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Überstunden/Mehrarbeit/Vertretung

29.03.2008 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin in einem Großhandelsunternehmen in einer Abteilung mit 8 Mitarbeitern (Abteilungsleiter, Stellvertreter und 6 Angestellte) in der Funktion als stellvertretender Vertriebsleiter tätig. Jeder hat sein festes Aufgabengebiet. In meinem Arbeitsvertrag ist formuliert, dass ich den Vertriebsleiter in seiner Abwesenheit zu vertreten habe. Die Firma hat gleitende Arbeitszeit bei 38,5 Wochenstunden. Der Gleitrahmen erlaubt pro Monat max. 10 Plusstunden zu haben, die Reststunden verfallen, es sei denn, es handelt sich um angeordnete Überstunden. Ferner gibt es individuell bei Krankheit- und Urlaubsvertretung der anderen Mitarbeiter zusätzlich einen Vertretungsplan, in dem das zusätzliche Aufgabengebiet festgelegt ist und auf alle noch Anwesenden außer Abteilungsleiter umverteilt wird. Zudem muss seit Mitte Dezember eine Dauerkranke vertreten werden.
Dies ist im Rahmen der 38,5 Stunden nicht zu schaffen.
In regelmäßigen Abständen kommt es zu heftigen Diskussionen zwischen mir und dem Abteilungsleiter in Sachen Überstunden und Mehrarbeit, da die Geschäftsleitung keine Überstunden gerne sieht oder in Teilen nicht für notwendig hält. Mein Zeitguthaben beträgt nur knapp 20 Stunden Plus. Ich solle doch zügig diese Stunden, die über dem Gleitrahmen liegen, abbauen. Ich habe bereits mehrmals mit dem Abteilungsleiter über die Problematik diskutiert. Ferner genießt der Abteilungsleiter Vertrauensarbeitszeit, verteilt Arbeiten gerne an mich oder Kollegen weiter und arbeitet in der Firma nicht volle 38,5 Stunden pro Woche sondern kommt später und geht früher. Ich halte die ganzen Diskussionen bei den geringen Plusstunden für überflüssig.

Meine konkreten Fragen an Sie:
1. Laut Arbeitsvertrag sehe ich die Vertretung des Abteilungsleiters als angeordnete Überstunden. Ist das so richtig?
2. Die umverteilte Mehrarbeit per Vertretungsplan sind weitere angeordnete Überstunden oder nicht?
3. In wie weit kann man hier schon von Mobbing sprechen?
4. Wie soll ich nun korrekt verhalten, um der Arbeit gerecht zu werden bzw. den ständig unnötigen Diskussionen zu entgehen?
5. Sollte ich ggf. schriftlich neue Vereinbarungen treffen mit Vertrauensarbeitszeit und pauschaler Abgeltung der Mehrstunden oder sollte ich ggf. regelmäßig ein Zwischenzeugnis fordern?
6. Wäre Ihrer Meinung ein klärendes Gespräch mit Abteilungsleitung und Geschäftsleitung und ggf. Betriebsrat sinnvoll?

29.03.2008 | 15:44

Antwort

von


(1330)
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33609 Bielefeld
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Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Sie werden die geschilderte Frage im Rahmen dieses Portales nicht abschließend beantwortet bekommen können, da die zugrunde liegende Problematik in einem unterschiedlichen Verständnis der beteiligten Personen von "Überstunden" und "angeordneter Mehrarbeit" sowie auch wohl in einer unterschiedlichen Einschätzung der auf die einzelnen beteiligten Personen entfallenden Tätigkeiten.

Die Vertretung des Abteilungsleiters ist nicht zwangsläufig eine Überstunde, sondern nur dann, wenn die Vertretungstätigkeit aus zwingenden Gründen außerhalb Ihrer eigenen Arbeitszeit stattfinden muss.
Ähnliches gilt für die umverteilte Mehrarbeit.
Für "Mobbing" gibt der von Ihnen geschilderte Sachverhalt eigentlich nichts her; es handelt sich um eine Sachauseinandersetzung, deren Ursache wahrscheinlich darin liegt, dass die Unternehmensführung Ihnen nur unzulängliche Instrumentarien zur Bewältigung der Probleme vorgibt.

Die einzig sinnvolle Weise, eine Änderung herbeizuführen, wäre Ihr eigener Vorschlag unter Punkt 6). Versuchen Sie durch eine sachlich gehaltene Darstellung der Problematik unter Mitwirkung des Betriebsrates die Geschäftsleitung aufmerksam zu machen und wahrscheinlich erreichen Sie dann auch eine saubere Lösung für die Zukunft.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt


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