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Übertragung Betriebs-Pkw zwischen 2 Firmen eines Unternehmers

| 25.10.2016 11:09 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Weichel


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bin Inhaber 2 Einzelunternehmen (Firma 1, Firma 2; beide EÜR) und möchte meinen Betriebs-Kfz aus Betriebsvermögen von Firma 1 auf Firma 2 "übertragen". Für beide Firmen erstelle ich zusammen monatlich konsoldierte USt-Voranmeldungen. Für das Kfz wurde bei Kauf der volle MwSt-Betrag als Vorsteuer abgezogen. Das Kfz hat noch einen Buchwert. Die Bedingungen für Kfz als Betriebsvermögen sind mir bekannt. Die Abschreibung wird zeitanteilig zugeordnet bzw. mit dem Buchwert in Firma 2 fortgesetzt werden.
Fragen:
1. Ist es richtig, dass dieser Vorgang ein nicht steuerbarer Innenumsatz ist, also kein Verkauf zwischen Unternehmen mit Rechnung.
2. Reicht es aus, wenn ich sowohl für Firma 1 als auch 2 jeweils einen Beleg über diesen Vorgang für die Buchhaltung erstelle?
3. Muss das Fahrzeug, was bisher auf meinen Namen und Adresse, die identisch mit Fimensitz1 ist, bei der Zulassungsstelle umgemeldet werden auf den Firmensitz 2?
4. Ist steuerlich zusätzlich etwas zu beachten?
Danke für die Beantwortung meiner Fragen.

Sehr geehrter Ratsucher,

Danke für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen. Ihre Anfrage möchte ich auf Grundlage der von Ihnen mitgeteilten Informationen im Rahmen einer rechtlichen Ersteinschätzung wie folgt beantworten:

Frage 1)
„Ist es richtig, dass dieser Vorgang ein nicht steuerbarer Innenumsatz ist, also kein Verkauf zwischen Unternehmen mit Rechnung"

Dies trifft zu.

Ein steuerbarer Umsatz läge dann vor, wenn die Übertragung des PKW ein Umsatz im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG darstellen würde, mithin eine Lieferung gegen Entgelt vorliegen würde. An einer solchen Leistung fehlt es jedoch bei einem sog. Innenumsatz, bei dem der Unternehmer innerhalb seines Unternehmens Leistungen zwischen verschiedenen Unternehmensteilen erbringt. Eine derartige Konstellation liegt bei den von Ihnen geschilderten Sachverhaltsmomenten vor.

Etwas Anderes würde aber dann gelten, wenn eine sog. Entnahme vorläge, Sie also den PKW für private Zwecke entnehmen würden (siehe § 3 Abs. 1a S. 1 UStG). Auch dies trifft bei Ihnen nicht zu. Dementsprechend liegen Sie mit Ihrer Einschätzung richtig.

Frage 2)
„Reicht es aus, wenn ich sowohl für Firma 1 als auch 2 jeweils einen Beleg über diesen Vorgang für die Buchhaltung erstelle?"

Dies reicht aus und entspricht auch den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung.

Frage 3)
„Muss das Fahrzeug, was bisher auf meinen Namen und Adresse, die identisch mit Fimensitz1 ist, bei der Zulassungsstelle umgemeldet werden auf den Firmensitz 2?"

Dies wäre Ihnen anzuraten. Hierdurch wird nämlich deutlich, dass Sie das Fahrzeug nunmehr dem Betriebsvermögen des "Unternehmen 2" zuordnen.

Frage 4)
Weitere umsatzsteuerliche Aspekte sind nach erster summarischer Einschätzung nicht zu beachten. In ertragsteuerlicher Hinsicht sei noch Folgendes angemerkt: Die AfA ist in Ihrem Fall fortzuführen, da Sie den PKW zum Buchwert übertragen.


Ich hoffe Ihnen einen ersten verständlichen Überblick verschafft zu haben.

Soweit Rückfragen bestehen, können Sie gerne die Nachfragefunktion nutzen.

Freundliche Grüße
Weichel
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 25.10.2016 | 12:06

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Weichel
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