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Überprüfung Arbeitszeugnis


| 17.12.2010 22:20 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Silke Jacobi



Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe diese Woche mein angefordertes Zwischenzeugnis für Bewerbungszwecke erhalten und empfinde es nicht als treffend formuliert, was meine Arbeitsweise etc. angeht. Daher bitte ich um eine kurze Aufschlüsselung und um eine Bewertung (Schulnotensystem) des Zeugnis.

Herr Fragesteller, geboren am xx.xx.xxxx in XXX, ist seit dem xx.xx.xxxx im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses als XXX in unserem Unternehmen tätig.

Das Aufgabengebiet in der Abteilung XXX umfasst folgende Tätigkeiten:

- stimmt soweit alles!!

Herr Fragesteller beherrscht seinen Aufgabenbereich umfassend und überdurchschnittlich. Er verfügt über umfangreiche IT-Kenntnisse. Des weiteren nutzt Herr Fragesteller die ihm gebotenen Möglichkeiten der beruflichen Weiterbildung mit sehr gutem Erfolg. Er zeigt stets Eigeninitiative, Einsatzbereitschaft und große Selbstständigkeit. Auch in neuen Situationen findet sich Herr Fragesteller immer sehr gut zurecht und überzeugt durch hohe Belastbarkeit. Seine Arbeitsweise ist in hohem Maße geprägt von Zuverlässigkeit und Sorgfalt. Er zeichnet sich in jeder Hinsicht durch wirtschaftliches Denken und Handeln aus. Herr Fragesteller liefert immer eine überdurchschnittliche Arbeitsqualität.

Seine Aufgaben erfüllt Herr Fragesteller stets zu unserer vollen Zufriedenheit. Seine Mitarbeit ist für uns wertvoll. Er ist auf Grund seiner loyalen, kooperativen und hilfsbereiten Art sowohl bei Vorgesetzten als auch bei Kollegen gleichermaßen geschätzt und beliebt. Sein Verhalten ist jederzeit einwandfrei.

Dieses Zwischenzeugnis wird auf Wunsch von Herrn Fragesteller ausgestellt. Wir danken ihm für die stets gute Zusammenarbeit.

XXX, den xx.xx.xxxx

====

Mich stören hierbei vor allem die Passagen in denen das Wort "überdurchschnittlich" verwendet wird. Wie muss ich das deuten?

Im Voraus vielen Dank für die Mühe.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen einer Erstberatung auf diesem Portal gern wie folgt beantworte:

Das Arbeitszeugnis ist insgesamt doch recht positiv für Sie. Als durchschnittliche Leistung wird meist eine befriedigende Leistung verstanden, so dass eine überdurchschnittliche Leistung in der Regel einer Note im "oberen befriedigend" oder im Zweier-Bereich entspricht. Die Formulierung "überdurchschnittlich" ist also nicht allzu negativ zu verstehen.

Unter Verwendung von Schulnoten würde sich für die wesentlichsten Punkte in etwa folgende Bewertung ergeben:

"beherrscht seinen Aufgabenbereich umfassend und überdurchschnittlich" entspricht im allgemeinen der Schulnote "gut" bis " oberes befriedigend".

"umfangreiche IT-Kenntnisse; Möglichkeiten der Weiterbildung mit sehr gutem Erfolg" entspricht allgemein der Schulnote "gut" bis "unteres sehr gut".

"zeigt stets Eigeninitiative, Einsatzbereitschaft und große Selbständigkeit" ist ebenfalls in etwa der Schulnote "gut" bis "oberes gut" zuzuordnen.

"findet sich in neuen Situationen sehr gut zurecht" entspricht im allgemeinen dem oberen Bereich der Note "gut".

"überzeugt durch hohe Belastbarkeit" wird mit einer Schulnote im Zweier-Bereich zu bewerten sein.

"Arbeitsweise ist in hohem Maße geprägt von Zuverlässigkeit und Sorgfalt" würde ich Bereich der Schulnote "gut" bis "oberers befriedigend" einordnen.

"lieferte immer eine überdurchschnittliche Arbeitsqualität" entspricht im allgemeinem der Schulnote "gut"

"stets zur vollen Zufriedenheit" bedeutet eine positive Beurteilung, die der Note "gut" gleich zu setzen ist.

Die Verhaltensbewertung entspricht schließlich auch einer Bewertung im "Zweier-Bereich".

Als Gesamtnote würde sich mithin eine Note ergeben, die in etwa der Schulnote "gut" entspricht.

Ich hoffe, Ihnen damit eine erste Orientierungshilfe zur Beurteilung des Zeugnisses gegeben zu haben und wünsche Ihnen ein angenehmes Adventswochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin




Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2010 | 07:51

Sehr geehrte Frau Jacobi,

hier noch einmal vielen Dank für Ihre sehr ausführlichen Ausführungen und die sehr gute Erklärung. Ich hätte noch eine kurze Nachfrage:

Muss eine Passage am Ende des Zeugnis auftauchen wo in etwa wie folgt lautet:

"Wir wünschen Herrn/Frau XXX weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute"

oder ist das Zeugnis bei nicht Verwendung einer solchen Formulierung ungültig?

Ich wünsche Ihnen ebenfalls ein schönes Adventswochenende.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.12.2010 | 11:28

Sehr geehrter Ratsuchender,

entschuldigen Sie bitte, dass ich Ihre Nachfrage erst jetzt beantworte, aber Schneechaos und Grippe haben mich am Wochenende völlig außer Gefecht gesetzt.

Zu Ihrer Nachfrage:
Eine Passage wie von Ihnen zitiert muss in einem Zwischenzeugnis nicht unbedingt enthalten sein. Solche Formulierungen zur persönlichen Wertschätzung finden sich eigentlich nur in Zeugnissen, die bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses erteilt werden. Bei Ihnen wurde die Wertschätzung Ihrer Person und Ihrer Arbeit durch den letzten Satz zum Ausdruck gebracht, verbunden mit dem Hinweis, dass es sich um ein Zwischenzeugnis handelt. Da Ihnen für die gute Zusammenarbeit gedankt wird, ist das Zwischenzeugnis insoweit vollständig und korrekt.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Silke Jacobi
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 19.12.2010 | 06:42


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