Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Übernahme eines Hauses und Erbschaftsfragen

| 22.09.2014 10:18 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Sehr geehrte Damen und Herren,

das ehemalige Haus meiner Oma wurde schon vor Jahrzehnten auf meine Mutter übertragen. Da meine Oma nun gestorben ist, steht das Haus leer und es besteht die Option, dass mein Mann und ich in das Haus einziehen können. Meine Mutter würde das Haus dann zunächst auf mich überschreiben, meinen Bruder würden mein Mann und ich auszahlen. Da bei dem Haus ein Investitionsstau herrscht, würden wir außerdem für die Renovierung sehr viel Geld in das Haus stecken.

Nun die Problematik: Wir möchten vermeiden, dass im Fall meines Todes (ich bin zwar erst 33, aber irgendwann wird es wohl soweit sein) das Haus (oder zumindest ein Teil davon) an die Familie meines Mannes fällt. Die Beziehung zwischen den Familien ist leider nicht gut. Kinder werden mein Mann und ich aus gesundheitlichen Gründen nicht haben.

Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Mann das Haus erbt bzw. wir es vorab auch auf ihn überschreiben, bei der man die Familie ausklammern kann? Uns ist wichtig, dass mein Mann das Haus im Falle meines Todes verkaufen kann, somit müsste er ja irgendwie Miteigentümer werden, oder?

Im Moment herrscht in der Familie etwas Uneinigkeit darüber, wie wir hier weiter vorgehen sollen. Meine Mutter möchte in erster Linie verhindern, dass das Haus ihrer Eltern an die Familie meines Mannes geht. Ich möchte aber auf jeden Fall sicherstellen, dass mein Mann frei über das Haus verfügen kann, wenn ich nicht mehr da bin.

Können Sie uns bitte über die rechtlichen Möglichkeiten aufklären?


Herzlichen Dank vorab für Ihre Antwort!


Schöne Grüße


Sehr geehrte Rasuchende,

durch letztwillige Verfügung (z.B. Testament) kann erreicht werden, dass das Haus nicht an die Familie Ihres Mannes fällt.

Da Sie keine Kinder haben, hätten aber die Eltern Ihres Ehemannes, wenn Sie Ihren Ehemann überleben, einen Pflichtteilsanspruch (§ 2309 BGB). Geschwister haben keinen Pflichtteilsanspruch.

Ihre Ehemann kann als Ihr alleiniger Erbe, dazu müssten Sie Ihn als (Allein)Erben einsetzen, frei über das Grundstück verfügen.

Würde er ohne Kinder vor seinen Eltern versterben, hätten diese einen Anspruch auf Geld in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.
Anspruch auf das Haus haben Sie - wenn enterbt - allerdings nicht.

Bitte nutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 22.09.2014 | 13:40

Sehr geehrter Herr Eichhorn,

nochmal zur Rückfrage, ob ich das jetzt richtig verstanden habe:

Die beste Lösung wäre also, das Haus nicht auf meinen Mann zu überschreiben (oder erst nach dem Tod seiner Eltern, der ja, den natürlichen Gesetzen folgend, vor unserem Tod eintreten sollte) und ihn als Alleinerben einzusetzen.

Sterbe ich vor meinem Mann, erhält er Haus und Grundstück und kann frei darüber verfügen. Sollte er dann aber auch vor seinen Eltern sterben, erhalten die Eltern ein Viertel des Haus-/Grundstückswerts als Pflichtteil. Sollten die Eltern bei seinem Tod schon nicht mehr leben, kann der Erbe per Testament frei verfügt werden und die Geschwister erhalten keinen Pflichtteil.

Stirbt mein Mann vor mir, passiert nichts, weil das Haus ja sowieso nur auf mich läuft.

Nochmals herzlichen Dank und schöne Grüße



Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.09.2014 | 14:11

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie haben das grundsätzlich richtig verstanden, bis auf die Höhe des Pflichteils.

Enterbt Ihr Mann seine Eltern, indem er jemand anderes als Erben einsetzt, haben diese einen Pflichtteilsanspruch in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.

Die Eltern würden bei Versterben Ihres Mannes vor Ihnen und wenn es keine neue Ehefrau gibt, gesetzlich Alleinerbe. Bei Enterbung haben sie Anspruch auf die Hälfte, das sind 50 % des Vermögens Ihres Mannes, nicht bloß 50 % des Hausgrundstücks.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 24.09.2014 | 08:22

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antworten des Anwalts waren freundlich, jedoch durch Rechtschreibfehler oft erst nach mehrmals lesen wirklich verständlich. Der Anwalt verwechselt leider oft sie/Sie und ihnen/Ihnen. Die Art, wie geschrieben wurde, verunsicherte uns so sehr, dass wir zusätzlich noch die einzelnen Themen gegoogelt haben."
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 24.09.2014 3/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 67854 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
RA Winkler beleuchtete meine Frage in allen Aspekten gründlich, schnell und professionell. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Geike ist gut auf meine Frage eingegangen und hat diese verständlich beantwortet. Zudem hat er auch meine Nachfrage bestens beantwortet. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank nochmals. Damit fällt mir ein Stein vom Herzen. Als Rentner mit Aufstockung hätte ich eine Nachzahlung von mehreren Jahren nicht begleichen können. ...
FRAGESTELLER