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Übersetzung eines nicht selbst verfassten Artikels


| 12.11.2006 22:05 |
Preis: ***,00 € |

Urheberrecht, Markenrecht, Patentrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Christian Joachim



Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn ich die Übersetzung eines von mir unentgeltlich übersetzten Artikels aus einer Zeitschrift und ggf. Kopien aus dem Artikel einigen Personen per e-mail sende, ist dies eine Urheberrechtsverletzung? Wenn ja, was kann auf mich zukommen?

vielen Dank!
Mit freundlichen Grüßen

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn Sie selbst einen Artikel übersetzen, so haben Sie grds. nach § 3 UrhG (Übersetzungen und andere Bearbeitungen eines Werkes, die persönliche geistige Schöpfungen des Bearbeiters sind, werden unbeschadet des Urheberrechts am bearbeiteten Werk wie selbständige Werke geschützt. Die nur unwesentliche Bearbeitung eines nicht geschützten Werkes der Musik wird nicht als selbständiges Werk geschützt.)das alleinige Schöpfungsrecht an der Übersetzung, vorausgesetzt, der Urheber des zu übersetzenden Werkes hat der Übersetzung zugestimmt (§ 69c UrhG, Ausnahme § 130 UrhG).

Sodann besitzen Sie die Urheberrechte an der Übersetzung und können selbstverständlich über die Verbreitung entscheiden, solange Sie das Urheberrecht nicht abgetreten oder aufgegeben haben.

Zudem legt das UrhG spezielle Vorschriften für Zeitungsartikel fest, die ich Ihnen nachfolgend beigefügt habe.

§ 49

Zeitungsartikel und Rundfunkkommentare

(1) Zulässig ist die Vervielfältigung und Verbreitung einzelner Rundfunkkommentare und einzelner Artikel aus Zeitungen und anderen lediglich Tagesinteressen dienenden Informationsblättern in anderen Zeitungen und Informationsblättern dieser Art sowie die öffentliche Wiedergabe solcher Kommentare und Artikel, wenn sie politische, wirtschaftliche oder religiöse Tagesfragen betreffen und nicht mit einem Vorbehalt der Rechte versehen sind. Für die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe ist dem Urheber eine angemessene Vergütung zu zahlen, es sei denn, daß es sich um eine Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentliche Wiedergabe kurzer Auszüge aus mehreren Kommentaren oder Artikeln in Form einer Übersicht handelt. Der Anspruch kann nur durch eine Verwertungsgesellschaft geltend gemacht werden.

(2) Unbeschränkt zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe von vermischten Nachrichten tatsächlichen Inhalts und von Tagesneuigkeiten, die durch Presse oder Funk veröffentlicht worden sind; ein durch andere gesetzliche Vorschriften gewährter Schutz bleibt unberührt.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend und hilfreich beantwortet zu haben und stehe Ihnen gerne weiterhin zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Joachim
-Rechtsanwalt-

www.rechtsbuero24.de

Nachfrage vom Fragesteller 13.11.2006 | 16:01

Sehr geehrter Herr Joachim,
vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort. Meine Nachfrage: Der Verfasser wurde vorab nicht über die Übersetzung informiert. Aus anderer Quelle habe ich erfahren, daß eine gewisse Anzahl an privaten, unentgeltlichen Kopien nicht strafbar ist.
Ist es ratsam, den Herausgeber der Zeitschrift zu kontaktieren und sozusagen "zu beichten", um evtl. eine Klage zu verhindern.
Vielen Dank und
mit freundlichen Grüßen

Ergänzung vom Anwalt 13.11.2006 | 16:14

Sehr geehrte Fragestellerin,

sofern Sie die Übersetzung nur im privaten Kreis nutzen und nicht veröffentlichen, ist dies grds. ohne Verlertzung des Urheberrechts möglich. Zugleich verweise ich nochmals auf § 49 UrhG, falls der Inhalt der Übersetzung in die dort genannten Bereiche fällt.

Ansonste empfehle ich Ihnen den von Ihnen angedachten Weg der Benachrichtigung in Form einer Frage, ob eine Übersetzung gewünscht oder erlaubt wird. Dann sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Ich hoffe, Ihnen auch bei Ihrer Nachfrage behilflich gewesen zu sein.

Mit freundlichen Grüßen


Christian Joachim
-Rechtsanwalt-


www.rechtsbuero24.de
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