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Übertragung Eigentumsanteil unter Geschwistern / Kaufpreisangabe?

21.11.2016 17:45 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Folgender Sachverhalt:
Mein Bruder und ich haben uns im Jahre 2010 zu gleichen Teilen eine Eigentumswohnung gekauft für 80.000 € (in Bayern). Im Jahre 2013 einigten wir uns mündlich darauf, dass ich ihm nach und nach die Wohnung abkaufe, was dann auch mit der Zeit geschah. Inzwischen beträgt die Restschuld noch ca. 12.000€. Offiziell sind wir beide aber nach wie vor zu gleichen Teilen im Grundbuch eingetragen. Nun soll die Wohnung auch offiziell komplett auf mich übertragen werden mittels notariellem Kaufvertrag. Wir wissen nun allerdings nicht, welche Summe wir als Kaufpreis eintragen sollen? Einerseits hatten wir uns 2013 darauf geeinigt, dass ich ihm die Hälfte des damaligen Kaufpreises von 80.000 € bezahle, somit wäre der Kaufpreis bei 40.000 €. Andererseits ist der Sachverhalt gegeben, dass die Wohnung mittlerweile einen sicherlich höheren Verkehrswert haben dürfte. Die Frage ist also: was wäre unter Einbeziehung meiner oben gemachten Angaben die günstigste und zugleich( natürlich) legale Methode, die Wohnung zu übertragen und mit welchen Kosten müssten wir rechnen (fällt z.B. auch Grunderwerbsteuer an?/ macht eine Schenkung Sinn?)?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sofern sie sich auf einen Preis geeinigt haben, müssen sie diesen beurkunden lassen. Dies ist unabhängig vom Verkehrswert möglich, ohne dass gleich eine Schenkung vorliegt.

Für den zu beurkundenden Preis ist allein die Vereinbarung der Parteien maßgeblich. Es ist allein Sache der Parteien, welchen Preis sie vereinbaren und für ihr Eigentum haben wollen. Allenfalls bei einem total krassen Missverhältnis zwischen Preis und Wert (400,00 statt 40.000 €) käme hier vermutlich jemand auf die Idee eine gemischte Schenkung anzunehmen.

Allerdings dürfte hier Grunderwerbssteuer anfallen, die sich nach dem Kaufpreis richtet und natürlich erhöht sich das zu versteuernde Einkommen um den Verkaufsgewinn für den Verkäufer, da die 10-jährige Spekulationsfrist (eigener Erwerb bis zum Abschluss - nicht der Beurkundung- des Kaufvertrages) noch nicht um ist.

Sollte aus irgendeinem Grund eine Schenkung angenommen werden- wovon ich wirklich nicht ausgehe- haben sie unter Geschwistern einen steuerfreien Schenkungsbetrag von 20.000 €. Dies dürfte -zu ihrer Beruhigung- den Wertzuwachs kaum übersteigen.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 21.11.2016 | 19:31

Vielen Dank für Ihre Antwort! Zu meinem Verständnis hierzu noch eine Rückfrage. Sie schreiben: "...und natürlich erhöht sich das zu versteuernde Einkommen um den Verkaufsgewinn für den Verkäufer..."
Dies beträfe ja meinen Bruder. Er hat seinen Wohnungsanteil für 40.000 € gekauft (Hälft des Gesamtkaufpreises von 80.000€ ) und verkauft diesen jetzt für 40.000€ an mich weiter. Sehe ich es richtig, dass sich hier kein Verkaufsgewinn für meinen Bruder ergeben hat und sich somit auch sein zu versteuerndes Einkommen nicht erhöht?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.11.2016 | 19:43

Lieber Fragesteller, gerne beantworte ich ihr Nachfrage.

Vom Veräußerungserlös sind sowohl der Anschaffungspreis (§ 23 Abs. 3 Satz 1 EStG) als auch Absetzungen für Abnutzungen und eventuelle Sonderabgaben abzuziehen. Erst dann ergibt sich der Veräußerungsgewinn (§ 11 Abs. 1 EStG) , in ihrem Fall sollte also keiner anfallen.

Zudem fällt dann keine Steuer auf die Veräußerung an, wenn die Immobilie zuvor vom Veräußerer selbst bewohnt wurde.

mit freundlichen Grüßen

Doreen Prochnow


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