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Überprüfung qualifiziertes Arbeitszeugnis

21.10.2008 13:36 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger


Sehr geehrter Herr Anwalt,

ich habe gerade ein Arbeitszeugnis erhalten und bin mir bei einigen Formulierungen nicht sicher ob es eine gute Bewertung ist. Daher bitte ich Sie mein Zeugnis zu überprüfen und eventuelle Änderungsvorschläge einfließen zu lassen. Selber würde ich meine Arbeitsleistung mit gut bewerten.

Vielen Dank im voraus.

-------------------------------------------

ZEUGNIS

< Bennenung des Arbeitszeitraumes etc.. ist ok, auch die Vorgesetztenfunktion (vier MA) ist genannt worden>

< die Beschreibung der Aufgaben ist vollständig und ausführlich>


Herr x hat sich in die einzelnen Aufgaben rasch eingearbeitet und sich entsprechend fundierte Fachkenntnisse im Bereich y angeeignet. Abgerundet wurde dies durch entsprechende Kenntnisse der technischen und gesetzgebenden Regelwerke sowie durch betriebswirtschaftliche Kenntnisse.

Durch eine rasche Auffassungsgabe, Verantwortungsbereitschaft und Durchsetzungsvermögen gelang es ihm, auch in schwierigen Situationen schnell und kompetent Entscheidungen zu treffen. Hervorheben möchten wir die Mitwirkung von Herrn x bei dem Projekt z. Er hat die ihm gestellten Aufgaben zu unserer vollsten Zufriedenheit durchgeführt.

Wir haben Herrn x bei allen Aufgabenstellungen stets als engagierten, eigenverantwortlich agierenden und zuverlässigen Mitarbeiter, der mit viel Eigeninitiative und Beständigkeit die ihm gesetzten Ziele verfolgt und erfüllte, kennen und schätzen gelernt.

Aufgrund seiner Sachkompetenz, seiner Integrität und seines kooperativen Wesens genoss er das Vertrauen seiner Vorgesetzten und galt sowohl im Kollegenkreis als auch bei allen anderen Mitarbeitern als gesuchter Gesprächspartner. Er überzeugte seine Mitarbeiter und förderte die Zusammenarbeit. Er informierte sein Team, regte Weiterbildung an und delegierte Aufgaben und Verantwortung wodurch er ein hohes Abteilungsergebnis erreichte.
Das Beschäftigungsverhältnis endete auf Wunsch von Herrn x am z, was wir bedauern. Wir danken ihm an dieser Stelle für seine Mitarbeit und wünschen ihm für seine persönliche und berufliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen summarisch wie folgt beantworten:

Das übermittelte Zeugnis dürfte Ihren eigenen Vorstellungen entsprechen. Es befindet sich im guten – sehr guten bereich.

Allein die Formulierung, dass die Arbeiten zur „vollsten“ Zufriedenheit erledigt wurden, ist eine sehr gute Zusammenfassung.

Darüber hinaus ist ein Bedauern über Ihr Ausscheiden genannt, was ebenfalls in den guten Zeugnisbereich gehört.

Auch alle anderen Formulierungen geben eine überdurchschnittliche Leistung wieder.

Zu erwähnen wäre in diesem Zusammenhang, dass Sie nach der BAG-Rechtsprechung nur Anspruch auf ein durchschnittliches Zeugnis (Note 3) haben und Sie alles bessere selbst beweisen müssen (was kaum möglich ist).

Sollten Sie eine konkrete Formulierung bedenklich finden, nutzen Sie bitte die Nachfragefunktion.

Ich hoffe, Ihren einen hilfreichen ersten Überblick verschafft zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Bitte beachten Sie, dass diese Beratung eine umfassende Prüfung an Hand aller Unterlagen nicht ersetzen kann. Für Rückfragen und die weitere Interessenvertretung stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

www.anwalt-for-you.de

Nachfrage vom Fragesteller 26.10.2008 | 18:26

Sehr geehrter Herr Steininger,

vielen Dank für Ihre Antwort. Bedenklich fand ich den Abschnitt
"Aufgrund seiner Sachkompetenz, seiner Integrität und seines kooperativen Wesens genoss er das Vertrauen seiner Vorgesetzten und galt sowohl im Kollegenkreis als auch bei allen anderen Mitarbeitern als gesuchter Gesprächspartner. Er überzeugte seine Mitarbeiter und förderte die Zusammenarbeit. Er informierte sein Team, regte Weiterbildung an und delegierte Aufgaben und Verantwortung wodurch er ein hohes Abteilungsergebnis erreichte. "
Dabei war ich mir insbesondere bei
-dem Ausdruck "kooperatives Wesen " nicht sicher,
-dass nur die Nennung der Vorgesetzten bei dem Vertrauen genannt wurde und nicht die anderen MA und
- dass ich ein gesuchter Gesprächspartner war (... aber nicht gefunden ...?)
Auch bei die Bemerkung von "dem hohen Arbeitsergebnis durch Delegation" würde mich Ihre Meinung interessieren.

Vielen Dank für Ihre Mühe,

Ratsuchender

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.10.2008 | 20:14

Zunächst darf ich mitteilen, dass man Zeugnisse nicht zu genau interpretieren sollte. Daher halte ich die Formulierungen insgesamt für nicht besonders nachteilig.

Ich habe kein Problem, wenn Sie als ein Kooperativer Mensch bezeichnet werden.

Ob MA Vertrauen haben müssen, kann man natürlich hinterfragen, letztendlich kommt es mE darauf an, dass der Vorgesetzte Ihnen vertrauete (und das Team Ihre Anweisungen ausführt).

Der gesuchte Gesprächpartner ist dahingehend zu verstehen, dass Sie ein begehrter Ansprechparter sind, eine negative Äußerung vermag ich hier nicht zu sehen.

Der Bereich der Delegation zeigt, dass Sie Führungsqualöitäten hatten. Ob dies für den konkreten Bereich evtl. doch negativ sein sollte, kann ich natürlich nicht beurteilen - generell sehe ich das aber nicht.

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