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Übernachten beim getrennt lebenden vater


| 21.01.2006 15:59 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Guten Tag, kann meine Tochter (6) gezwungen werden, beim getrennt lebenden Vater zu übernachten, wenn sie das absolut nicht will. Sie hat kein Vertrauen zu ihm, da er seine Versprechen nicht einhält, nicht auf sie hört, zwar alles mit ihr besprechen will, sie jedesmal mit Bequatschen weg. Übernachten und gemeins.Urlaub nervt.
Sie weigert sich jetzt strikt, zu ihrem Vater zu gehen und sträubt sich mit Händen und Füssen. Ich habe nicht den Mut, sie hinzubringen, da sie sonst auch das Vertrauen zu mir als Mutter verliert.
Ist es irgendwo gesetzlich geregelt, dass ein Kind beim anderen Elternteil übernachten muss??
Danke für schnelle Antwort.

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Sehr geehrte Ratsuchende,


vielen Dank für Ihre Anfrage.

Zwar hat der Vater Ihrer Tochter gem. § 1684 BGB ein Umgangsrecht. Dieses ist jedoch entsprechend dem Kindeswohl auszugestalten. Einen Anspruch darauf, daß seine Tochter bei ihm übernachtet hat er nicht. Wenn das Kind das nicht möchte, ist dieser Wunsch zu berücksichtigen und das Kind kann nicht gezwungen werden, dort gegen seinen Willen zu Übernachten. Denn die Eltern sollen bei der Ausgestaltung des Umgangsrechtes die Vorstellungen, Wünsche und Absichten des Kindes so weit wie möglich berücksichtigen, soweit sie objektiv dem Kindeswohl entsprechen. Deshalb sind auch Streitigkeiten zwischen den Eltern über die Ausübung des Umgangsrechtes unbedingt zu vermeiden.

Sie sind also nicht dazu verpflichtet, Ihre Tochter gegen ihren Willen beim Vater übernachten zu lassen.

Mein Rat: Erläutern Sie dem Kindesvater, daß er keinen Anspruch darauf hat, daß seine Tochter gegen ihren Willen bei ihm übernachtet und daß ein Zwang auch nicht geeignet ist, daß verloren gegangenen Vertrauen wieder aufzubauen. Suchen Sie gemeinsam nach Wegen, wie das Umgangsrecht so gestaltet werden kann, daß es auch den Wünschen des Kindes entspricht und machen Sie ihm deutlich, daß der Wunsch, dort vielleicht auch einmal ein Wochenende zu verbringen, von ganz alleine kommen wird, wenn das Kind erst einmal sein Verhältnis zum Vater wieder verbessert hat.

Ich hoffe, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt




--
Rechtsanwalt A. Schwartmann
Gleueler Str. 249 D-50935 Köln
Tel: (0221) 355 9205 / Fax: (0221) 355 9206 / Mobil: (0170) 380 5395

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Nachfrage vom Fragesteller 21.01.2006 | 17:11

Danke für die schon erteilte Auskunft. Aber was mache ich, wenn die gegenseite nicht mit sich redenlässt, sondern immer wieder nur sagt: Das ist mein Recht!"?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 21.01.2006 | 17:36

Sagen kann der Kindesvater ja viel: Dieses behauptete Recht steht ihm nicht zu, deshalb wird er es auch nicht (gerichtlich) durchsetzen können. Sollte er Sie und das Kind mit seiner Forderung weiterhin bedrängen, können Sie diese entweder ignorieren, oder ihn anwaltlich auf die Rechtslage hinweisen lassen. Nachgeben sollten Sie nicht, denn damit tun Sie insbesondere Ihrer Tochter keinen Gefallen.

Mit freundlichen Grüßen

A. Schwartmann
Rechtsanwalt

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