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Überstunden nach Kündigung

29.01.2015 11:54 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim


Kündigung am 30.12.2014 zum 31.01.2015.
geleistete Stunden monatlich zwischen 90-100 stunden, je nach Bedarf und wie man gebraucht wurde.
Im Dezember wurde ich durch das weihnachtsgeschäft 150 Stunden gebraucht.
Am 27.01.2015 kam das Gehalt für dezember. Auf der Abrechnung standen keine Stunden, ausbezahlt wurden aber nur 100 Stunden.
Ab dem 30.12 war ich von der Arbeit befreit. Mein Chef möchte diese 50 zu viel gearbeiteten Stunden mit in den Januar nehmen und 50 Stunden drauf rechnen Sodass er mir für januar 100 Stunden bezahlt und damit ist alles geklärt. Meine Frage jetzt ist das rechtens? Muss er mir nicht noch 50 Stunden extra zahlen die ich im Dezember gearbeitet habe? Das er mich freigestellt hat ist ja nicht mein Problem, ich wäre ja auch noch zur Arbeit gekommen. Ich danke schon mal im voraus !

Sehr geehrte Fragestellerin,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die Anzahl der Stunden richtet sich nach dem Arbeitsvertrag. Hierauf haben Sie grundsätzlich Anspruch. Leisten Sie Überstunden, so sind diese ebenfalls grundsätzlich abzugelten.

Sofern Sie von der Arbeit freigestellt werden, jedoch eine Freistellung selbst nicht wünschen und bereit sind, die Arbeit auch fortzusetzen und zwar gemäß dem Arbeitsvertrag die dort vereinbarten Stunden auch zu erbringen, muss der Arbeitgeber diese Stunden ebenfalls bezahlen. Etwas anderes würde nur gelten, wenn sie einvernehmlich darauf verzichtet hätten, entsprechende Zahlungen für die Stunden zu erhalten und ohne Lohn freigestellt worden wären.

Dies ist jedoch, wie dargelegt, nur einvernehmlich möglich. Es ist Sache des Arbeitgebers die Aufgaben und die Arbeit so zu organisieren, dass auch genügend Arbeit da ist. Ist trotzdem nicht genug Arbeit da, muss er die beschäftigten trotzdem weiter nach dem Arbeitsvertrag bezahlen.

Nur dann wenn Überstunden vorliegen würden, könnte er, wenn eine entsprechende Regelung im Arbeitsvertrag vorhanden ist oder aufgrund eines Weisungsrechtes Sie anweisen, die Überstunden durch Freizeit abzubauen. Dann hätten sie frei, der Arbeitgeber müsste Ihnen dann nur das normale Gehalt zahlen, Überstunden würden abgebaut werden. Dies muss er Ihnen aber entsprechend ausdrücklich mitteilen, dass die Überstunden abgebaut werden sollen, gerade wenn das Arbeitsverhältnis gekündigt ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2015 | 14:25

Vielen lieben Dank schon mal für die Antwort. Ich bin Ihnen wirklich sehr dankbar.
Nach der Ausbildung im Juli 14 bin ich einfach weiter arbeiten gegangen und habe bis heute keinen Vertrag bekommen.
Auf seine Anweisung habe ich im Dezember so viel gearbeitet.
Er kann mir diese 50
Stunden nicht einfach unterschlagen und mit in den Januar reinnehmen. Wenn man einen unbefristeten Vertrag hat ( was ich ja automatisch habe nach der Ausbildung ) muss der Lohn doch normal weitergezahlt werden bis zum Kündigungszeitpunkt.
Es sind noch einige andere Sachen offen die er nicht gezahlt hat, aber mir geht es einig allein um diese 50 Stunden die ich noch gearbeitet habe im Dezember und die er mir nicht auszahlen will, sondern in den Januar einfach mit reinnehmen will.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2015 | 14:46

Die 50 Stunden kann er eben nur mit reinnehmen, oder eben rausnehmen, wenn er Sie ausdrücklich zum Abbummeln der Überstunden freigestellt hat. Wenn er Sie nur wegen zu wenig Arbeit ohne Hinweis auf die Überstunden freigestellt hat, reicht dies nicht aus. Sie sollten dann an Ihrer Forderung nach Ausgleich festhalten.

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