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Übernahme der Bestattungskosten meiner Mutter

25.02.2015 15:55 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Henning


Guten Tag,
Ende vergangenen Jahres ist mein Vater verstorben, zu dem ich seit Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Unsere Mutter ist bereits vor Jahren verstorben.
Neben mir gibt es weitere leibliche Kinder, von denen noch weitere keinen Kontakt zu unserem Vater mehr hatten.
Die Bestattung wurde von meiner Schwester in Auftrag gegeben und die Kosten dafür von den Geschwistern, die noch Kontakt zu unserem Vater hatten, vorgestreckt (allerdings nicht zu gleichen Teilen, sondern, so viel wie jeder meinte dazu beitragen zu können/zu wollen).

Alle Kinder, Enkel und Urenkel haben das Erbe ausgeschlagen.
Es gab kein Vermögen, von dem die Beerdigungskosten hätten bezahlt werden können.

Nun wurde ich von der, die die Bestattung in Auftrag gegeben hat, aufgefordert, mich zu gleichen Teilen an den Bestattungskosten zu beteiligen.

Da ich keinen Kontakt zu meinem Vater hatte, ist das Einsehen meinerseits nicht sehr groß. Außerdem sind wir (mein Mann und ich) auch finanziell nicht in der Lage.

Meine Frage ist nun, ob wir uns wirklich an den Kosten beteiligen müssen?
Und wenn ja, alle Kinder zu gleichen Teilen, auch wenn unterschiedliche Vermögensverhältnisse vorliegen?
Und als letztes, müssten meine Kinder für die Kosten eintreten, falls wir wirklich zahlungsunfähig sind?

Besten Dank im Voraus.

Mit freundlichen Grüßen
BN

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Grundsätzlich sind die Kosten der (angemessenen) Bestattung aus dem Nachlass zu bestreiten, treffen also die Erben. In Ihrem Fall reichte aber der Nachlass nicht aus, um die Kosten zu decken, was wohl auch einer der Gründe der Ausschlagung war. In diesem Fall stellt die Übernahme der Bestattungskosten aber eine Form des Unterhalts dar, d.h. bei einem unzureichenden Nachlass müssen die dem Erblasser unverhaltsverpflichteten Personen die Bestattungskosten tragen. Hierzu zählen die Kinder, und zwar auch dann, wenn zwischen den Unterhaltsverpflichteten und dem -berechtigten über lange Jahre kein Kontakt bestand.

In Ihrem Fall führen Sie aber aus, selbst finanziell nicht in der Lage zu sein, Ihren Anteil an den Bestattungskosten zu bezahlen. Damit eine Unterhaltspflicht besteht, muss zu der Bedürftigkeit des Berechtigten auch die Leistungsfähigkeit des Verpflichteten hinzutreten. D.h. in Ihrem Fall könnte die Möglichkeit bestehen, dass Sie aufgrund Ihrer eigenen finanziellen Situation nicht zur Zahlung der Bestattungskosten herangezogen werden können.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 25.02.2015 | 17:25

Vielen Dank für Ihre Antwort.
Was Sie nicht beantwortet haben, müssten MEINE Kinder als Enkel für die Kosten aufkommen, falls wir zahlungsunfähig sind?

Gruß

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 25.02.2015 | 22:52

Da Enkel für ihre Großeltern nicht unterhaltspflichtig sind, besteht in Bezug auf die Enkel auch keine Pflicht zur Übernahme von Bestattungskosten.

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