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Übernahme Beerdigungskosten

27.01.2013 13:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Wir sind drei leibliche Kinder (45 - 50 Jahre) unseres vor ein paar Monaten in Bayern verstorbenen Vaters. Keiner von uns hat seit Jahren mehr Kontakt zu ihm gehabt, die Beziehung zueinander war sehr schlecht. Alle wohnen ca. 500 - 600 km entfernt von seinem letzten Wohnsitz. Er hat die letzten paar Jahre zusammen mit einer neuen Lebenspartnerin gewohnt, die auch nach seinem Tod die Beerdigungsformalitäten geregelt und organisiert hat. Hierfür sind Kosten (Krematorium, anonymes Grab, Todesanzeige, Trauerkarten usw.) i.H.v. ca. 2.300 € entstanden. Erbe ist keines vorhanden.
Jetzt hat uns diese Lebenspartnerin aufgefordert, diese Kosten zu bezahlen und mit der gerichtlichen Durchsetzung gedroht.

Hierzu folgende Fragen:

-Muss nicht derjenige für die Kosten aufkommen, der den Auftrag hierfür gibt?
-Können wir gezwungen werden, alle diese Kosten zu übernehmen?
-Kann diese Frau ggf. die Gesamtforderung auch nur gegen einen Einzelnen von uns stellen?
-Da wir alle drei kaum Einkommen und Vermögen haben, wären dann auch unsere Kinder haftbar oder würde das Sozialamt dann vorher einspringen?
- Ist es ratsam, es auf einen Prozess ankommen zu lassen und muss dann zwingend ein Anwalt eingeschaltet werden?
-Wenn wir jetzt einen Anwalt einschalten und diese Lebenspartnerin dann die gerichtliche Durchsetzung nicht betreibt, wer bezahlt dann unsere Anwaltskosten?

Sehr geehrter Ratsuchedner,

Ihre Fragen beantworte ich im Rahmen dieser Erstberatung unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt.

§ 1968 BGB regelt: "Der Erbe trägt die Kosten der Beerdigung des Erblassers."

Hat, wie in Ihrem Fall, jemand anderes die Kosten getragen, hat dieser einen Erstattungsanspruch ggenüber den Erben.

Die Lebensgefährtin muss für den Anspruch aus § 1968 BGB zur Bestattung berechtigt gewesen sein.

Es sind nur angemessene Kosten von den Erben zu tragen.

Als Miterben haften Sie als Gesamtschuldner (§ 2058 BGB). Das heißt, Forderungen können über die gesamte Höhe auch an einen Einzelnen von Ihnen gestellt werden. Es besteht dann ein interner Ausgleichsanspruch (§ 426 BGB).

Leider teilen Sie nicht mit, ob es ein Testament gibt.

Gemäß § 74 SGB XII könnte das Sozialamt Beerdigungskosten übernehmen. Das setzt eine Prüfung Ihrer Situation voraus.

Wenn Sie es auf einen Prozess ankommen lassen, entstehen im ungünstigsten Fall weitere erhebliche Kosten.

Für Ihre Anwaltskosten gibt es außergerichtlich keinen Erstattungsanspuch.

Treten Sie in Verhandlungen mit der Gegenseite.


Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 27.01.2013 | 15:02

Es liegt ein Testament wohl vor, worin wegen fehlendem Vermögen lediglich geregelt ist, dass die Lebensgefährtin von allen Verpflichtungen infolge des Todesfalles befreit ist.
Was bedeutet genau, die Lebensgefährtin muss für den Anspruch zur Bestattung berechtigt gewesen sein und was hätte es zur Folge, wenn sie es nicht gewesen wäre?
Ab welcher Vollstreckungsstufe besteht genau Anwaltszwang?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 27.01.2013 | 19:54

Sehr geehrter Ratsuchender,

bei einer Lebensgefährtin ist anzunehmen, dass Sie berechtigt war. Es kommt hier auf die genauen Umstände an. Ohne Berechtigung könnte Sie Kostenerstattung nicht nach § 1968 BGB verlangen.

Anwaltszwang besteht ab dem Landgericht (§ 78 Abs. 1 S. 1 ZPO).

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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