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Übernahme nach Probezeit in befristeten Arbeitsvertrag

29.05.2017 09:28 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Daniela Désirée Fritsch


Ich habe einen sachgrundlosen befristeten Arbeitsvertrag über 2 Jahre erhalten, mit einer Probezeit von 6 Monaten.

Meine 6 Monate laufen am 30.06.2017 aus.

Ich hatte aufgrund einiger unglücklicher gesundheitlicher Umstände, einige Ausfallzeiten während der Probezeit.

Anfang Mai dann wurde ich zu einem Gespräch mit meinem Vorgesetzten, dem nächst höheren Vorgesetzten und auf meine Bitte hin kam auch noch der Betriebsratsvorsitzende hinzu.

In diesem Gespräch, wurden meine Fehlzeiten und noch einige andere Dinge thematisiert. Am Ende des Gespräches, erhielt ich von beiden Vorgesetzten die Zusage, dass ich die Probezeit bestanden habe und somit auch darüberhinaus tätig sein darf.

Leider erkrankte ich zwei Tage später erneut und fiel für insgesamt 7 Tage aus.

Nun wurde mir mitgeteilt, dass man beabsichtigt mich noch während der Probezeit zu kündigen. Dem Betriebsrat liegt auch schon eine entsprechende Anhörung vor.

Ich bin total verdutzt, da ich im Beisein des Betriebsratsvorsitzenden eine klare mündliche Zusage erhalten habe, dass ich die Probezeit bestanden habe.

Nun ist meine Frage, ob die mündliche Zusage bezüglich der Weiterbeschäftigung nach der Probezeit Gültigkeit hat und somit eine Kündigung in Probezeit nicht mehr möglich ist oder wie sollte ich mich nun verhalten, da ich um meinen Arbeitsplatz kämpfen möchte?



Sehr geehrter Mandant,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Gerne möchte ich Ihnen diese wie folgt beantworten:

Grundsätzlich ist Ihr Arbeitsvertrag erst einmal geschlossen, so dass Sie mit Ihrem Arbeitgeber nichts weiter vereinbaren müssen.
Sofern Sie also nichts weiter von ihm hören, würde das Vertragsverhältnis nach Ablauf der Probezeit fortgesetzt, wie es vereinbart ist, also bis zum Ablauf der Befristung.

Eine Kündigung während der Probezeit ist nur dann möglich, wenn sie schriftlich erfolgt. Eine vorherige anders lautende mündliche Vereinbarung ist zwar denkbar, kann aber durch schriftliche Kündigung wieder "ausgehebelt" werden.

Das vorliegend gefundene Ergebnis aus dem Gespräch mit allen verantwortlich Beteiligten klingt - gerade auch wegen der Beteiligung des Betriebsrats - sehr definitiv. Dennoch müssen Sie diesen Inhalt nachweisen können, was wohl nur über Zeugenaussagen oder eventuell ein Gesprächsprotokoll möglich ist, sofern ein solches vorhanden ist.

Insgesamt sehe ich Ihre Chancen daher leider eher schlecht. Es mag sein, dass zu Ihren Gunsten noch individuelle Besonderheiten aus dem Arbeitsvertrag oder einem auf Sie anwendbaren Tarifvertrag gelten, allerdings bitte ich um Verständnis dafür, dass ich dies mangels Kenntnis Ihres Vertrages aktuell nicht beurteilen kann.
Für eventuelle Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Daniela Désirée Fritsch
Rechtsanwältin

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