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23.06.2013 22:35 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Zusammenfassung: Es ging im Anwaltshaftung und anwaltliches Berufsrecht

Hallo,

vor einigen Monaten suchte ich hier einen Anwalt über Frag-einen-Anwalt.de.
Es bot sich mir Herr S. an, welcher das erste Mandat übernahm.
In der Folge bot Herr S. mir folgendes an: Wenn er in meinem Namen meine "Gegner" abmahnen dürfte, würde er so Geld verdienen und dahingehend kostenlos meine Mandate übernehmen. Für mich schien dies ein ungefährliches Angebot und ich ließ mich darauf ein (schriftlich per Email alles festgehalten).

Leider wird es nun immer Kurioser, ich möchte hier die wichtigsten Fälle aufgreifen und brauche Rat gegen diesen Anwalt nun vorzugehen.

1)
Herr N. schuldet mit 13.000€. Dieser hat vor kurzem die EV abgegeben. Ich bat meinen Anwalt Herrn S. dennoch eine Bankpfändung einzuleiten, damit sobald hier Geld drauf kommt, dieses gepfändet wird.
1 Monat später fragte ich nach, da ich nichts mehr von meinem Anwalt hörte und bat ihm um Kopie des Antrages auf Kontopfändung. Er sagte hierzu, sinng. Zitat: "Gibt keinen extra Antrag. Das hatten wir alles schon im ersten Antrag an die GVin gemacht und diese dann nur telefonisch informiert."
Ist diese Aussage so korrekt?

2)
Ich wurde verklagt, dass ich einem Kunden, welcher einen Widerruf beging, das Paket aber leer ankam, dennoch das Geld zurück zahlen müsse. Unabhängig von dem Inhalt der Klage - Ich habe meinem Anwalt hier einen Nachweiß, welcher meiner Meinung nach den kompletten Sachverhalt zu meinen Gunsten ändert, zukommen lassen.
Das Gericht hat der Klage statt gegeben, man ließt aber in der Begründung nichts von meinem Nachweiß, alles ließt sich so als wäre mein nachweiß nie erbracht worden. Auch mein Anwalt scheibt in einem Schreiben an mich: "Haben Sie einen Nachweiß?"
Ziemlich sauer bat ich um eine erklärung, fügte meine Email an Ihn mit diesem Nachweiß von vor Monaten anbei.

Der Knaller: Die Email von mir beantwortet er mir - weitergeleitet wohl von einem seiner Mitarbeiter - mit dem Text: "Jetzt ist er wohl sauer - damn..." - was wohl offensichtlich reinster Sakasmus und Ironie ist und zeigt das ich als Mandant in dieser Kanzlei massiv verarscht und über mich hergezogen wird.
Der Anwalt antwortet er hätte meinen Nachweiß bereits an die Klageerwiderung als Anhang drangehängt und das Gericht hätte diese "einfach ignroiert".

a) Kann ich den Wahrheitsgehalt meines Anwaltes in diesem Falle nachprüfen (z.b: mir eine Kopie der Klageerwiderrung bei Gericht holen - ich vermute, wenn mein Anwalt heir lügen sollte, ist er auch in der lage die Klageerwiderrung in Kopie an mich zu fälschen indem er den Anhanf welchen er theoretisch vergessen hätte, einfach dranhängt an die PDF)?
b) kann ich Beschwerde gegen meinen Anwalt bei der Anwaltskammer aufgrund der Verarsche einreichen?
c) Ist es mir erlaubt, den Anwalt in diversen Foren durch bloßstellung dieser Tatsachen (reine Wahrheitsbehauptungen!) zu kritisieren? Darf ich hier seinen Klarnamen verwenden?

3)
Ist diese Art Abmachung "unendlich viele Abmahnungen gegen kostenlose Übernahme von div. Mandanten" eine rechtlich korrekte Sache oder kann der Anwalt hier ggf. Probleme bekommen, wenn dies öffentlich gemacht wird?
23.06.2013 | 23:40

Antwort

von


(252)
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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte.

