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Übertragung von Nutzungsrechten bei Fachartikeln

08.10.2018 21:44 |
Preis: 25,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Ich bin Experte auf einem Spezialgebiet, sagen wir mal Dackelzucht. Ich möchte gerne für Fachmagazine zu diesem Thema unentgeltlich eigene Fachartikel verfassen und in solchen Fachmagazinen veröffentlichen lassen.

Mir ist aufgefallen, dass in Deutschland viele Fachmagazine mehr oder weniger „versteckt" diesbzgl. Autorenvereinbarungen haben. Man findet diese z.B. im Impressum der gedruckten Zeitschrift oder – wenn man danach sucht – auch irgendwo auf der Website des Verlags. Diese lauten dann sinngemäss so:

„Mit Einreichung eines Artikel an unseren Verlag räumen Sie uns das ausschliessliche Verlagsrecht bis zum Ablauf des Urheberrechts ein." Mit anderen Worten, ich dürfte danach nicht mehr über meinen eigenen Artikel verfügen.


Ich bin eigentlich felsenfest der Meinung, dass solche „versteckten" Bestimmungen keine Gültigkeit entfalten. Wenn, dann muss ich zumindest beim Einreichen eines Artikels per E-Mail diese Bedinungen ausdrücklich bestätigen oder noch besser, per Post unterschrieben dem Verlag einreichen. Ohne Vereinbarung gilt meines Wissens die „Zweckübertragung", d.h. es werden nur die absolut notwendigen Rechte eingeräumt (§31 UrhG).

Jetzt bin ich aber doch stutzig geworden, weil laut §38 UrhG angeblich gelten soll, dass z.B. für ein regelmässig erscheinendes Dackelzucht-Fachmagazin (oder ein Blog auf der Dackelzucht-Verlagsseite) standardmässig „im Zweifel ein ausschliessliches Nutzungsrecht" für 1 Jahr übertragen wird.


Meine Fragen:

1. Liege ich mit meiner Einschätzung richtig, dass ununterschriebene oder nicht ausdrücklich bestätigte, „versteckte" Autorenbestimmungen keine Gültigkeit haben?

2. Genügt es, beim Einreichen eines Artikels per E-Mail einfach dazuzuschreiben, dass man „Ihnen hiermit ein einfaches Nutzungsrecht an beiliegendem Artikel zur Veröffentlichung auf Ihrem Blog / Ihrem Magazin einräumt", um §38 UrhG auszuhebeln?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Das ist beides korrekt. Eine solch umfangreiche Rechteeinräumung Müssten sie ausdrücklich bestätigen damit die Wirksamkeit entfaltet. Paragraph 38 Urheberrechtsgesetz ist eine Auslegungsregel (im Zweifel), Sie können also auch ausdrücklich etwas anderes bestimmen. Beispielsweise durch einen entsprechenden Satz in der E-Mail.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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