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Übernahme GmbH in der Schweiz

03.11.2016 15:18 |
Preis: ***,00 € |

Internationales Recht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Doreen Prochnow


Zusammenfassung: Einkünfte aus Unternehmen werden in dem Land besteuert, in dem das Unternehmen ansässig/tätig ist ( Art 7 DBA). Die Schweiz als Ansässigkeitsstaat darf bei der Einkommensteuer den Steuersatz auf die Gewinne aus CH-Unternehmen anwenden, der sich bei Berücksichtigung sämtlicher Einkünfte ergibt

Sehr geehrte Damen und Herren ,

ich plane die übernahme einer GmbH ( Gründung 2010 ) in der Schweiz 100% der Anteile liegen bei mir.

Da ich in der Schweiz den posten des Gesellschafter-GF übernehmen würde, wäre ein Umzug notwendig.

Zudem besitze ich noch ein kleines Geschäft in Deutschland das ich gerne behalten würde eine Anwesenheit wäre für ca 2 Tage / Woche notwendig.

Wie würde diese Konstellation jetzt Steuerrechtlich behandelt im Bezug Umsatz - Einkommens und Gewerbesteuer ?

Wird die CH GmbH in Schweiz versteuert und das deutsche Einzelunternehmen in Deutschland versteuert ?

Ergibt sich evtl sogar eine komplette Steuerpflicht in Deutschland sowohl auch für die CH GmbH ?

Vielen Dank






Einsatz editiert am 03.11.2016 19:23:08

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Beide Firmen sind im jeweiligen Land, in dem sie ihren Sitz haben zu besteuern ( Art. 7 Abs. 1, Art 14 Abs. 1 DBA Deutschland-Schweiz). Sie müssen also in beiden Ländern jeweils auf das Unternehmen bezogene Steuerklärungen , stets unter Angabe der anderen Steuern abgeben.

Die Schweiz als ihr Ansässigkeitsland, darf die Einklünfte aus Deutschland nicht besteuern, sie darf aber die Einkünfte aus beiden Gewerbebetrieben zusammenzählen, und den Steuersatz für diese Einkunftsstufe anwenden ( Art. 24 Abs. 2 Nr. 1 ). Deutschland hingegen darf "nur" die Gewinne aus dem in Deutschland ansässigen Unternehmen, bzw. die hier erarbeiteten Einnahmen aus Selbständigkeit und eine eventuelle Gewerbesteuer (diese dann unbeschränkt) erheben ( Art. 24 Abs. 1 Nr. 2).

Die Grenzgängerregelung würde voraussetzen, dass sie Arbeitnehmer sind ( Art 15, 15a DBA). Soweit ich sie verstanden haben, gehören beide Unternehmen ihnen , so dass hier Einnahmen aus selbständiger Tätigkiet ( Art 14 DBA) bzw. Gewinn aus Unternehmen ( Art 14 DBA) vorliegen.

Fazit:
Sie sind also in beiden Ländern steuerpflichtig, in Deutschland nur mit der deutschen Firma , in der Schweiz mit dem schweizer Unternehmen, wobei die Schweiz bei ihrer Einkommensteuer einen Steuersatz veranschlagen darf, der beiden Einnahmequellen entspricht. Der höhere Steuersatz darf zwar angewendet werden, aber eben nur auf die Gewinne die mit der Schweizer Gesellschaft erzielt wurden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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