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Übernahme der Inkassokosten trotz Inaktivität?

| 12.02.2008 10:23 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Hallo,

ich habe folgende Frage:
1. Ich habe 4 Jahre lang meinen Wagen über die BMW-Bank finanziert. Der Vertrag ist im Juni 2007 ausgelaufen, ich wurde einige Monate vorher darüber informiert. In dem Schreiben hieß es auch, daß ich mich an meinen Betreuer wenden soll, wenn ich die Finanzierung fortführen möchte. Alternativ hätte ich den Wagen auch zurückgeben können, bzw. den noch offenen Restbetrag zahlen und den Wagen damit komplett "auslösen". Während der ersten 4-jährigen Finanzierungszeit habe ich alles Raten pünktlich bezahlt und sogar hohe Sonderzahlungen geleistet.

Bis hierhin ist also alles in Ordnung.

Problem:

2. Ich rief also vor dem Juni dort an und bat darum, mir ein Angebot mit und eines ohne Anzahlung zu schicken. Eines der Angebote beiden habe ich erhalten, das andere nicht. Ich habe darauf weiter gewartet (zwischenzeitlich hatte ich den Wagen 2 Monate lang gefahren, ohne Raten zu bezahlen) - es kam aber keins. Dafür bekam ich aber ein Schreiben von der Inkasso über einen Gesamtbetrag von ca. EUR 17.500,00 + EUR 1.800,00 Inkassogebühren. Als ich beim Inkasso anrief erklärten die mir, daß die BMW-Bank sie beauftragt hätte, den Betrag einzutreiben. Als ich dort wiederum anrief erklärte man mir, daß ich mich nicht mehr gemeldet hätte. Da ich das nicht getan hätte ist der Vorgang an das Inkasso abgegeben worden, damit die entweder die offene Restsumme eintreiben oder den Wagen abholen kommen.

Nachdem ich denen erklärt habe, daß ich, wie am Telefon besprochen, auf das zweite Angebot gewartet habe und nichts gekommen ist hat man sich bereit erklärt, den Vorgang vom Inkasso zurückzuholen und den zweiten Antrag noch einmal zukommen zu lassen (die wollen den schon beim ersten Mal abgeschickt haben, bei mir kam aber, wie gesagt, nichts an).

3. Ich habe den zweiten Antrag bekommen, habe mich für eines entschieden (das ohne Anzahlung), die Daten ergänzt und den ausgefüllten Antrag an die BMW-Bank zurückgeschickt. In den nächsten Wochen ging einiges an Kommunikation hin- und her. Mal fehlte mein Gehaltsnachweis (letzte 3 Jahre, ein Netto-Nachweis hat denen nicht gereicht; bin selbständig) und mal haben die angeblich die PostIdent-Unterlagen der Mit-Vertragsnehmerin nicht erhalten. Während ich auf meine Unterlagen warte geben die den Vorgang wieder an das Inkasso. Ich rufe dort böse an und frage was das soll - selbes Spiel. Wieder soll Unterlage X gefehlt haben oder nicht korrekt ausgefüllt worden sein - von der man MIR am Telefon aber NICHTS gesagt hat. Nach 1-2 weiteren Durchgängen habe ich jemanden dazu gebracht, mir schlussendlich zu sagen, was genau verlangt wird (war natürlich nicht das, was beim ersten Mal verlangt wurde) und ich habe die Unterlagen noch einmal abgeschickt.

Insgesamt habe ich den Antrag 4x (!) ausgefüllt und abgeschickt, das letzte Mal sogar per Einschreiben. Das alles ging über einen Zeitraum von ca. 5-6 Monaten (in dem ich den Wagen gezwungenermaßen kostenlos gefahren bin).

