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Übernahme der Tierarztkosten


31.08.2007 21:12 |
Preis: ***,00 € |

Tierrecht, Tierkaufrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter



Hallo,
mit ist etwas sehr schlimmes passiert. Ich bin mit einer Bekannten letzte Woche ausgeritten, und hatte meinen Hund dabei. Dieser geht seit Jahren brav mit, allerdings bin ich mit der Bekannten erst drei Mal ausgeritten.
Wir sind dann beide hintereinander auf einem Feldweg getrabt. Ich voraus, plötzlich höre ich meinen Hund jaulen und meine Bekannte sagt, sie hätte ihn wohl erwischt, bzw. das Pferd und wortwörtlich die Aussage "ich dachte er geht schon weg.", sprich sie hat ihn also umgeritten.
Mein Hund musste dann zum Tierarzt und wurde anschließend in der Klinik operiert, verstarb jedoch noch in der Nacht.
Die Tierarztkosten belaufen sich nun auf ca. 1500 Euro.
Die Bekannte gab zwar an, dass sie dies der Haftplicht ihres Pferdes melden. Jedoch ist fraglich, ob sie überhaupt eine haben, da sie immer in Geldnöten sind.
Meine Frage nun konkret:
Habe ich Chancen, dass (falls vorhanden) die Hapftpflichtversicherung des anderen Pferdes die Tierarztkosten übernimmt, und kann ich bei Nichtvorhanden sein die Kosten von meiner Bekannten fordern?

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Sehr geehrte(r) Fragender,

das mit Ihrem Hund tut mir sehr leid!!!

Zum rechtlichen:
Die normale Haftpflichtversicherung tritt leider nur für Schäden von kleineren Tieren wie z.B. Hamstern, Katzen etc. ein, nicht jedoch bei so großen Tieren wie Pferden. Dazu wäre eine Tierhalterhaftpflichtversicherung notwendig (ich gehe mal davon aus, dass Ihre Bekannte Halterin ist).
Die Haltereigenschaft ergibt sich – ohne Rücksicht auf das Eigentum – aus der Sachherrschaft über das Tier sowie einem eigenen Interesse an der Verwendung bzw. der Gesellschaft des Tieres.

Die Haftung ergibt sich aus § 833 Satz 1 BGB und greift auch ohne Verschulden des Halters.

Sie müssten daher unverzüglich (!) den Schaden melden, sodass ich Ihre Bekannte auffordern würde, mitzuteilen, ob sie eine derartige Versicherung hat und dann an die Versicherung herantreten – Achtung: sofort melden!!!

Sollte keine Versicherung bestehen, können Sie natürlich die Bekannte auch privat belangen, entweder über §833 S. 1 BGB oder aber, wenn sie bewusst auf den Hund zugeritten ist über §823 Abs. 2 i.V.m. Sachbeschädigung (Hunde werden als Sachen behandelt, auch wenn das merkwürdig klingt).

Ich hoffe, Ihnen erst einmal weitergeholfen zu haben.

Sollten Probleme auftreten, würde ich mich über eine Beauftragung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. C. Seiter




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