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Überschreitung der Testphase für ein Programm


13.06.2005 16:56 |
Preis: ***,00 € |

Internetrecht, Computerrecht



Berlin, den 13.06.05

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt,
leider habe ich durch Überschreitung der Testphase eines heruntergeladenen Programms Probleme mit
der Vertriebsorganisation, die mir nun mit Einschaltung eines Anwaltes droht.
Deshalb bitte ich um Ihren Rat, wie ich mich hier am klügsten verhalte.
Einige Schreiben sind offensichtlich Standard- Texte, die keine sachgerechte Antwort enthalten.
Das Schreiben des Inkassobüros ist nicht mit Original- Unterschrift versehen und als Frist zur Zahlung wird mir nur 1 Woche eingeräumt, weshalb Zweifel an dem Ganzen bei mir entstanden sind, ob hier alles rechtens ist.
Für eine baldige Antwort wäre ich sehr dankbar.
Vielen Dank für Ihr Interesse, mit freundlichen Grüßen,
wundi2
P.S.: Anbei der E-Mail- Text in leicht gekürzter, anonymisierter Form, (das Inkasso- Schreiben kann ich als E- Mail- Anlage senden):

25.04.05 Betreff „Verlängerung“
Sehr geehrter Kunde,
wir möchten uns auf diesem Wege für Ihre bisherige Treue bedanken und
verlängern Ihre Mitgliedschaft (laut unseren AGB, siehe
http://www.firstload.de/agb.php) automatisch um weitere 12 Monate um nur
EUR 94,80. Ihnen stehen nun monatlich 5 GB zur freien Verfügung.
Der Betrag für Ihr Paket wird bequem per Lastschrift von Ihrem Konto
eingezogen.

25.04.05
Sehr geehrte Damen und Herren,
da es mir bisher aus technischen Gründen nicht gelungen ist, das Testangebot bzw. irgend eine Leistung von Ihnen in Anspruch zu nehmen, möchte ich hiermit bekanntgeben, daß ich das Vertragsverhältnis kündige und bitte für die Verzögerung um Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen, ...

28.04.05 Betreff „Keine Kündigung mehr möglich“
Sehr geehrter Kunde!
Mit bedauern nehmen wir Ihre Kündigung zur Kenntniss. Leider kommt diese zu
spät, da die Kündigung nur innerhalb der Testwochen möglich gewesen wäre.
Ihr Paket wurde nun jedoch sekundengenau verlängert und dies ist nicht mehr
rückgängig zu machen, da wir Ihr Downloadvolumen für Sie bereits eingekauft
haben. Wir haben aber schon mal vorsorglich die nächste Verlängerung Ihres
Paketes abgeschalten, und hoffen das dies zu Ihrer Zufriedenheit ist.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Firstload.de Team (Österreich)

27.04.05
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider mußte ich für den von Ihnen heute bereits abgebuchten Betrag eine Lastschriftrückgabe veranlassen.
Der Grund ist - wie bereits schon angedeutet - folgender: Durch die von Ihnen vertriebene Software ist es bei meinem PC zu einem mehrtägigen Totalausfall gekommen, der sich nur durch Deinstallation des Programmes wieder beheben ließ. Aus diesem Grunde bitte ich um Verständnis, daß ich Ihre Software nicht wieder installieren werde, da sie offensichtlich auf meinem PC nicht lauffähig ist. Die Verzögerung bei der Kündigung ist eingetreten, weil der PC nicht eher verfügbar war. Ich bitte daher darum, die Kündigung als fristgemäß zu akzeptieren. Für die Ihnen entstandenen
Kosten der Rückbuchung komme ich aber auf.
Mit freundlichen Grüßen, ...


