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Übertragung des Personensorgerechts an Dritte auf einem Festival

| 13.07.2018 12:04 |
Preis: 50,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Begleitung eines Minderjährigen auf Festival

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Tochter ist 17 und möchte mit Freunden auf ein Festival reisen. Im Februar antworteten die Organisatoren mir auf die Frage nach der Handhabung des Jugenschutzes wie folgt: „Auf dem Festivalgelände gelten die Bestimmungen des Gesetzes zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen das Gelände nur in Begleitung einer erziehungsberechtigten Person* betreten. "Muttizettel" werden nicht akzeptiert. ... *Das Erziehungsrecht ist gem. § 1631 Abs. 1 BGB Teil der Personensorge, somit Teil des elterlichen Sorgerechts."
Heute steht in den AGBs: "Auf dem Festivalgelände gelten die Bestimmungen des Gesetzes zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen das Gelände nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person betreten. "Muttizettel" werden nicht akzeptiert."
Offenbar wurde der Begriff von erziehungsberechtigte Person auf personensorgeberechtigte Person geändert. Macht das einen Unterschied in der Handhabung? Oder genügt es dennoch, wenn ich meiner Tochter eine Vollmacht für eine Person über 18 Jahren mitgebe, auf die ihr Vater und ich unterschreiben, dass wir das Erziehungsrecht als Teil des elterlichen Sorgerechts für den Zeitraum von... usw. auf... üertragen? (So ist es auf vielen anderen Festivals üblich). Ist davon auszugehen, das das so vom Veranstalter akzeptiert wird, auf Grundlage seiner eigenen Formulierungen?

Mit freundlichen Grüßen, SDK

13.07.2018 | 13:01

Antwort

von


(247)
Hopfengartenweg 6
90451 Nürnberg
Tel: 091138433062
Web: http://www.frischhut-recht.de
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Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

In rechtlicher Hinsicht wird begrifflich wie folgt differenziert:

Personensorgeberechtigt ist, wem allein oder gemeinsam mit einer anderen Person nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) die sog. Personensorge als Teil des Sorgerechts zusteht. In der Regel sind das die Eltern.

Erziehungsbeauftragt kann jede volljährige Person sein, die mit dem bzw. den Personensorgeberechtigten eine Vereinbarung getroffen hat das minderjährige Kind vorübergehend erzieherisch zu begleiten. Im Umfang und über die Dauer der getroffenen Vereinbarung übt der Erziehungsbeauftragte dann auch die Personensorge über das Kind aus. In Zweifelsfällen hat der Erziehungsbeauftragte das Vorliegen dieser Vereinbarung sowie seine Volljährigkeit darzulegen.

Soweit die Begleitperson Ihrer Tochter daher die von Ihnen beabsichtigte schriftliche Vereinbarung mit Ihnen und dem Vater Ihrer Tochter sowie seinen Personalausweis mit sich führt, so ist dies in rechtlicher Hinsicht nicht zu beanstanden und sollte daher auch seitens des Veranstalters akzeptiert werden. Sie sollten sich jedoch vorab kundig machen, ob der Veranstalter die Verwendung eines bestimmten Formulars vorsieht.

Die unterschiedliche Verwendung der Begriffe erziehungsberechtigte bzw. personensorgeberechtigte Person in den AGB hat auf die vorgenannte Handhabung jedenfalls keine Auswirkung.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie in dieser oder anderen Angelegenheiten anwaltliche Unterstützung benötigen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit gern zur Verfügung, da meine Kanzlei gerade auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist. Die von Ihnen entrichtete Beratungsgebühr würde im Falle einer Beauftragung vollständig angerechnet werden.

Ich hoffe ansonsten, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen




Dipl.iur. Mikio A. Frischhut
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Mikio Frischhut

Bewertung des Fragestellers 13.07.2018 | 13:54

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