Langer Rede, kurzer Sinn: der Antrag wurde angenommen und mir wurde eine Fortfinanzierung des Vertrags angeboten, die ich angenommen habe. Allerdings hatten wir telefonisch vereinbart, daß ich einen Betrag von EUR 600,00 aus dem was das Inkasso zweimal haben wollte (wo die aber jedes Mal zurückgepfiffen wurden) bezahlen würde und der Automobilhersteller den Rest von ca. EUR 1.200,00. (Nein, ich habe leider keinen Ohrenzeugen dafür)

Jetzt erhalte ich ein Schreiben über EUR 1.269,99. Ein Anruf bei der BMW-Bank ergab, daß die Dame am Telefon damals statt EUR 600,00 einen Wert von 50% eingetragen hat. An diesem Antrag hätten insgesamt 4 Damen gearbeitet, man könne mir nicht sagen, wer mir was von EUR 600,00 erzählt hat. Ich selbst habe mir das leider auch nicht gemerkt.

Aus mir unerfindlichen Gründen hat das Inkasso seine damaligen Gebühren von EUR 1.800,00 (allererstes Schreiben) auf, nachdem ich mir mit der BMW-Bank einig geworden bin, jetzt EUR 2.539,98 aufgestockt und ich soll nun 50% davon zahlen. Daher der Betrag von EUR 1.269,99

Meine Frage:
Dürfen die das alles? Das Inkassounternehmen hat nicht mehr getan, außer mir zwei Schreiben zu schicken, wurden jedes Mal nach meinen Telefonaten mit dem Automobilhersteller zurückgepfiffen und wollen jetzt, wo alles wieder ok ist, plötzlich über 30% mehr haben als in dem allerersten Schreiben, bevor sie zum ersten Mal zurückgepfiffen wurden. Mit der BMW-Bank bin ich mir ja einig geworden und die Finanzierung ist komplett geklärt - bin ich verpflichtet, hier dem Inkassounternehmen überhaupt Gebühren zu zahlen und dann mehr als zuallererst vereinbart? Die mussten ja nie "geldeintreiberisch" tätig werden sondern werden nur dafür entschädigt, daß sie einen Vorgang zweimal übernehmen sollten, aber dann doch von der BMW-Bank zurückgepfiffen wurden.

Ich freue mich über jede Antwort! Vielen Dank!

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund der von Ihnen mitgeteilten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt.

Bitte beachten Sie, dass durch Hinzufügen oder Weglassen weiterer Sachverhaltsangaben die rechtliche Beurteilung anders ausfallen kann.

Grundsätzlich ist es legitim, dass ein Inkassobüro zur Rechtsverfolgung eingeschaltet wird.
Die entstandenen Kosten sind als Verzugsschaden von dem Schuldner zu ersetzen.
Voraussetzung ist aber, dass sich der Schuldner mit der Begleichung der Forderung in Verzug befindet.
Neben weiteren Voraussetzungen fordert das Vorliegen von Verzug auch, dass der Schuldner diesen zu vertreten hat.
Hierfür trägt der Schuldner die Beweislast.
Die Obergrenze für die Inkassokosten wird seitens der Rechtsprechung grundsätzlich bei den Sätzen des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes gesehen.

In Ihrem Fall rate ich Ihnen dringend an, einen Kollegen vor Ort aufzusuchen und von diesem genau prüfen zu lassen, ob Sie sich in der gegebenen Konstellation überhaupt in Verzug befinden bzw. ob Sie diesen überhaupt zu vertreten haben.
Auch die Überprüfung, ob die Forderung der Höhe nach berechtigt ist, wird dann erfolgen.
Aufgrund der Tatsache, dass eine umfangreiche schriftliche und mündliche Kommunikation zwischen Ihnen und Ihrem Vertragspartner bezüglich der weiteren Vertragsmodalitäten und der Übernahme der Inkassokosten stattgefunden hat, kann diese Prüfung nicht von hier aus erfolgen.

Des weiteren rate ich Ihnen an, Ihrem Vertragspartner bzw. dem Inkassounternehmen schriftlich Ihre Sicht der Dinge und Ihre Einwände gegen die Forderung mitzuteilen sowie vor erfolgter Prüfung durch den Kollegen keine (weitere) Zahlung zu leisten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit freundlichen Grüßen

Monika C. Mack
- Rechtsanwältin -

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