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Überstunden Auszahlung Azubi

16.04.2020 12:15 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Zusammenfassung:

Ausbilder zahlt keine Mehrarbeit obwohl diese verlangt wurde.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe im Juli 2019 erfolgreich eine Ausbildung als Zimmermann absolviert und insgesamt innerhalb drei Jahren haben sich 220 Überstunden angehäuft. Leider habe ich vor Beginn der Ausbildung versäumt, eine Abmachung zu Überstunden zu treffen. Meine Ausbildung machte ich im dualen System und erfolgte somit im wechselnden Blockunterricht.
Mit meinem Betrieb gab es leider viele Probleme. Zu Beginn der Ausbildung waren es insgesamt ca. 12 Angestellte, zum Ende hin nur noch 4, da andere Azubis wegen Mobbing den Betrieb wechseln mussten und mein Chef leider zu denen zählt, welche ihre Angestellten nur als Nummer betrachten.
Nach dem Ende der Ausbildung habe ich mich mit meiner Chefin zusammengesetzt und wir sind auf 220 Überstunden gekommen. Ursprünglich hieß es von Chef-Seite aus, dass keine Überstunden vorhanden sind. Zum Thema Bezahlung wurde mir gesagt ich muss jede besuchte Schulstunde mit den Überstunden abgleichen und gucken was dabei übrig bleibt. Dies ist allerdings Monate nach der Ausbildung unmöglich zurück zu verfolgen.
Oft habe ich Samstag schwarz für 12.50€/h gearbeitet und dies am selben Tag ausgezahlt bekommen. Ich bin somit davon ausgegangen, dass dieser Stundensatz auch fairerweise für alle anderen Überstunden gilt. So läuft es nämlich in den meisten Handwerksbetrieben ab. Ich habe mich seit September 2019 nicht mehr getraut mit meinem Betrieb Kontakt auzunehmen, da sie alles dafür tun werden, mir am besten nichts auszahlen zu müssen. Sie haben mich leider sehr eingeschüchtert.
Ich würde gerne wissen, wie die Gesetzeslage dazu aussieht und wie ich weiter vorgehen soll. Ich finde es lächerlich und traurig zugleich unter 10€/h zu bekommen, wenn ich darüber nachdenke, wie lange ich in diesem Betrieb durchgehalten und wieviel ich geleistet habe.

Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen. Mit freundlichen Grüßen
P.

16.04.2020 | 12:42

Antwort

von


(142)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Zuerst muss man sich anschauen, was für einen Arbeits- oder Tarifverträge Sie haben, denn diese regeln die wöchentliche und tägliche Ausbildungszeit. Diese reicht aus, einem Azubi die Ausbildungsinhalte zu vermitteln. Von einem Azubi kann deshalb nicht verlangt werden, Überstunden zu leisten.
Überstunden sind ausschließlich freiwillig zu leisten. Angeordnete Überstunden des Arbeitgebers, darf es daher gesetzlich nicht geben. Die freiwillige Mehrarbeit ist zu vergüten.
Überstunden müssen daher mit Mehrarbeitszuschlag ausbezahlt oder mit Zeitzuschlag in Freizeit ausgeglichen werden. Ist das nicht erfolgt, können diese Ansprüche maximal für einen Zeitraum von drei Jahren geltend gemacht werden. Die meisten Verträge sehen jedoch einen Zeitraum von sechs Monaten vor.
Die Nachweispflicht für die Mehrarbeit liegt bei Ihnen. Sie müssen daher genau aufführen können, wann und wo Sie die Mehrarbeit geleistet haben.

Zur Information: Schulzeit, Pausen- und Wegezeit geltend zur Arbeitszeit. Die Arbeitszeit ist liegt bei höchstens acht Stunden täglich. In Ausnahmefällen auch 8,5 Stunden. Ansonsten läge ein Verstoß gegen des Arbeitszeit- oder Jugendarbeitsschutzgesetz vor.

Ich kann Ihnen daher nur empfehlen, die geleisteten Stunden aufzuführen, so genau wie möglich und den Zahlungsanspruch unter Fristsetzung dem ehemaligen Ausbildungsbetrieb per Einwurf Einschreiben zuzustellen. Nach Ablauf der Frist, sollten Sie dies mit anwaltlicher Hilfe geschehen, wenn keine Reaktion erfolgt oder diese schlichtweg ablehnend ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Michael Wübbe

ANTWORT VON

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