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Übernahme der Anwaltskosten zur Ermittlung des Trennungsunterhalts?

12.02.2013 10:53 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Tobias Rösemeier


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lebe seit 01.12.2012 von meiner Frau (keine gemeinsame Kinder) getrennt.
Seit dem 01.01.2013 haben wir beide die Steuerklasse I.

Folgende Fragen:

1. Berechnung des detaillierten Trennungsunterhalts

Finanzielle Situation:
Ehemann
• Nettoeinkommen 4075,-EUR, (Steuerklasse I) Urlaub, Weinachtgeld
bereits eingerechnet
• Allgemeine berufsbedingten Ausgaben,
• Ehe bedingte Schulden (vertrag allein unterschrieben):
- Konsumkredit: 750,- EUR monatlich
- Autokredit: 560,-EUR (läuft bis Nov. 2013)
• Unterhaltsverpflichtung:
(3) Kinder aus der Vor Ehe zwei (15und 20J) bei deren Mutter in
Deutschland lebend, ein bei mir (18J) lebend
Nachzahlung Kinderunterhaltvorschuß an Jugendamt 100,-EUR pro Monat
• Beitrag IG Metall 40,- EUR monatlich
Steuervorauszahlung: 187,-EUR monatlich
Steuernachzahlung 2012: 1358,-EUR

Ehefrau
Nettoeinkommen 1600,-EUR, (Steuerklasse I)
Allgemeine berufsbedingte Ausgaben,
keine weiteren Belastungen.


2. Kostenübernahme des gegnerischen Anwalts
Nach Aussage des Anwalt meiner Frau bin ich verpflichtet die Anwaltkosten zur Ermittlung des Trennungsunterhalts verpflichtet. Stimmt das?

Danke im voraus

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:
Anhand Ihrer Angaben, kann hier nur eine grobe Orientierung zur Höhe des Trennungsunterhaltsanspruchs der Ehefrau abgegeben werden. Die beiden volljährigen Kinder sind der Ehefrau im Unterhaltsrecht nachrangig, so dass diese Unterhaltsverpflichtungen in der Berechnung nicht berücksichtigt werden können.

Bei dem minderjährigen Kind haben Sie keine Angaben zur Höhe der Unterhaltszahlung gemacht, so dass hier von Ihrem Einkommen ausgehend von einer Unterhaltsverpflichtung nach Düsseldorfer Tabelle und der Einkommensgruppe 7 mit einem Zahlbetrag von 488 € monatlich ausgegangen wird.

Wenn Sie die Kreditkosten für das Auto berücksichtigt wissen wollen, dann kann hierneben nicht die 5 % Pauschale für berufsbedingte Aufwendungen in Abzug gebracht werden. Ihre berufsbedingten Aufwendungen sind dann konkret die Kreditrate und der Beitrag bei der IG Metall mit zusammen 600 €. Ebenfalls abzugsfähig sind die ehebedingten Kreditkosten mit 750 €, als auch die Nachzahlung für das UVG , sowie die Steuernachzahlung und die Vorauszahlung. Es ergeben sich somit abzugsfähige Kosten in Höhe von 1.750 € monatlich. Hinzu kommt noch der Kindesunerhalt mit 488 €, so dass ein Einkommen von 1.837 € verbleibt. Hiervon wird der Erwerbstätigenbonus mit 10 %, mithin mit einem Betrag von 183 € noch in Abzug gebracht. Es verbleibt ein unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen von 1.654 €.

Bei Ihrer Ehfrau wird das Einkommen ebenfalls bereinigt um 5 % berufsbedingte Aufwendungen mit 80 € und dem Erwerbstätigenbonus mit 152 €. Es verbleibt ein unterhaltsrechtlich relevantes Einkommen in Höhe von 1.368 €.

Die Einkommensdifferenz beträgt somit 286 € und der Unterhaltsanspruch nach dieser groben Berechnung damit 143 €.

Zur Zahlung der außergerichtlichen Anwaltskosten Ihrer Ehefrau sind Sie nur dann verpflichtet, wenn Sie sich mit der Auskunft über Ihr Einkommen oder mit der Zahlung des berechneten Unterhaltes in Verzug befinden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt

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