Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Überschreiben, vererben eines Einfamilienhaus zu Lebzeiten

| 18.02.2020 18:17 |
Preis: 65,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Krueckemeyer


Wir möchten vermeiden das der Staat/Sozialamt einmal auf unser Haus zugreift wenn wir Ehepaar in ein Alters oder Pflegeheim müssen. Ist diese Sorge unbegründet oder ist es ratsam unserem Sohn schon jetzt das schuldenfreie Haus zu überschreiben oder im voraus zu vererben, oder gibt es andere Möglichkeiten ?
Welche Kosten für Anwalt und Amt kommen etwa auf uns zu?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Die Sorge ist durchaus begründet. Wer in ein Pflegeheim muss, muss auch sein Vermögen verwenden um die Kosten zu tragen. Etwas anderes kann bei Eheleuten gelten wenn nur einer von beiden in Pflegeheim muss und der andere das Haus weiter bewohnen will. Ob dann ein Verkauf zwangsweise durch gesetzt werden kann, ist stark von den Umständen im Einzelfall abhängig.

Das heißt, nur wenn kein Vermögen vorhanden ist, muss der Staat (in diesem Fall der Sozialhilfeträger) die Pflegekosten tragen. Bei Kindern ist nur das Einkommen entscheidend ob diese herangezogen werden.

Eine Möglichkeit die Zahlungspflicht zu umgehen ist, der frühzeitige Übertragung des Hauses an die Kinder. Nach 10 Jahren ist eine solche Schenkung nicht mehr rückabzuwickeln um für Pflegekosten aufzukommen.
Problematisch in diesem Zusammenhang ist dann allerdings, dass die Übertragung tatsächlich erfolgt sein muss. Oftmals behalten sich die Eltern dann ein Wohnrecht oder ein Rückforderungsrecht vor. Wird dieses vereinbart, kommt der BGH oft zu dem Schluss, dass keine echte Übertragung vorliegt und daher das Haus doch in Regress genommen wird.
Das heißt, die Schenkung muss quasi vorbehaltlos erfolgen. Davor muss ich aber deutlich warnen. Immer wieder kommt es auch in Familien zu Zerwürfnissen. Wenn dann die Schenkung vollzogen wurde, ohne ein Wohnrecht einzutragen oder eine sonstige Absicherung, hat der Sohn auch die Möglichkeit, die Eltern rauszuwerfen. Hier könnte man allenfalls mit einem Mietvertrag auf Lebenszeit arbeiten. Ob es unbedingt so schön ist im Hause des Sohns zu wohnen der als Vermieter versucht den Eltern das Leben zur Hölle zu machen ist dann natürlich die nächste Frage.

Fazit: Eine Übertragung der Immobilie um Sozialleistungen zu erhalten ist bei langfristiger Planung möglich. Oftmals begibt man sich dadurch aber in eine Abhängigkeit zu den eigenen Kindern (und faktisch auch deren Partner) die so nicht gewollt ist.

Die Kosten der Schenkung einer Immobilie sind vom deren Wert abhängig. Die Einschaltung eines Notars ist zwingend erforderlich. Dieser kann auch die inhaltliche Beratung (Folgen eines Wohnrechts) übernehmen.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten rechtlichen Überblick verschaffen. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.02.2020 | 16:54

Würde eine Schenkung mit einem Mietvertrag auf Lebenszeit als vorbehaltslos gelten?
Der Wert des Hause liegt bei 370000 wie hoch belaufen sich ca. die Notarkosten?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.02.2020 | 17:01

Sehr geehrter Fragesteller,

ja eine Schenkung (ohne Auflagen) würde als vorbehaltlos gelten. Die Errichtung eines Mietvertrages müsste dann anschließend (also nicht als Gegenleistung) erfolgen.

Die Kosten für eine Schenkung liegen bei etwa 2.800 €.

Ich weise nochmal darauf hin, dass Sie unbedingt auch eine Beratung des Notars wahrnehmen sollten.

Bei weiteren Rückfragen können Sie mich via Email kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 21.02.2020 | 12:06

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle Antwort auch auf Nachfragen"
FRAGESTELLER 21.02.2020 4,8/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 72458 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Danke fuer Ihre Hilfe. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
äußerst schnelle, kompetente und exakte Beantwortung meiner Fragen VIELEN DANK für Ihre Hilfe ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Sehr hilfreiche Antwort, keine weiteren fragen. Danke. ...
FRAGESTELLER