Sollte sich später auch noch eine zuvor von Ihrem Vater begangene Steuerverkürzung herausstellen, würde sich dies auf die obige Ordnungswidrigkeit so durchschlagen, daß diese zu einer Straftat wird, einer Steuerhinterziehung.

Bei Nachfragen stehe ich gerne zur Verfügung und verbleibe bis dahin

mit besten Grüssen

Fricke
RA

Bewertung des Fragestellers 03.09.2019 | 22:11

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FRAGESTELLER 03.09.2019 5/5,0