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Überstunden abbauen statt auszahlen - rechtmäßig?

16.10.2013 15:00 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Zusammenfassung: Überstundenvergütungen und Freizeitausgleich

Ich habe dieses Jahr ca. 30 Überstunden, da ich in höhere Lohnsteuerklasse komme zahle ich sogar ca. 3 Euro drauf pro Überstunde ohne etwas zu verdienen.
2011 hatte ich keine Betriebsratssitzungen und 2012 schon, und die dadurch anfallenden Überstunden durfte ich nicht "abfeiern", daher konnte ich das genau ausrechnen.
Ich darf keine Minute länger arbeiten, obwohl die andere Mitarbeiterin derselben Abteilung nach ihrem Gutdünken vorgeschoben Arbeitsaufkommen, aber eigentlich jeden Tag einen halbe Stunde länger arbeitet. Auch zur Samstagsarbeit werde ich nicht herangezogen.
Seit ich im Betriebsrat war durfte ich keinen Minute länger bleiben und alle anderen der Firma durften bis auf weiteres Überstunden machen selbst ohne zu fragen.
Gibt es Samstagsarbeit werde ich nur einmal gefragt um den Schein zu wahren und dann möglichst höchstens 2 bis 3 Stunden gebraucht wenn ich hinginge. So wird bis Weihnachten jeden Samstag gearbeitet und normal jeweils 4 bis 6 Stunden lang.
Bei mir lohnen sich Überstunden ab 40 Überstunden.
Ich möchte gerne die paar Überstunden, welche sich im Laufe des Jahres angesammelt haben abbauen. Da der Vorgesetzte das verneint, frage ich Sie kann ich das einfordern?
So könnte ich etwa statt 8 Stunden täglich bis Ende des Jahres nur 7,5 Stunden arbeiten, und meine Kollegin kommt sowieso jeden Tag freiwillig 8,5 Stunden zur Arbeit.
Ich habe auch den Vorschlag gemacht, den bewilligten Weihnachtsurlaub von 4 Tagen, als unbezahlten Urlaub zu nehmen.
Kann ich es einfach einfordern, indem ich eine halbe Stunde weniger am Tag stemple oder eine viertel Stunde länger Pause mache und in der Summe eine viertel Stunde später komme und gehe?

Mit freundlichem Gruß








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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Ich muss Ihnen leider dringend davon abraten, so zu verfahren, wie Sie zuletzt geschrieben haben, da dieses nicht rechtens wäre.

Im Einzelnen:

Überstunden sollten Sie stets schriftlich geltend machen, genau nach Datum/Zeit, auch dazu schreiben, wer sie wann und aus welchem Grund angeordnet hat.

Beachten Sie, dass (tarif-)vertragliche Ausschlussfristen von wenigen Monaten für Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis gelten können, wonach Sie dieses schriftlich geltend machen müssen und bei Ablehnung oder mangelnden Antwort binnen einer weiteren Frist von wenigen Monaten sofort den Rechtsweg bestreiten müssten, damit die Ansprüche nicht verfristet sind.

Vergütung oder Freizeitausgleich für geleistete Überstunden kann nur verlangt werden, wenn der Arbeitgeber die Überstunden angeordnet, gebilligt oder geduldet hat oder sie zur Aufgabenerledigung erforderlich waren. Bestreitet der Arbeitgeber die Überstunden, muss der Arbeitnehmer, der die Vergütung von Überstunden fordert, im einzelnen Obiges konkret darlegen, auch an welchen Tagen und zu welchen Tageszeiten er über die übliche Arbeitszeit hinaus gearbeitet hat.

Eigenmächtig können Sie hier aber nicht einen Freizeitausgleich beanspruchen was genauso wenig rechtens ist, wie wenn Sie selbst Urlaub ohne Rücksprache mit dem Arbeitgeber nehmen.

Sie können sich den Freizeitausgleich also leider nicht einseitig geben, sondern müssten Ihnen beanspruchen und ggf. einklagen.

Freizeitausgleich muss vom Arbeitgeber gezielt für den Überstundenabbau gewährt werden.

Überstundenvergütung können Sie demgegenüber ohne nähere Vereinbarung geltend machen, sofern die obigen Voraussetzungen vorliegen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

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