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Übertragung Immobilie mit Haken?


12.01.2018 15:10 |
Preis: 55,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Fragen zur Übertragung einer Immobilie, Vermeidung der Verwertung bei Pflegekosten


Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Mutter, 81 Jahre, wohnt in einem kleinen, ca. 68 m² großen Häuschen, Baujahr 1965. Dieses Haus ist im Grundbuch als Sondereigentum eingetragen verbunden mit dem hälftigen Miteigentumsanteil am 345 m² großen Grundstück. Das Haus ist an das Vorderhaus, Baujahr 1942, ca. 65 m² Wohnfläche, angebaut worden, in dem ihr Bruder wohnt und der das Sondereigentum am Vorderhaus und den anderen hälftigen Miteigentumsanteil am Grundstück hat.
Das Häuschen ist teilweise sehr renovierungs- und modernisierungsbedürftig.

Sie wohnt seit 1965 zusammen mit meiner Schwester, 56 Jahre, in dem Haus. Meinen Vater hat sie neben ihrem Teilzeitberuf ca. 10 Jahre bis zu seinem Tod 1996 pflegerisch betreut, u.a. auch meine Schwester und diese den Vater!!
Gleichzeitig erkrankte meine Schwester, die bis heute mit ihr dort lebt, an Depressionen, die ihr ein eigenständiges Leben nahezu unmöglich machen. Sie hat eine kleine Stelle, an der sie arbeitsplatzbetreut wird, mit ca. 300 € netto monatlich.
Durch diese Historie bedingt verfügt meine Mutter über nur knapp 1000 € monatlich, hat auch noch Schulden durch Hypokredite. Für Renovierungen etc. am Haus hat sie keine Reserven mehr. Oft springe ich finanziell in nicht unerheblichem Maße ein.
Jetzt überlegt meine Mutter, das Haus mir zu übertragen und ihr ein Wohnrecht einzuräumen. Meine Schwester soll ich auszahlen.
Meine Schwester wird aber definitiv bis zum Ableben meiner Mutter in dem Haus wohnen bleiben, da sie extrem an diesen Ort emotional gebunden ist; vielleicht darüber hinaus sogar nicht dauerhaft woanders wohnen kann…
Insgesamt überlege ich mir durchaus, das kleine Objekt zu übernehmen und eventuell später auch das Vorderhaus meines Onkels dazuzukaufen. (Beide müssten allerdings später sehr renoviert werden!)
Fragen:
1) Welche Vorgehensweise ist ratsam?
2) Wie kann ich am besten vorgehen, sodass bei Pflegefall (Mutter) im Heim das Haus nicht verwertet wird und meine Schwester dort wohnen bleiben kann? Noch ein Wohnrecht eintragen/Auszahlen?)
3) Der finanzielle Aspekt dieser Übertragung ist mir sehr nebulös. Könnten Sie mir da eventuell Klarheit verschaffen?
Herzlichen Dank
MfG
12.01.2018 | 16:13

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


1) Welche Vorgehensweise ist ratsam?

Aufgrund des dargestellten Sachverhaltes ergibt sich, dass eine Übertragung im Rahmen einer Schenkung nicht vorteilhaft wäre. Eine Übertragung als Kauf wäre sinnvoller.

2) Wie kann ich am besten vorgehen, sodass bei Pflegefall (Mutter) im Heim das Haus nicht verwertet wird und meine Schwester dort wohnen bleiben kann? Noch ein Wohnrecht eintragen/Auszahlen?)

Sie sollten die Übertragung wie oben dargelegt als Kauf vornehmen und dabei können Sie die bisher von Ihnen geleisteten Zahlungen als Kaufpreis angeben und als weiteren Kaufpreis bzw. Minderung des Wertes können Sie das Wohnrecht der Mutter einbringen. Das Wohnrecht sollte persönlich auf die Mutter geschrieben werden und das es erlischt, wenn die Mutter das nicht mehr wahrnehmen kann, so das keine Vermietung o.ä. erfolgen muss. In dieser Variante muss das Haus von der Mutter nicht verwertet werden.

Ein Wohnrecht für die Schwester kann eingetragen werden, dieses kann den Kaufpreis mindern und eine Auszahlung an die Schwester darstellen. Ein Anspruch auf Ausgleichszahlungen steht der Schwester auch nicht zu, wenn die o.g. Variante des Kaufes gewählt wird. Das Wohnrecht der Schwester sollte ebenso erlöschen, wenn es nicht mehr von ihr persönlich wahrgenommen werden kann bzw. wird.


3) Der finanzielle Aspekt dieser Übertragung ist mir sehr nebulös. Könnten Sie mir da eventuell Klarheit verschaffen?

Bei der oben dargestellten Variante müsste kein oder nur wenig Geld gezahlt werden, je nach den Werten des Hauses, der bereits erbrachten Leistungen und den Werten des Wohnrechts.

Den Übertragungsvertrag müssten Sie notariell erstellen lassen, damit dieser wirksam ist.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.





Mit vorzüglicher Hochachtung


Simone Sperling
---------------------------------------
Rechtsanwältin
Fachanwältin für Familien- und Erbrecht
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Betriebswirt (HWK)





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