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Überraschender Zweitschaden nach PC-Reparatur; Kunde will nicht zahlen


| 11.01.2006 14:00 |
Preis: ***,00 € |

Schadensersatz



Ein Neukunde bringt mir sein Notebook (NB) - aktueller Marktpreis
600 € - zur Reparatur. Klare Ansage: Das NB hat am Stromanschluß einen Wackelkontakt und wegen Strommangels keinerlei Funktion. Aus diesem Grunde ist auch keinerlei Test vor Reparaturbeginn möglich. Vorher vereinbarter und später auch einzuhaltender Rep.-Preis: 120 € incl. Materialkosten (nur 1 € für Lötzinn nötig).

Die Reparatur gelingt, das NB bekommt wieder Strom und sieheda, es zeigt sich ein weiterer Defekt: Die Elektronik (EL) des Displays (des Bildschirms) ist defekt. Dies ist für mich nicht reparierbar, weil die EL auf dem freien Markt nicht erhältlich (oder aber - siehe gleich - unwirtschaftlich zu
teuer ist). Die Reparatur beim Hersteller würde 800 € kosten und übersteigt damit deutlich den Zeitwert des Gerätes.

Der Neukunde verzichtet und will sich stattdessen ein neues NB kaufen. Den Rep.-Preis von 120 € will er unter diesen Umständen nicht mehr bezahlen. Zudem behauptet er, dieser EL-Schaden wäre
vorher nicht vorhanden gewesen, möglicherweise hätte ich den bei der Ursprungsreparatur verursacht.

Hinweis: Auch für einen gut ausgebildeten Gutachter wird es nur in seltenen Fällen möglich sein, eindeutig und unzweifelhaft eine Aussage darüber zu treffen, ob der Schaden schon vor der Rep. da war oder aber nicht. Beides ist oftmals technisch möglich !

Frage 1: Kann ich vom Kunden den vereinbarten Rep-Preis für meine gelungene Reparatur in voller
Höhe verlangen?


Es ist im Extrem denkbar, dass der Kunde vorher sehr wohl um den wirtschaftl. Totalschaden weiß, dies aber hinterlistig verschweigt, um über anschließend behaupteten Schadensersatz-anspruch gegen den EDV-Dienstleister seinen Schaden auf den Reparateur abzuwälzen.

Frage 2: Wie kann ich mich zukünftig bei Rep.-Annahme gegenüber solch unerwartetem Rep.-Ausgang schützen, bzw. dafür Vorsorge treffen? Oder aber gar ungerechtfertigten, weil hinterlistig verschwiegenen Schäden, bzw. Schadensersatzforderungen schützen?

Der Dreh- u. Angelpunkt könnte sein, wer muß hinterher was beweisen?

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Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

zunächst vielen Dank für Ihre Anfrage.

Grundlage für Ihren Vergütungsanspruch ist der mit dem Kunden geschlossene Werkvertrag. Wenn Sie Ihre nach dem Vertragsinhalt geschuldete Leistung erbracht haben, dürfen Sie ohne Weiteres vom Kinden die volle Vergütung verlangen, unabhängig davon, ob das Gerät für den Kunden aufgrund eines anderen Defekts brauchbar ist oder nicht. Nur dann, wenn Sie den zweiten Defekt schon während der Reparatur bemerken und feststellen müssen, dass Ihre Reparatur zu nichts nutze sein wird, können Sie lediglich eine anteilige Vergütung für die bis dahin geleistete Arbeit und die notwendigen Auslagen verlangen (§ 645 Abs. 1 BGB).

Wenn der Kunde gegen Ihren Vergütungsanspruch nun das Bestehen von Schadenersatzansprüchen einwenden möchte, dann trifft ihn und nicht Sie insoweit die Beweislast. Der Kunde muss also darlegen und untermauern können, dass Sie sein Gerät beschädigt oder zerstört hätten - was ihm kaum gelingen wird. Sie sind in solchen Fällen daher regelmäßig "aus dem Schneider", haben aber natürlich erst einmal den Ärger, sich mit dem Kunden auseinandersetzen zu müssen. Schützen können Sie sich gegen solchen Ärger allerdings im Vorhinein nicht. Wenn ein Kunde beabsichtigt, Sie auf die von Ihnen beschriebene Weise zu schädigen, wird er Ihnen diesen Ärger auf jeden Fall bereiten, unabhängig vom Inhalt des zugrundeliegenden Vertrags. Davon, dass Sie in Ihren AGB Ihre Haftung für Sachschäden auf Fälle grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz beschränkt haben und zudem auf Ihr Unternehmerpfandrecht hinweisen, gehe ich aus. Mehr als das können Sie nicht tun.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Ausführungen weiterhelfen. Für Rückfragen stehe ich gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)
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