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Überprüfung des selbstverfassten Arbeitszeugnis


18.11.2005 16:49 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Hallo lieber Anwalt,

mein Arbeitgeber hat mir zum Jahresende betriebsbedingt gekündigt. Ich bin bereits 45 Jahre alt und habe es auf dem Arbeitsmarkt daher sicher nicht leicht, einen neuen Job zu finden. Daher hängt sehr viel von meinem jetztigen Arbeitszeugnis ab, was ich von meinem Chef erhalte. Da er mir die Aufgabe übertragen hat, ein qualifiziertes und sehr gutes Zeugnis für mich vorzubereiten, möchte ich es gern Ihnen vorab zur Überprüfung zusenden, da ich nicht aus Unwissenheit Fehler, Lücken oder versteckte Botschaften darin enthalten wissen möchte. Hier nun der Text:


Frau XXXX, geb. am XXXX, war in der Zeit vom XXXX bis XXXX als Kommunikationsberaterin in unserem Unternehmen beschäftigt.

Als XXXX-Unternehmen für XXXXX (Kurzbeschreibung des Unternehmens)

Während ihrer gesamten Tätigkeit war Frau XXX überwiegend in Kundenprojekten eingesetzt. In folgenden Projekten war sie für uns tätig: XXX
(Aufzählung der Projekte)

Die Hauptaufgabe von Frau XXX bestand XXXXX in der Konzeption und Umsetzung von geeigneten Kommunikationsmaßnahmen für XXXX
(kurze Beschreibung meines Arbeitsschwerpunktes)

Dies beinhaltete u.a. folgende Tätigkeiten: XXXXX
(Aufzählung von Tätigkeiten, die mit der Erfüllung der Aufgaben verbunden waren)

In projektlosen Zeiten war Frau XXXX in unserem Unternehmen XXXXXX
(kurze Beschreibung der Tätigkeiten in der Stammfirma)

Wir haben Frau XXX als eine sehr ausdauernde und belastbare Mitarbeiterin kennengelernt, die auch unter schwierigen Arbeitsbedingungen ihre Aufgaben stets souverän und zu unserer vollsten Zufriedenheit erfüllte. Sie arbeitete sich sehr erfolgreich und mit großem Engagement in ihre vielfältigen und sicher nicht immer leichten Aufgabenstellungen ein. Ihre ausgezeichnete Auffassungsgabe und ihr hohes Einfühlungsvermögen halfen ihr dabei, sich auch in komplexe Zusammenhänge schnell und präzise hinein zu denken und diese in verständlicher Form effizient und zielgerichtet aufzubereiten.

Frau XXX verfügt über hervorragendes Fachwissen, dass sie jederzeit praxisnah und mit großem Erfolg einzusetzen wußte. Auch in maximalen Stresssituationen behielt sie stets den Überblick und bewältigte zielstrebig die ihr übertragenen Aufgaben. Ihr Arbeitsstil ist geprägt von hoher Selbstständigkeit und großem Verantwortungsbewußtsein; ihr Denken und Handeln sind strukturiert und bereichsübergreifend. Als Mitarbeiterin mit hoher sozialer Kompetenz und ausgeprägter Teamorientierung verstand sie es in erstaunliche Weise, Beziehungen aufzubauen, was sich deutlich im Rahmen ihrer Akquisetätigkeit zeigte. So verfügt sie auch über die notwendige Sensibilität, um in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Mentalitäten erfolgreich zu bestehen.

Frau XXXX zeigte sich in jeder Hinsicht als äußerst zuverlässige Mitarbeiterin mit großer Termintreue, hohem Pflichtgefühl und ungewöhnlicher Einsatzbereitschaft. Ihr Verhalten war stets verbindlich und vorbildlich. Von Vorgesetzten, Kollegen und insbesondere von unseren Kunden wurde Frau XXX wegen ihrer Kompetenz, ihrer Loyalität und ihres freundlichen Wesens stets geschätzt. Die Zusammenarbeit mit ihr war in jeder Weise offen, konstruktiv und vertrauensvoll. Frau XXX nahm regelmäßig an Coachings teil und besuchte mehrere berufliche Weiterbildungen.

Wir bedauern es außerordentlich, dass wir Frau XXX fristgerecht betriebsbedingt kündigen müssen. Wir danken ihr für ihre ausgezeichneten Leistungen und ihre engagierten Einsatz in unserem Unternehmen und wünschen ihr für ihren weiteren beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute und viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
Chef



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Sehr geehrte Fragestellerin,
sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, diese möchte ich an Hand Ihrer Angaben wie folgt beantworten:

Sie haben in weiten Teilen ein dem üblichen Standard-Aufbau entsprechendes sehr gutes Zeugnis verfasst.

Im Leistungsteil sollte die Bewertung („vollste Zufriedenheit“) an das Ende gestellt werden. Danach folgt dann die Bewertung des Verhaltens.

Gestatten Sie mir aber den Hinweis, dass die Bewertung insgesamt sehr positiv erscheint. Je nach Aufgabenbereich und Beschäftigungsdauer KANN dies den Anschein eines Gefälligkeitszeugnisses erwecken.

Ansonsten bleibt es dabei: das Zeugnis ist überdurchschnittlich und entspricht den wesentlichen Formvorgaben.

Für die weitere berufliche Suche wünsche ich Ihnen viel Erfolg!

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend und zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben. Für das entgegengebrachte Vertrauen bedanke ich mich recht herzlich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Steininger
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 18.11.2005 | 18:43

Sehr geehrter Herr Steiniger,

danke für Ihre Antwort. Nun meine Nachfrage: Reicht eine Beschäftigungsdauer von 6 1/2 Jahren und eine fast durchgängige Tätigkeit als Beraterin in Kundenprojekten, um den Anschein eines Gefälligkeitszeugnisses zu entkräften?

Mit freundlichen Grüßen
die Fragestellerin

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.11.2005 | 21:53


Eine deratige Beschäftigungsdauer dürfte regelmäßig eine genaue Beurteilung ermöglichen. Daher dürfte dieser Gesichtspunkt gegen ein „Gefälligkeitszeugnis“ sprechen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 18.11.2005 | 21:54


Eine deratige Beschäftigungsdauer dürfte regelmäßig eine genaue Beurteilung ermöglichen. Daher dürfte dieser Gesichtspunkt gegen ein „Gefälligkeitszeugnis“ sprechen.

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