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Überstunden bei Teilzeitbeschäftigung


18.01.2006 18:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich befinde mich derzeit in einer 75%igen und in einer 25%igen Teilzeitanstellung. Hinsichtlich der

Arbeitszeit des 75%-Jobs ist folgende Regelung vereinbart:

"1. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt z.Zt. 28.88 Stunden in der Woche ausschließlich der Pausen."

Seit meinem Arbeitsantritt 02/2002 bei diesem Arbeitgeber1 arbeite ich im Einvernehmen und nach

Absprache diesem an vier Tagen der Woche die vereinbarten 28.88 Stunden (zzgl. anfallender

Überstunden an diesen Tagen).

Den verbleibenden 5. Wochentag bin ich bei einem weiteren Arbeitgeber2 beschäftigt.

Aufgrund eines (vermeintlichen) Engpasses verlangt der Arbeitgeber1 nun einen vollen Monat fünf Tage

bei ihm zu erscheinen und wie eine Vollzeitkraft zu arbeiten. Das tatsächliche Erfordernis von

Überstunden ist selbst in Frage zu stellen, denn der Engpass wurde durch Genehmigung von Urlaub in

Kauf genommen.

Ich stehe nun vor der Aufgabe, einen der beiden Arbeitgeber zu verprellen.

Mein Angebot des Entgegenkommens an den Arbeitgeber1 war, in zwei der vier Wochen bei ihm voll zu

arbeiten. Dies wurde mit dem Hinweis nicht angenommen, ich könne verpflichtet werden - schließlich

dürften bis zu 150 Überstunden auf meinem Arbeitszeitkonto auflaufen.

Meine Frage: Kann mich der Arbeitgeber verpflichten, an einem Tag Überstunden zu leisten, an dem

regelmäßig nicht bei ihm arbeite. Ich weise allerdings darauf hin, dass im Arbeitsvertrag keine

Regelung zu einer Vier- oder fünf-Tage-Woche enthalten ist (siehe oben). Allerdings besteht meine

4-Tage-Woche seit Beginn meiner Tätigkeit.

Mit welchen Konsequenzen muss ich rechnen, wenn ich diese Überstunden verweigere.


Mit freundlichen Grüßen
SL

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Guten Abend,

die Situation ist natürlich mißlich und hätte vermieden werden können, wenn bereits bei Aufnahme der Tätigkeit die genaue Arbeitszeit festgeschrieben worden wäre. Erfahrungsgemäß denkt aber leider zu diesem Zeitpunkt noch keiner der Parteien daran.

Auch wenn in Ihrem Arbeitsvertrag nach Ihrer Darlegung keine Beschränkung hinsichtlich der genauen Wochentage enthalten ist, wird man davon ausgehen können, daß sich Ihre zeitliche Arbeitsverpflichtung aufgrund der Regelung, wie Sie seit Beginn des Arbeitsverhältnisses gilt, auf eine Vier-Tage-Woche konkretisiert hat. Insoweit ist das Verlangen Ihres Arbeitgebers 1 unbegründet. Dies gilt umso mehr, wenn Ihr Arbeitgeber das Bestehen eines zweiten Arbeitsverhältnisses kennen sollte. Um dies abschließend beurteilen zu können, müßte ich aber den vollständigen Arbeitsvertrag kennen.

Sie sollten die Angelegenheit, wenn möglich, einvernehmlich mit Ihrem Arbeitgeber klären. Nur so läßt sich vermeiden, daß Ihr Arbeitgeber Sie bei Weigerung, am fünften Wochentag zu arbeiten, mit einer Kündigung wegen Arbeitsverweigerung überzieht. Auch wenn diese Kündigung nach meiner Einschätzung unbegründet ist, hätte dies wohl die Beendigung der bisherigen Tätigkeit zur Folge.

Ich hoffe, ich habe Ihnen weitergeholfen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Weiß
Fachanwalt für Arbeitsrecht
Esenser Straße 19
26603 Aurich
Tel. 04941 60 53 47
Fax 04941 60 53 48
e-mail: info@fachanwalt-aurich.de
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