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Übernahme eines Darlehens nach Tod des Vaters?

27.06.2013 09:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Zusammenfassung: Zusammenfassung: Erben haften als Gesamtschuldner für Verbindlichkeiten des Erblassers.

Guten Morgen,

nach dem Tode meines Vaters haben meine Schwester und ich in der gesetzliche Erbfolge neben meiner Mutter mit 50% jeweils 25 % des Nachlasses erhalten. Im Nachlass sind auch zwei Eigentumswohnungen sowie ein damit zusammenhängendes Darlehen. Die Bank teilt mir nun mit: Dass meine Schwester und ich neben meiner Mutter als "Gesamtschuldner eintreten". Eine quotale Aufteilung bzw. Abgrenzung der Darlehenssumme sei nicht möglich. Vereinabarungen, die wir im Innenverhältnis treffen, sind nicht automatisch im Außenverhältnis gültig."
Grundsätzlich sind meine Schwester und ich doch gemeinsam nur in 25% des Gesamtdarlehens eingetreten? Diesen Anteil wiederum würden wir tilgen wollen. Mit welchem Vorgehen können wir der Bank begegnen?
Grüße und Dank aus Berlin

Sehr geehrter Fragesteller,

in Anbetracht Ihres Einsatzes, insbesondere der erheblichen Unterschreitung des empfohlenen Richtpreises, beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Als Erbe treten Sie rechtlich in die Position des Erblassers ein. Als Erbengemeinschaft als Gesamtschuldner. Dies bedeutet, dass der Gläubiger, hier die Bank, die Leistung nach seinem Belieben von jedem der Schuldner ganz oder zu einem Teil fordern kann. Bis zur Bewirkung der ganzen Leistung bleiben sämtliche Schuldner verpflichtet; § 421 BGB. Dies gilt auch für die Raten des Darlehens.

Der Gläubiger ist auch nicht verpflichtet einzelne Schuldner aus dem Darlehensvertrag zu entlassen, wenn ein Teil des Darlehens zurückgezahlt worden ist.

Um nicht gegenüber der Bank zu haften, könnten Sie das Erbe ausschlagen und den Pflichtteil geltend machen. Dazu müssten jedoch die Vorraussetzungen des § 2306 BGB vorliegen. Ob dies gegeben ist, kann von hier nicht beurteilt werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann,
sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen
übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, weitergeholfen zu haben.
Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

Tel.: 030 - 293 646 75
Fax.: 030 - 293 646 76
frag-einen-anwalt@RA-Bordasch.de

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Nachfrage vom Fragesteller 27.06.2013 | 10:46

Sehr geehrter Herr Bordasch,

vielen Dank für Ihre Antwort sowie Verzeihung für die "erhebliche Unterschreitung des empfohlenen Richtpreises", habe diesen vorab nicht ermittelt bzw. eingesehen. Ich hoffe, dennoch eine Nachfrage stellen zu können und werde wohl auch Ihre weitere Beratung benötigen.
Sie schreiben:
"Um nicht gegenüber der Bank zu haften, könnten Sie das Erbe ausschlagen und den Pflichtteil geltend machen. Dazu müssten jedoch die Vorraussetzungen des § 2306 BGB vorliegen."
Beim zuständigen Amtsgericht sagte man uns, dass ein Ausschlagen des Erbes dazu führe, dass alle Geschwister meines Vaters sowie ggf. deren Kinder etc. im Nachgang ausschlagen müssten. Dies wollten wir nicht in Kauf nehmen, haben deshalb nicht ausgeschlagen. Das war bereits vor einigen Monaten. Fragen wäre wohl, ob diese Auskunft ggf. nicht korrekt war und wir auf diesem Wege etwas erreichen oder ob es weitere Möglichkeiten gibt, die wir gemeinsam eruieren sollten? Grundsätzlich würden wir auf den gesamten Nachlass verzichten. Dank und Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.06.2013 | 11:02

Sehr geehrter Fragesteller,

die Auskunft des Amtsgerichts stimmt in seiner Absolutheit nicht, da jeder Erbe für sich entscheidet, ob er ausschlagen will oder nicht. Sie und Ihre Miterben können die Annahme der Erbschaft möglicherweise noch nachträglich anfechten, wenn Sie vom Amtsgericht eine falsche Auskunft über die Ausschlagung erhalten haben, wie es nach Ihrer Schilderung zu sein scheint.

Dazu müssten jedoch alle Umstände kurzfristig geprüft werden, da eine Anfechtung wegen Irrtums nur innerhalb von 6 Wochen nach Kenntnis des Anfechtungsgrundes möglich ist; § 1954 BGB.

Ich rate Ihnen daher einen Rechtsanwalt Ihrer Wahl mit der Prüfung der Möglichkeit der Anfechtung bzw. weiterer Alternativen zu beauftragen.

Gerne steht unsere Kanzlei dazu zur Verfügung, wobei die von Ihnen hier gezahlte Erstberatungsgebühr angerechnet wird.


Mit freundlichen Grüßen


Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -

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