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Übertragung der halben Haushälfte aus Angst?


| 11.07.2007 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Insolvenzrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Martin P. Freisler



Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Mann und ich haben uns 2002 ein sehr altes Haus gekauf und in mühseliger und liebevoller Arbeit wieder bewohnbar gemacht.
Jetzt schwebt meinem Mann ein Gerichtsprozess ins Haus, der mit einem Verkauf vor meiner Zeit zu tun hat.
Nun habe ich Angst, dass mein Mann aus diesem Streit mit Schulden hervorgehen könnte.
Er möchte mir nun die seinige Hälfte des Hauses übertragen, damit uns im Notfall nicht das Haus weggenommen werden kann.
Wäre dies möglich und würde uns das schützen.
Kann unser Haus überhaupt verkauft werden, wenn ich nicht zustimme?
Für Ihre Mühe bedanke ich mich im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen blinkifalk!

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Schilderungen beantworte ich Ihre Frage in einer ersten rechtlichen Einschätzung wie folgt:

Die Übertragung von Vermögenswerten kann im Rahmen der Insolvenz nach den §§ 129 ff. InsO, aber auch außerhalb eines Insolvenzverfahrens nach den Vorschriften des Anfechtungsgesetzes (AnfG) angefochten werden.

Dies gilt insbesondere für unentgeltliche Leistungen, es sei denn, sie ist früher als vier Jahre vor der Anfechtung / dem Antrag auf Insolvenzeröffnung vorgenommen worden, § 4 AnfG / § 134 InsO. Ähnliche Regelungen existieren allerdings auch für weitere Arten der Übertragung von Vermögen, wenn diese die Gläubiger benachteiligt oder benachteiligen kann. Insoweit darf ich Sie im Rahmen dieser Beratung auf die Vorschriften der InsO sowie des AnfG verweisen.

Ein Verkauf des gesamten Hauses ist nur mit Ihrer Zustimmung möglich. Allerdings existiert für Gläubiger oder den Insolvenzverwalter die Möglichkeit, aufgrund des hälftigen (Mit-)Eigentums eine Zwangsversteigerung einzuleiten.

Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen eine erste rechtliche Orientierung geben zu haben. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass eine abschließende rechtliche Bewertung Ihres Problems die Kenntnis des vollständigen Sachverhaltes erfordert. Im Rahmen dieses Forums können sich die Ausführungen aber ausschließlich auf Ihre Schilderungen stützen, und somit nur eine erste anwaltliche Einschätzung darstellen.

Ich empfehle Ihnen daher, einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu beauftragen, sofern Sie eine abschließende Beurteilung erhalten möchten. Bitten beachten Sie, dass dabei weitere Kosten anfallen.

Gerne stehe auch ich Ihnen bei der weiteren Durchsetzung Ihrer Interessen zur Verfügung. Sollten Sie dies wünschen, können Sie sich jederzeit - gerne auch per eMail - mit mir in Verbindung setzen.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
- Rechtsanwalt -

http://www.ra-freisler.de
http://www.kanzlei-medizinrecht.net



Nachfrage vom Fragesteller 11.07.2007 | 14:53

Sehr gehrter Herr Freisler,
erst einmal bedanke ich mich für ihre schnelle und gut beratende Antwort.
Falls mein Mann wirklich die Klage verliert und sich daraus Kosten ergeben, wären wir natürlich bereit, diese in Raten abzuzahlen.
Kann man uns in dem Fall trotzdem das Haus wegnehmen?
Das ist meine größte Sorge!

Mit freundlichen Grüßen blinkifalk!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.07.2007 | 15:01

Eine Zwangsvollstreckung wird die Gegenseite nur dann anstrengen, wenn keine Einigung über die Bezahlung der Forderung erzielt werden kann. Sie sollten sich bei einem Unterliegen um eine Einigung bemühen, durch z.B. Ratenzahlungen die Forderung ausgleichen zu können. Soweit Sie einer vereinbarten Ratenzahlung nachkommen, hat die Gegenseite keinen Grund und keine Berechtigung in Ihr weiteres Vermögen zu vollstrecken.


Mit freundlichen Grüßen


Martin P. Freisler
Rechtsanwalt

www.ra-freisler.de

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