Zu Ihrer 1. Frage:
Die Angabe des Kollegen, er habe dann nur noch mit der Gerichtsvollzieherin gesprochen, erscheint tatsächlich etwas merkwürdig. Grundsätzlich beantragt man bei einer "Kontenpfändung" den Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses bei dem zuständigen Amtsgericht. Dieser Antrag ist im übrigen gebührenpflichtig. Wenn das Gericht darüber entschieden hat, geht der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss an das kontoführende Bankinstitut des Schuldners. In der Tat gibt es also einen separaten Antrag, über den übrigens das Amtsgericht selbst und nicht der Gerichtsvollzieher entscheidet. Sie sollten also bei dem Kollegen nochmals konkret anfragen, ob er Ihnen eine Kopie des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses aushändigen kann.

Zu Ihrer 2. Frage:

a) Sie können bei dem Gericht beantragen, Ihnen Akteneinsicht zu gewähren. Ihnen wird die Gerichtsakte zwar nicht übersandt werden, allerdings können Sie nach m. E. vor Ort bei Gericht Einsicht in die Gerichtsakte nehmen. Dies sollten Sie allerdings schriftlich vorher beantragen. Wenn Sie diesbezüglich unsicher sind, rufen Sie einfach bei Gericht an. Ggf. können Sie schildern, dass Sie Regressansprüche prüfen möchten und deshalb die Akte des Gerichts einsehen möchten. Vielleicht haben Sie auch Glück und man erteilt Ihnen direkt am Telefon Auskunft, welche Anlagen zu der Klageerwiderung vorliegen.

b) Sollte sich der Verdacht erhärten, können Sie die zuständige Anwaltskammer des Kollegen anschreiben und den Fall dort schildern. Ich gehe davon aus, dass Ihre Beschwerde dort ernst genommen werden wird.

c) Von dieser Variante würde ich dringend abraten, insbesondere unter Namensnennung. Sie geraten mit einem solchen Vorgehen schnell in den Verdacht einer strafbaren Handlung und müssen mit einer einstweiligen Verfügung, einer Klage und mit der Strafverfolgung durch die Staatsanwaltschaft rechnen. Sie müssen immer damit rechnen, dass Ihre Angaben in einem Forum nicht erweislich wahr sind, und dies kann zu massiven Problemen führen. Stattdessen sollten Sie darüber nachdenken, ggf, Regressansprüche zu erheben. Jeder Kollege hat eine Berufshaftpflichtversicherung. Sollte er Sie falsch beraten oder vertreten haben, haben Sie ggf. entsprechende Schadensersatzansprüche. Dieser Weg bringt Ihnen im Zweifel mehr als der Weg über die Foren.

Zu Ihrer dritten Frage:
Diese Vereinbarung halte ich berufsrechtlich für problematisch, da im Bereich der gerichtlichen Vertretung die gesetzlichen Gebühren nur in Ausnahmefällen unterschritten werden dürften. Der Kollege müsste auch hinsichtlich einer solchen Vereinbarung damit rechnen, Probleme mit der für ihn zuständigen Rechtsanwaltskammer zu bekommen.

Ich hoffe, Ihre Fragen in Ihrem Sinne beantwortet zu haben und wünsche Ihnen Alles Gute in dieser Angelegenheit.

Abschließend weise ich Sie darauf hin, dass im Rahmen dieser Plattform nur eine erste Einschätzung des Sachverhalts, basierend auf Ihren Angaben, möglich ist. Sofern hier relevante Angaben hinzugefügt oder weggelassen worden sind, kann die rechtliche Einschätzung auch völlig anders aussehen. Den Gang zu einem Berufskollegen vor Ort kann und will diese Plattform nicht ersetzen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Zimmlinghaus
Rechtsanwalt

www.zimmlinghaus.de



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