Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Überstunden in der Ausbildung

17.06.2009 13:27 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Guten Tag, ich habe eine Frage zum BBiG.

Nach §17 Abs. 3 BBiG ist "eine über die vereinbarte regelmäßige tägliche Ausbildungszeit hinausgehende Beschäftigung ist besonders zu vergüten oder durch entsprechende Freizeit auszugleichen".

Ist dies immer der Fall oder gibt es da Ausnahmen? Mir sind nämlich ein Paar Fälle bekannt, in denen die Azubis ihre Mehrarbeit weder vergütet bekommen, noch diese Zeit "abfeiern" können und ich kann mir nicht vorstellen, dass die betreffenden Firmen so offensichtlich gegen ein Gesetz verstoßen?

Vielen Dank!


Sehr geehrte(r) Fragesteller/in,

vorweg möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann. Es wird ausschließlich das Ziel verfolgt, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres geschilderten Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten. Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen im Rahmen Ihrer Sachverhaltsschilderung kann eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Nun zu der von Ihnen gestellten Frage, die ich unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

§ 17 Absatz 3 BBiG enthält die von Ihnen zitierte Regelung zur Mehrarbeit von Auszubildenden. Wird die nach § 11 Abs. 1 Nr. 4 BBiG vereinbarte regelmäßige tägliche Arbeitszeit überschritten, liegt Mehrarbeit im Sinne von § 17 Absatz 3 BBiG vor. In diesem Fall hat der Auszubildende Anspruch auf eine besondere Vergütung oder auf Freizeitausgleich. Auch bei verbotswidrigem Überschreiten der Höchstarbeitsgrenzen für Auszubildende (§§ 8, 21 Abs. 1 JArbSchG, § 3 ArbZG: Arbeitszeit der Arbeitnehmer ) besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Mehrarbeitsvergütung bzw. Freizeitausgleich gemäß § 17 Absatz 3 BBiG.

Soweit die Mehrarbeit durch den Ausbildungsbetrieb angeordnet wurde, sind mir Ausnahmen zu § 17 Absatz 3 BBiG nicht bekannt.

Wie Sie bereits angemerkt haben, sieht die Realität bedauerlicherweise oft anders aus. Vielfach verstoßen Ausbildungsbetriebe bewusst oder unbewusst gegen die gesetzlichen Regelungen. Auch zeigen die Auszubildenden derartige Verstöße nur selten an bzw. setzen die ihnen zustehenden Ansprüche nicht durch.

Da es sich bei Auszubildenden in Mehrzahl um Personen handelt, für welche die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes, insbesondere § 8 JArbSchG, gelten sind auch diese Bestimmungen durch den Ausbilder und den Ausbildungsbetrieb einzuhalten. Auch hiergegen wird in der Praxis leider sehr häufig verstoßen.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen weiterhelfen. Sie können sich gern im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen


Andrej Greif
Rechtsanwalt

Rechtsanwälte Schulze & Greif
Partnerschaftsgesellschaft
Zwickauer Straße 154
09116 Chemnitz

Tel.: 0371/433111-0
Fax: 0371/433111-11

E-Mail: info@schulze-greif.de
www.schulze-greif.de

FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 81108 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Die Auskunft hat uns sehr weitergeholfen. Freundliche Antwort, Unsere Empfehlung. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
DIe Antwort kam schnell und freundlich und hat definitv den ersten Stress von mir genommen. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Ausgezeichnete, konkrete und verständliche Beantwortung der Fragestellung incl. Nachfrage. Dadurch wurde eine Fehleinschätzung vermieden. ...
FRAGESTELLER