01.05.05 Betreff „Re: Rückbuchung“
Sehr geehrter Kunde,
Sie hätten flexibel per Email kündigen können und dies innerhalb der ersten 14 Tage nach Ihrer Anmeldung.
Dies haben Sie nicht getan, daher wurde Ihr Vertrag wie in den AGB erläutert auf das Firstload 5 Angebot aufgestockt.
Wenn Sie der Meinung sind, dass sie fristgerecht gekündigt haben, dann senden Sie uns eine Kopie der Kündigung zu.
Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Firstload.de – Team

01.05.05
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider haben Sie mir in keiner Weise geholfen. Wenn Sie meine Mail aufmerksam gelesen hätten, wäre Ihnen klar gewesen, daß ich mit diesem PC- ein anderer war nicht verfügbar- keinesfalls eine Mail hätte versenden können, denn es handelte sich um einen mehrtägigen Totalausfall des PC´s, verursacht durch die von Ihnen vertriebene Software.
Auch bei einer Neuinstallation läuft das Programm nicht, da es mit diesem PC nicht kompatibel ist und damit für mich unbrauchbar, wie ich ja bereits schrieb.
Sie können nun keinesfalls von mir erwarten, daß ich für etwas bezahle, das ich nicht verwenden kann. Ein solches Verlangen wäre unseriös.
Mit freundlichen Grüßen, ...

05.05.05 Betreff „Re: Rückbuchung“
Sehr geehrter Kunde,
wenn wir Ihr Anliegen weiter bearbeiten sollen, müssen Sie uns bitte eine Kopie, der Ihrer Meinung nach fristgerechten Kündigung, schicken. Speichern Sie diese komplett ab und schicken sie uns diese als Anhang.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Firstload.de Team

05.05.05 Betreff „Mahnung“
Sehr geehrter Kunde!
Sie haben unsere Dienstleistung bestellt und wir haben daraufhin
versucht, wie von Ihnen gewünscht von Ihrem Konto den offenen Betrag
abzubuchen. Leider haben Sie jedoch unsere Abbuchung bei Ihrer Bank
rückgängig gemacht oder Ihr Konto hatte nicht die erforderliche Deckung.
Ihr Account wurde gesperrt, bis wir einen Zahlungseingang feststellen.
Bitte nehmen Sie diese Mahnung ernst, denn es ist der einzige
Weg, der Sie vor hohen Inkasso- und Anwaltsgebühren bewahrt. Bitte
führen Sie daher die Überweisung prompt durch.
Der offene Betrag in Höhe von 94,80 ist auf folgendes Konto zu überweisen:

Inhaber: Valentin Fritzmann
Konto: 1061107197
BLZ: 70120700
Verwendungszweck: 202281

Mit freundlichen Grüssen
Ihr Firstload.de Team
Buchhaltungsabteilung

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Sehr geehrter Fragesteller,

ich rate Ihnen, dem Unternehmen einen (Teil-)Betrag zu erstatten. Zumindest die durch die Kündigung entstandenen Rücklastschriftkosten sind in jedem Fall von Ihnen zu ersetzen.

Wenn sich Ihr Vortrag, dass die Software fehlerhaft war, als richtig erweisen sollte, könnten Sie (Gegen-)Ansprüche erlangt haben - ehrlich gesagt, glaube ich aber nicht, dass Sie damit durchkommen. Andererseits, wenn ich mir den "Service" näher anschaue, denke ich, dass Sie mal nach anderen unzufriedenen Kunden suchen und sich ggf. solidarisieren sollten.

Was gar nicht zieht, ist das Argument, Ihr PC sei defekt gewesen und deswegen konnten Sie nicht fristgerecht kündigen. Das Argument würde ich auf einer Insel mit einem PC gelten lassen, aber in Deutschland nicht! Sie hätten ja faxen oder einen Brief schreiben können.

Mal abgesehen davon, hat der Anbieter von firstload.de ja sicher einiges zu bieten. Ich denke hier an illegale Vervielfältigungen. Er bietet natürlich nur den Zugang an und weiß bestimmt gar nicht, was seine Kunden machen… so steht es ja auch in den AGB, die dem österreichischem Recht unterliegen, zu dem ich leider als deutscher Anwalt nicht viel sagen kann.

Greifen Sie am besten zum Telefonhörer und/oder schreiben Sie eine eMail und einigen sich - wie eingangs erwähnt - auf einen Pauschalbetrag. Lassen Sie die Wochenfrist nicht verstreichen. Es tut mir leid, dass ich Ihnen keinen besseren Rat erteilen kann, aber ich möchte vornehmlich vermeiden, dass die Sache für Sie noch teurer wird.



Dennis Sevriens
Rechtsanwalt

Kanzlei SEVRIENS
Bergmannstraße 12
10961 Berlin

Tel: +49 30 6120 3616
Fax: +49 30 6120 3626

Web: www.sevriens.net
Weblog: info.dpms.name
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